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12.02.2011 - Die SpVgg Greuther Fürth trauert um Edgar Burkart - Trauerfeier am Donnerstag
Kleeblatt-Urgestein Edgar Burkart verstarb im Alter von 66 Jahren.
Kleeblatt-Urgestein Edgar Burkart verstarb im Alter von 66 Jahren.
Edgar Burkart ist tot. Der langjährige Präsident der SpVgg Fürth verstarb am Samstagnachmittag im Alter von 66 Jahren nach langer, schwerer Krankheit. Seit dem Beitritt des TSV Vestenbergsgreuth zur SpVgg im Jahr 1996 war Burkart Vize-Präsident der SpVgg Greuther Fürth. Erst im November des vergangenen Jahres legte der bei den Kleeblatt-Anhängern beliebte Funktionär sein Ehren-Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Auf Antrag von Präsident Helmut Hack ernannte ihn die Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied des Präsidiums. Im Dezember 2008 erkrankte Burkart schwer, doch der „Lohner“ rappelte sich wieder auf. Zwar war er fortan an eine Gehhilfe und ein Sauerstoff-Gerät gebunden, doch die Spiele seines Kleeblatts ließ er sich im Ronhof nur selten entgehen.

Der Spitzname entstand übrigens, weil Burkart als Kind in der Nähe des „Lohnert-Sportplatzes“ in der Fürther Südstadt wohnte und dort täglich zum Kicken ging. Als Kind kam Burkart erstmals mit dem Vater eines Freundes zur SpVgg in den Sportpark Ronhof. „Wir Kinder lagen direkt hinter den Toren. Und wenn ein Ball am Tor vorbeiging lief die ganze Meute los, um den Ball zu holen. Wenn man dann den Ball an eines seiner Idole zurückwerfen konnte und der Spieler sich dafür bedankte, konnte man die ganze Woche in der Schule davon erzählen.“ So entstand die Liebe Burkarts für den Fußball im Allgemeinen und die SpVgg im Besonderen. Er übernahm 1974 die ersten Ämter im Verein, war ab 1975 Abteilungsleiter der Fußball-Amateure und von 1989 an auch Präsident der SpVgg. Dem Traditionsverein gelang unter seiner Führung auch die Rückkehr von der Landesliga bis in die Regionalliga. 1995 tauschte sich Edgar Burkart nach einem Spiel mit seinem Vestenbergsgreuther Pendant Helmut Hack über die schwierigen Rahmenbedingungen in der Regionalliga aus. Gemeinsam trieben sie den Zusammenschluss der beiden Vereine voran, der 1996 realisiert wurde und schon ein Jahr später in der zweiten Bundesliga seine bis heute erfolgreiche Fortsetzung fand. Erst kürzlich bezeichnete Burkart im Rückblick die „Fusion“ als Erfolgsmodell, das den Bestand der SpVgg bis heute sichere.

Edgar Burkart wurde von vielen als „Kleeblatt-Urgestein“ und als „wandelndes SpVgg-Lexikon“ bezeichnet. Er ging keiner Diskussion aus dem Weg und war immer Ansprechpartner für Vereins-Mitarbeiter, Fans und Journalisten. Unbestritten waren auch seine Entertainer-Qualitäten: In launigen Worten führte er durch das Programm der Mannschaftsvorstellungen im Ronhof. Auch bei seinen letzten öffentlichen Auftritten im November 2010, bei einer Gesprächs-Runde zum Ronhof-Jubiläum und beim traditionellen Ehrenabend der SpVgg, unterhielt Edgar Burkart mit launigen Worten und Anekdoten. Und oft leitete er im breiten Fürther Dialekt mit den Worten ein: „…iich soch etz dazu mol ans…“.

Die Trauerfeier für Edgar Burkart findet am Donnerstag, 17. Februar, um 10 Uhr auf dem Städtischen Friedhof in Fürth statt. Ein Kondolenz-Buch liegt derzeit auch im Eingangsbereich der Geschäftsstelle der SpVgg Greuther Fürth auf.

Christian Bald

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