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Saison 1975/1976
11. Spieltag - So., 12.10.1975, 14:30 Uhr
FK Pirmasens - SpVgg Fürth
1:0 (0:0)
Die Kleeblättler begannen, als wären nicht sie, sondern ein zunächst äußerst schwach spielender Gastgeber der Tabellenletzte in des Südens 2. Fußball-Liga. Dass ihr Trainer Cieslarczyk dann doch mit traurigen Augen eine 0:l-Niederlage beklagen musste, lag an dem Unvermögen seiner Stürmer, aus den dicksten Möglichkeiten Tore zu machen. So jagte zum Beispiel Linksaußen Hofmann das Leder aus drei Metern Torentfernung über den Kasten. Der verletzt ins Spiel gegangene Pirmasenser Torhüter Pudelko hatte zuvor eine Grimm-Flanke nur abgeklatscht, Hofmann genau vor die Füße. Trainer Cieslarczyk: „Da war es schwerer drüberzuschießen als einzudrücken."
Die Kleeblättler spielten eine Halbzeit großartig mit. Bergmann zeichnete sich dabei am meisten aus. Doch wenn er nach vorn ging, fehlten die Nebenspieler, die mit seinen Ideen etwas anfangen konnten. Er war der herausragende Mann, und wenn sich seine Mitspieler mehr angestrengt hätten, hätte ihr Trainer nicht zu jammern brauchen: „Es ist eine traurige Wahrheit, dass einige auch heute noch nicht gemerkt haben, wo sie mit dieser Art im nächsten Jahr spielen werden." Kein Vorwurf darf der Fürther Abwehr gemacht werden, die im Gegenteil bester Mannschaftsteil war. Popp zeigte sich als hartnäckiger Verteidiger, bei dem der inzwischen von Bayern München umworbene FKP-Linksaußen Seiler in guten Händen war. Seiler kam nur wenig zum Zuge, meist verfing er sich auch in einer clever gestellten Abseitsfalle. Allein er musste achtmal zurückgepfiffen werden. Fast jeder Pirmasenser Steilangriff war zum Scheitern verurteilt. Jensen hatte mit dem Pirmasenser Neuzugang Müller wenig Mühe, auch wenn der junge Stürmer eifrigster Spieler seiner Mannschaft war. Er schoss am meisten auf das von Löwer gehütete Tor, eine Folge davon, dass Jensen ihn am Schluss vielleicht zu leicht nahm.
„Nicht zu glauben, dass wir dieses Spiel verlieren konnten", meinte Cieslarczyk, und ließ die vielen Chancen seiner Truppe Revue passieren: 5. Min.: Lausen bombt nach Eckball über das Tor; 17. Min.: Heubeck, quirligster Stürmer, mit dem Kohlenbrenner nie zurecht kam, setzte einen Kopfball knapp neben den Pfosten; 28. Min: Efferenn kann eine Heinlein-Flanke nicht verwerten; Heinleins Freistoß in der 30. Min. geht ganz knapp über die Latte, dann scheitert er in der 47. Min. an Pudelko.
Heinlein war eifrigster Schütze im Fürther Team, hatte jedoch wenig Glück. Hofmann und Efferenn waren die größten Enttäuschungen. Sie versagten regelmäßig vor dem Pirmasenser Tor, wenn auch Efferenn mit Jung den stärksten FKP-ler gegen sich hatte. Sicherheit brachte der wieder eingesetzte Schlussmann Löwer ins Fürther Spiel. Er brauchte allerdings keine großen Paraden zu zeigen. Der Pirmasenser Sturm war nur ein „lindes Lüftchen"; was aber auf sein Tor kam, hielt Löwer sicher, bis auf Beichles Fallrückzieher in der 77. Min. An diesem Treffer war der Torhüter schuldlos. Glück hatte er drei Minuten zuvor gehabt, als Weinkauff und Beichle jeweils nur die Latte trafen.
Pirmasens drängte nach der Pause, Fürth zog sich weiter in die Deckung zurück, vergaß aber nicht zu kontern. Nach der FKP-Führung wurden die Angriffe der Fürther noch wütender, aber mit der Brechstange war nichts zu machen, zumal Pirmasens jetzt seinen Vorsprung über die Zeit retten wollte und mit Bernhardt einen weiteren Abwehrspieler aufs Feld brachte. Die größte Enttäuschung auf Pirmasenser Seite war Spielmacher Weinkauff, der mit dem laufstarken Heinlein nicht mithalten konnte.
FK Pirmasens: Pudelko - Tretter, Kohlenbrenner, Jung, Nielsen - Gentes, Beichle, Müller (85. Bernhardt) - Faul (55. Michl), Weinkauff, Seiler - Trainer: Bernd Hoss
SpVgg Fürth: Löwer - Popp, Jensen, Lausen, Bergmann - Grimm, Heubeck, Heinlein - Efferenn (85. Dennerlein), Detsch, Hofmann (85. Unger) - Trainer: Hans Cieslarczyk
Tore: 1:0 Beichle (77.)
Schiedsrichter: Wilhelmi (Konz)
Zuschauer: 3000
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