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Saison 2001/2002
8. Spieltag - So., 30.09.2001, 15:00 Uhr
Eintracht Frankfurt - SpVgg Greuther Fürth
1:4 (0:1)
    Bilder vom Spiel »    
Spätestens nach dem Abpfiff gestern im Waldstadion dürfte sich auch bis zur Frankfurter Eintracht herumgesprochen haben, dass der Cheftrainer der Spielvereinigung Greuther Fürth nicht, wie in der Presseinformation angekündigt, ein gewisser Uwe Erkenbrecher, sondern seit einiger Zeit Paul Hesselbach ist. Der durfte nämlich hinterher einen erstaunlichen 4:1 (1:0)-Sieg seiner Mannschaft bei den favorisierten Hessen und gleichzeitig den Sprung auf einen Aufstiegsplatz kommentieren.
Hesselbach, dem in Fürth zu Beginn seiner Amtszeit nicht nur Zuneigung entgegengebracht wurde, ist auf dem besten Weg, seine Kritiker zu überzeugen: Unter seiner Leitung hat die SpVgg, nimmt man den Pokal hinzu, nun vier Siege und ein Remis in Pflichtspielen geholt. In Frankfurt zeigten die Fürther sicherlich ihre beste Saisonleistung. In Gefahr kam der Erfolg eigentlich nur in der Phase nach dem Anschlusstreffer, aber die Eintracht fand gegen die mit hoher Laufbereitschaft und besserer taktischen Ordnung taktierenden Gäste kaum ein Rezept. „Es war ein Sieg unserer Moral und Einstellung", freute sich ein glücklicher Paul Hesselbach. SpVgg-Chef Helmut Hack, der das Team in der vergangenen Woche wegen der laxen ersten Hälfte gegen Saarbrücken kritisiert hatte, verteilte diesmal Lob. „Die Mannschaft hat tolle Moral bewiesen. 17 Punkte nach acht Spielen sind eine sehr gute Basis."
Diese Basis haben sich die Kleeblättler am Main nicht nur erkämpft, sondern auch erspielt. Schon in der Anfangsphase zeigte die offensiv eingestellte Spielvereinigung, dass sie ihr Heil nicht nur in der Abwehr suchen wollte. Sie stand, diesmal mit Mirko Reichel als Organisator, sehr sicher. Was man von der Platzherren ganz und gar nicht behaupten konnte. Folgerichtig gingen die Gäste schon nach zehn Minuten in Führung. Rachid Azzouzis Freistoß fand seinen Weg zu Mathias Surmann, der am langen Pfosten frei stehend Nikolov mit einem Beinschuss zum 0:1 überwand. Die Eintracht antwortete mit wütenden, aber zu durchsichtigen Angriffen. Ihren Meister fanden die Gastgeber zudem des Öfteren im überragenden Keeper Günther Reichold, der seine Leistung in der 35. Minute krönte. Er holte nämlich einen von Mamic gegen Kryszalowicz verschuldeten und von Skela nicht einmal schlecht geschossenen Strafstoß aus dem Eck.
„Danach hatte ich von meiner Mannschaft ein Aufbäumen erwartet, sie hat mich aber schwer enttäuscht", so der sichtlich angeschlagene Eintracht-Trainer Martin Andermatt. Er musste danach mit ansehen, wie die Fürther mehr und mehr das Spiel kontrollierten. In der 53. Minute wurde dann Frank Türr von Jens Rasiejewski von den Beinen geholt - wohl noch vor der Strafraumgrenze - doch auch diesmal zeigte der Unparteiische Markus Schmidt auf den Punkt. Azzouzi ließ sich die Chancen nicht entgehen und traf zum 0:2. Die Fürther ließen nun Ball und Gegner laufen und hatten es sich selber zuzuschreiben, dass der Bundesliga-Absteiger wieder ins Spiel zurückkam. In der 66. Minute ließ man Wimmer im Anschluss an einen Freistoß seelenruhig flanken, und Kryszalowicz, von Mamic einen Moment außer Acht gelassen, köpfte zum 2:1 ein.
„Wir hatten dann Glück, dass die Frankfurter nicht das 2:2 machten", gab Paul Hesselbach hinterher zu. Vor allem bei einem Lattenkopfball von Thomas Reichenberger (74.) waren die Hessen dem Ausgleich nah. Allmählich befreiten sich die Fürther aber wieder vom Druck. In der 80. Minute lenkte Nikolov einen Freistoß von Azzouzi über die Latte, fünf Minuten darauf eiferte der bereits verwarnte Karel Rada seinem Tormann nach und klärte per Hand vor Francis Kioyo. Diesmal lag der Referee richtig, zückte Gelb-Rot für Rada und gab Elfmeter. Wieder war es Azzouzi, der einschoss. Den sportlichen Schlusspunkt setzte Verteidiger Everaldo Batista, der immer besser in seine Rolle hineinwächst, in der 89. Minute mit einem wuchtigen Schuss ins lange Eck. Und den verbalen Schlusspunkt setzte Hesselbach: „Nun freue ich mich auf das Heimspiel gegen Bielefeld und auf Benno Möhlmann. Ich habe viel von ihm gelernt und nun treffen wir uns in einem Spiel. Das ist eine schöne Sache."

Jürgen Schmidt

Eintracht Frankfurt: Nikolov - Wimmer, Rada, Sim (46. Rasiejewski) - Guie-Mien, Preuß, Gemiti - Nemeth (55. Yang) - Skela (46. Mutzel) - Reichenberger, Kryszalowicz - Trainer: Martin Andermatt
SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Surmann, Mamic, Batista - Hassa, Reichel, Azzouzi, Ruman (60. Plaßhenrich) - Türr (55. Hagner) - Amanatidis (67. Hasenhüttl), Kioyo - Trainer: Paul Hesselbach
Tore: 0:1 Surmann (10.), 0:2 Azzouzi (53., Foulelfmeter), 1:2 Kryszalowicz (66.), 1:3 Azzouzi (86., Handelfmeter), 1:4 Batista (87.)
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 16000
Gelbe Karten: Reichenberger, Wimmer, Rada, Nikolov
Gelbe Karten (Gast): Ruman, Hagner
Rote Karten: Rada (85.)
Besondere Vorkommnisse: Reichold hält Foulelfmeter von Skela (35.)
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