sitemap   |   suche   |   kontakt   |   RSS-Feeds rss  
  spieldetails   startseite » saison 1980/81 » lizenzmannschaft » 2. liga süd
Saison 1980/1981
11. Spieltag - So., 12.10.1980, 15:00 Uhr
FSV Frankfurt - SpVgg Fürth
3:0 (2:0)
Eine erneut enttäuschende Spielvereinigung Fürth war gestern am Bornheimer Hang gegen den FSV Frankfurt praktisch ohne jede Chance und verlor eindeutig 0:3 (0:2). Gemessen an den beiderseitigen Einschussmöglichkeiten fiel die Niederlage sogar noch schmeichelhaft aus.

Bereits nach 20 Minuten war so gut wie alles gelaufen. Der FSV begann dort, wo er vor einer Woche beim glanzvollen 2:0-Erfolg im DFB-Pokal über den Bundesligisten MSV Duisburg, aufgehört hatte: mit unerhörtem Elan stürmte die Mannschaft, gönnte den Fürthern nicht die geringste Möglichkeit, sich zu finden. Mit zwei Treffern in der 4. und 20. Minute brachte Paul-Werner Hofmann seinen ehemaligen Verein frühzeitig auf die Verliererstraße. Grabmeier konnte in den ersten 45 Minuten den schnellen Frankfurter Linksaußen nie halten. Zur Pause klagte der sonst so unerschrockene Fürther Abwehrrecke über Kopfschmerzen. Ob ihn der „Paule" schwindlig gespielt hatte?

Bei Fürth wollte nichts klappen. Die einfachsten Dinge misslangen. Die beiden „unerfahrenen Renner" - wie Trainer Dieter Schulte sie nannte - Klein und Klement hingen im Angriff völlig in der Luft. In der überlasteten Abwehr bemühte sich Bergmann krampfhaft um Ordnung, was jedoch bei den unaufhörlich rollenden Angriffswellen des FSV nicht gelingen konnte. Am erschreckendsten war aus Fürther Sicht die absolute Unterlegenheit der Kleeblattspieler in Zweikämpfen. Sicherlich war bei den Bornheimern das kämpferische Moment seit jeher dominierend, doch man muss der Mannschaft bescheinigen, sich auch spielerisch beträchtlich verbessert zu haben.

Bei Fürth machte Orf nicht den Eindruck, austrainiert zu sein. Er fand nie Bindung. Kurz vor der Pause entschloss sich Trainer Schulte, mit Baier einen weiteren Stürmer zu bringen. Nach Wiederbeginn kam Stempfle für Grabmeier auf den Platz. Nun befanden sich in der Mannschaft plötzlich vier Stürmer, nachdem man mit nur zweien begonnen hatte. Zur Überraschung fand sich Baier als Außenverteidiger gut zurecht und wurde im zweiten Abschnitt zum auffallendsten Fürther Spieler. Vor dem Wechsel hatte es keinen, gegeben, der aufgefallen wäre, zumindest nicht positiv.

Mit drei Angriffspitzen wirkten die Fürther nicht mehr ganz so hoffnungslos unterlegen wie zuvor. Sie hatten in der 55. Minute sogar eine große Einschussmöglichkeit, als Klein gegen die Latte schoss, Klement den zurückspringenden Ball auf das Tor köpfte, wo Winkler reaktionsschnell zur Ecke lenken konnte. Aber nach der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit war das Fürther Strohfeuer bereits wieder erloschen. Die endgültige Entscheidung fiel in der 59. Minute, als nach einem Schuss Hofmanns weder Löwer noch Rütten den Ball unter Kontrolle bekamen, Etterich auf das leere Tor schoss, wo Baier den Ball nur noch ins eigene Netz lenken konnte. Damit war der letzte Fürther Widerstand gebrochen.

Kein Zweifel: auch mit verschärftem Training während der zweiwöchigen Punktspielpause war bei der Spielvereinigung Fürth keinerlei Wandel zu einem neuerlichen Aufschwung feststellbar. Im Gegenteil: so viele beinahe peinlich wirkende Abspielfehler sind den Kleeblättlern kaum je zuvor unterlaufen. Da machten auch die weit unter Form spielenden Techniker Hinterberger und Weber keine Ausnahme.

Wie soll es mit dem Kleeblatt weitergehen? Trainer Dieter Schulte verwies zwar auf das Fehlen der erfahrenen Ritschel und Seubert, doch ist damit das Kernproblem keineswegs angesprochen. Einmal mehr musste der Fürther Coach bekennen, dass sich seine Mannschaft in einer schlechten Verfassung befindet, und sich kein Wandel zum Besseren abzeichnet. So meinte er denn resignierend: „Wenn es läuft, dann läuft es; wenn es aber nicht läuft, dann läuft es eben nicht." Sicherlich konnte Schulte darauf hinweisen, dass seine Mannschaft „kalt" erwischt wurde. Andererseits hätte man von einer Spielvereinigung Fürth einfach eine entschieden bessere Leistung erwarten müssen.
FSV Frankfurt: Winkler - Schneider, Höfling, Luy, Weninger - Weigert, Etterich, Wohl - Sarroca, Alvarez (81. Bremer), Hofmann - Trainer: Dietmar Schwager
SpVgg Fürth: Löwer - Grabmeier (46. Stempfle), Hütter, Bergmann, Rütten - Pechtold, Orf (39. Baier), Hinterberger, Weber - Klein, Klement - Trainer: Dieter Schulte
Tore: 1:0 Hofmann (4.), 2:0 Hofmann (20.), 3:0 Etterich (59.)
Schiedsrichter: Sahner (Maulburg)
Zuschauer: 3500
Gelbe Karten: Luy
Ist uns ein Fehler unterlaufen oder könnt Ihr weitere Informationen geben?
Dann schreibt uns bitte eine E-Mail!
« zurück