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Saison 1993/1994
13. Spieltag - Sa., 16.10.1993, 15:00 Uhr
FC Augsburg - SpVgg Fürth
3:2 (2:1)

Die SpVgg Fürth befindet sich in der Bayernliga auf dem Weg der Besserung. Beim FC Augsburg boten die Ronhofer eine Vorstellung wie lange nicht mehr. Dennoch mussten sie mit 2:3 Toren den Sieg dem Gegner überlassen.
Vor 1500 Zuschauern im Rosenaustadion wurde aus Fürther Sicht Spieler Harald Ebner zur dominierenden Figur. Der 29jährige brachte die Kleeblättler schon in der sechsten Minute 1:0 in Führung. Ebner war es aber auch, der in der 49. Spielminute für den 2:2-Ausgleich der Gäste gesorgt hat. Vier Minuten später gelang allerdings dem Augsburger Radlmaier mit dem 3:2 das alles entscheidende Tor.
Und bei Augsburg, bei dem Fürth-Schreck Babatunde wegen Verletzung fehlte? Mittelfeldspieler Hanke besorgte in der 14, Minute den 1:1 Ausgleich und König brachte die Schwaben mit einem Kraftakt in der 32. Minute 2:1 in Führung.
Das 1:0 zugunsten der Ronhofer zeigte, daß sich die Kleeblättler endlich wieder einmal etwas zutrauen. Matthias Plößner bediente Bernd Müller mit einer genauen Vorlage. Müller, der mit seinen Kabinettstückchen die FCA-Abwehr mehrmals durcheinander brachte, „verlängerte" zu Heiner Dumpert. Dieser wiederum flankte in die Strafraum-Mitte, wo Ebner nur noch den Fuß hinhalten mußte. Einen solch gelungenen Spielzug würde auch das eigene Publikum im Ronhof mit Applaus quittieren.
Doch die Freude über dieses Tor gegen die zu diesem Zeitpunkt bissigen Augsburger währte nur acht Minuten. Achim Beierlorzer (14.) unterlief eine Hereingabe. Hanke, der hinter dem Fürther „Funkturm" stand, konnte sich schließlich die Ecke aussuchen.
Norbert Förster als Bewacher von Radlmaier war einen Kopf kleiner und um etliche Kilogramm leichter als sein Gegenspieler. Dies brachte natürlich Probleme, auch wenn der Fürther aus diesem Duell als moralischer Sieger hervorgegangen ist. Doch auch Förster konnte Radlmaiers entscheidendes Tor zum 3:2 (53.) nicht verhindern. Einen Schuß von Becker lenkte Torwart Mösle noch an die Latte. Gegen den Nachschuß von Radlmaier war er aber machtlos.
Alt aussehen ließ diesmal übrigens nicht Babatunde die Fürther, sondern König mit seinem Treffer zum 2:1 in der 32. Minute. Dieter Probst und Libero Norbert Glintschert, die beide eine sehr ordentliche Partie geboten haben, wurden in dieser Szene ausgespielt. König stand schließlich frei und ließ auch Torwart Mösle keine Abwehrmöglichkeit. ..
Beim 2:2 (49.) versuchte Ebner gar nicht, einen Elfmeter herauszuschinden. Trotz Behinderung durch den FCA-Torwart blieb er auf den Beinen und schob den Ball ins leere Tor.
Der Spielverlauf ist schnell erzählt In der ersten Halbzeit waren die Augsburger die spielbestimmende Mannschaft, wobei Schwächen in der Abwehr nicht zu übersehen waren. Nach dem 2:1-Zwischenstand hätte zweimal König (37. und 44.) für die vorzeitige Entscheidung sorgen können.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Nach dem 3:2 (53.) waren die Gastgeber vor allem darauf bedacht, den Ausgleich zu verhindern. Teilweise wurde mit elf Mann verteidigt. Und die Schwaben hatten damit großes Glück.
Die Fürther kamen immer besser ins Spiel. Es gab eine Reihe von Möglichkeiten. Müller (61.) versuchte es im Fallen, zielte aber knapp daneben. In der 67. Minute hätte Boban Ristovski ausgleichen müssen. Nach einer Flanke von Dumpert stand er frei. Er versagte aber beim Kopfball.
Die Chancen für die Ronhofer häuften sieh. So spielte Dumpert in der 72. Minute zu eigensinnig. Er versuchte es im Alleingang, obwohl Müller und Markus Lotter weitaus besser postiert waren. Vom weiteren Spielverlauf haben einige Zuschauer auf der Gegentribüne
nur wenig mitbekommen, weil sie in eine Rauferei und eine damit verbundene Verfolgungsjagd übers Stadiongelände beschäftigt waren. So entging ihnen auch das Handspiel von Schroll (82.), nach welchem die Fürther einen Strafstoß forderten (siehe Trainerstimmen). Es folgte einer der wenigen Konter des FCA, doch Mösle und Förster (85.) klärten gerade noch gegen König.
In der Folge hatte der eingewechselte Oliver Zettl zweimal Pech bei Vorlagen von Dumpert (87.) und Plößner beim Einwurf (89.). In der Nachspielzeit verzog Dumpert (92.) aus aussichtsreicher Position. Auf der Gegenseite stand der Augsburger Schroll frei, doch auch er konnte mit dieser Chance nichts anfangen. So blieb es in diesem keineswegs guten, aber spannenden Bayernligaspiel beim Sieg des FCA. Wenn die Ronhofer an diese Form anknüpfen, dann werden sie in zwei Wochen (30. Oktober) im Heimspiel gegen Passau sicherlich jubeln können.

FC Augsburg: Oberhofer - Haller - Hecht, Sbordone - Hanke, Dörr, Schroll, Radoki, Becker (65. Geyer) - König (88. Timofeew), Radlmaier - Trainer: Armin Veh
SpVgg Fürth: Mösle - Glintschert - Förster, Probst - Beierlorzer, Plößner, Ebner, Ristovski, Lotter (81. Zettl) - Müller, Dumpert - Trainer: Günter Gerling
Tore: 0:1 Ebner (6.), 1:1 Hanke (14.), 2:1 König (32.), 2:2 Ebner (49.), 3:2 Radlmaier (53.)
Schiedsrichter: Maier (München)
Zuschauer: 1500
Gelbe Karten: Sbordone, Dörr, Schroll
Gelbe Karten (Gast): Förster, Probst
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