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Saison 1974/1975
20. Spieltag - Sa., 18.01.1975, 14:30 Uhr
FK Pirmasens - SpVgg Fürth
2:1 (2:0)
Es war wie eine Woche vorher: auch nach der Vorstellung in Pirmasens wurde die SpVgg Fürth mit vielen Komplimenten bedacht, doch wie schon in Saarbrücken, blieben die Punkte im Südwesten.
Nach einem teilweise dramatischen Spiel schlug der zum Favoritenkreis zählende FK Pirmasens die SpVgg Fürth mit 2:1 (2:0) Toren.
Doch Loblieder retten Fürth nicht vor dem Abstieg, sondern einzig und allein Tore. Und mit dem Abschluß haperte es abermals bei den Kleeblättlern, sonst hätten sie wenigstens einen Punkt mit nach Hause gebracht. So zielstrebig und elanvoll der FK Pirmasens auch über eine Stunde lang aufgespielt hatte, in den letzten 20 Minuten war er dem eigenen Tempo zum Opfer gefallen und reif für den „Fangschuß". Daß den Fürthern dennoch nur der Anschlußtreffer gelang (der deutlich verbesserte Ruhdorfer nahm in der 67. Minute eine Flanke des nach rechts gewechselten Hofmann direkt an und ließ Pudelko keine Chance), lag einmal mehr an der mangelnden Entschlußkraft der Stürmer.
So hatte Unger, von dem Dänen Nielsen konsequent gedeckt und nicht so wirkungsvoll wie in Saarbrücken, nach einem abgewehrten Heubeck-Schuß das entblößte Tor vor sich, vergab jedoch überhastet. Gleich nach dem Ruhdorfer-Anschlußtreffer versagte der an sich überaus agile, drangvolle Hofmann nach einer Traumkombination allein vor dem Tor kläglich. Das wäre das 2:2 gewesen.
Diese Begegnung voller erregender Szenen vor beiden Toren sah zwei überragende Schlußmänner. So holte der den Strafraum großartig beherrschende Pudelko zwischen der 20. und 25. Minute zweimal Hofmann und einmal Unger, die allein auf das Tor zustrebten, den Ball vom Fuß. Andererseits hielt Peter Löwer eine Reihe kerniger Schüsse prachtvoll.
Schiedsrichter Leist hatte das Publikum gegen sich, als er ein raffiniertes Handspiel Bergmanns (62. Minute) im Fürther Strafraum übersah. Der gut in seine neue Rolle gewachsene bisherige Fürther Spielgestalter hatte dem unwiderstehlich durchgebrochenen Dribbelkünstler Krauth (welch ein Talent!) im Fallen den Ball vom Fuß geholt.
Allerdings schwieg Leists-Pfeife auch in der 80.Minute, als der einschußbereite Unger von Gentes am Fünfmeterraum umgesäbelt wurde.
Die Pirmasenser Tore waren keineswegs Ergebnis herausgespielter Chancen sie entsprangen vielmehr verunglückter Abwehraktionen. Der Führungstreffer fiel im Anschluß an den ersten Eckball, als Detsch dem Spielmacher Weinkauff den Ball genay vor die Füße geköpft hatte. Beim zweiten Treffer hatte die Abwehr wiederum den Ball nicht weggebracht.
Wie schon in Saarbrücken suchte die SpVgg den Erfolg in der Offensive. So hatten die Gäste bereits zwei glasklare Einschußmöglichkeiten durch Heubeck und Unger, ehe der völlfg überraschende Führungstreffer für den FKP fiel.
Von einer gut spielenden, im Endeffekt aber erfolglos gebliebenen Fürther Mannschaft war hier schon wiederholt die Rede. Rückblickend auf die beiden Vorstellungen im Südwesten kann bei aller zu Gebote stehenden Skepsis nicht übersehen werden, daß die Kleeblättler nach dem „reinigenden Gewitter" eine Mannschaft darstellen, der zuzusehen dem Fußball-Liebhaber Freude bereitet. Doch Schönheitspreise sind im knallharten Profigeschäft nicht gefragt. Fürth muß Tore schießen. Nur darauf kann die Hoffnung, den Klassenerhalt noch zu schaffen, basieren.
FK Pirmasens: Pudelko - Tretter, Jung, Gentes, Kohlenbrenner - Beichle, Weinkauff, Nielsen - Michl, Krauth, Seiler - Trainer: Bernd Hoss
SpVgg Fürth: Löwer - Klump, Lausen, Bergmann, Jensen - Detsch, Heinlein, Unger - Heubeck, Ruhdorfer, Hofmann (75. Bopp) - Trainer: Alfred Hoffmann
Tore: 1:0 Weinkauff (11.), 2:0 Michl (27.), 2:1 Ruhdorfer (67.)
Schiedsrichter: Leicht (Martingen)
Zuschauer: 3000
Gelbe Karten (Gast): Heubeck, Bopp
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