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Saison 1961/1962
9. Spieltag - So., 01.10.1961, 15:00 Uhr
Waldhof Mannheim - SpVgg Fürth
2:0 (0:0)
Es war verblüffend, mit welcher Eleganz die Fürther zu Beginn dieses Treffens ihre Kombinationen durch die Deckungsreihen der Waldhöfer trugen. In dieser ersten Phase des Spiels beherrschten die „Kleeblättler" eindeutig das Mittelfeld und waren ihrem Gastgeber nicht nur technisch, sondern auch in bezug auf Stellungsspiel und Spiel in den freien Raum um einiges überlegen. Doch diese offensichtliche Überlegenheit war bald vorüber.
Die Waldhöfer fanden sich immer besser mit dem seifigen Rasenboden und dem nassen Ball ab und konterten recht frühzeitig mit gefährlichen Gegenangriffen, die in der Hauptsache von Sinn, Karakurt und Gutperle getragen waren. Doch hatten die Waldhöfer kein Glück bei der von Erhard gut dirigierten Fürther Deckung. Die wenigen Schussgelegenhciten, die die Waldhöfer in der nun ausgeglichener Partie hatten, wurden kläglich vergeben.
Auf der Gegenseite vermochten die Fürther nicht die anfänglich großen Schwächen der Waldhöfer Verteidigung auszunutzen. Schmidt und Schreiner zögerten zweimal bei sehr guten Chancen. Einmal traf Stumptner aus kürzester Entfernung nur die Querlatte, aber auch ein Prachtschuss des besten Waldhöfers, des Außenläufers Klein, verfehlte knapp das obere Toreck. Torhüter Geißler konnte bei einem vorzüglich geschossenen Freistoß von Höfig retten.
Der anfangs gut agierende Fürther Mittelstürmer Perras prüfte zweimal den Mannheimer Ersatz-Torwart Erkenz, doch dieser war auf dem Damm und so ging es ohne Tore in die Pause. Für dieses 0:0 müssen sich die Fürther in erster Linie bei ihrem Stopper Erhard bedanken.
Nach dem Wechsel verlor das Spiel nichts an Flüssigkeit und Schönheit, sowie spannenden Momenten. Doch plötzlich waren die Fürther nicht mehr so bestimmend wie in der ersten Halbzeit. Ihre Außenläufer Ehrlinger und Gottinger waren durch das Steilpaßspiel der Waldhöfer plötzlich überfordert. Die nun beginnende Drangperiode der Waldhöfer führte in der 52. Minute nach einem glänzenden Solo des Herberger-Schülers Lederer durch Gutperle zur 1:0-Führung, die eine Minute später schon durch Sinn auf 2:0 hätte erhöht werden können. Nun gewann das Spiel wieder an Farbe. "Ossi" Schmidt, Stumptner und Perras setzten alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Doch jetzt wartete man vergebens auf die so gekonnten Kombinationszüge. Der Fürther Innensturm verlor sich in Einzelaktionen, mit denen er bei der nun aufmerksamen Waldhof-Verteidigung kein Glück hatte. Das 2:0 erzielte der Mannheimer Linksaußen Diehl nach glänzender Vorbereitung von Rechtsaußen Karakurt, der scharf und flach vor das Fürther Tor geflankt hatte.
Trainer Knoll, der Ex-Nürnberger, hatte Recht als er sagte, dass im Mittelfeld die Kombinationstechnik der Fürther beherrschend und bestechend war. Doch die Durchschlagskraft des Sturms ließ sehr viel zu wünschen übrig.
Trainer Vincze (Fürth) erklärte, dass die Waldhöfer Deckung dieses Spiel gewonnen habe. Er lobte auch den Einsatz der Gastgeber, die sich nun offenbar zu einem guten Mannschaftsspiel gefunden haben. Im übrigen leitete Glatthaar aus Saarbrücken das faire und von beiden Mannschaften mit hohem Einsatz bestrittene schöne Spiel korrekt.

Vorspiel der Reserven: Waldhof Mannheim - SpVgg Fürth 5:3
Waldhof Mannheim: Erkens - Kleber, Preis - Lederer, Höfig, Klein - Karakurt, Gutperle, Schöttle, Sinn, Diehl - Trainer: Adolf Knoll
SpVgg Fürth: Geißler - Bauer, R. Schmid - Ehrlinger, Erhard, Gottinger - Schreiner, O. Schmidt, Perras, Stumptner, Brzuske - Trainer: Jenö Vincze
Tore: 1:0 Gutperle (52.), 2:0 Diehl (62.)
Schiedsrichter: Glatthaar (Saarbrücken)
Zuschauer: 5000
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