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Saison 1960/1961
25. Spieltag - So., 12.03.1961, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - Jahn Regensburg
3:1 (3:1)
Selbst nach mancher Niederlage (es gab in dieser Saison deren sechs!) verließen die Zuschauer nicht so deprimiert den Ronhof wie nach diesem 3:1-Sieg über die bereits zum Abstieg verurteilten Regensburger. Als die Fürther mit zwei Blitzangriffen eiskalt zuschlugen und bereits nach sieben Minuten 2:0 führten, da machte man sich zurecht Hoffnungen auf einen Kantersieg und damit auf eine gewaltige Aufbesserung des Torverhältnisses, das am Ende vielleicht ausschlaggebend für den Klassenerhalt sein kann. Zudem war von der in den letzten Wochen bereits kämpferisch und moralisch angeknacksten Jahn-Elf ja kaum mehr ein nennenswerter Widerstand zu erwarten ...
Aber weit gefehlt. Die Tugenden, wie Einsatz, Spielfreude, Ehrgeiz, die man beim "Kleeblatt" in seiner prekären Lage ganz selbstverständlich voraussetzen durfte, die sah man vom Gegner, für den es praktisch um nichts mehr ging. Dies war das zunächst Deprimierendste an dieser Fürther Elf, die anscheinend glaubte, mit der 2:0-Führung schon ihr Soll erfüllt zu haben. Dass die Ernüchterung auch vom Spielerischen her erfolgte, war ganz natürlich. Ohne Konzeption, ohne Biss und Spielverständnis wurden die restlichen 83 Minuten heruntergeleiert, dem Gegner oft großzügig das Mittelfeld überlassen. Nein, so hart es auch klingen mag, mit dieser Einstellung kann das "Kleeblatt" die Oberliga nicht erhalten!
Ein Glück, dass sich die Achse Geißler-Erhard-Appis der ernsten Situation bewusst war. Die Alten waren Vorbilder, doch kaum einer richtete sich an ihrem Beispiel auf. Bauer-Groß wirkten unkonzentriert, die Außenläufer Fidelak und Stumptner dachten kaum an einen klaren Spielaufbau. Das Jahn-Gespann Gehring-Käufl übertraf sie klar. Der junge Fidelak steigerte sich immerhin nach dem Wechsel. Im Angriff war neben Appis nur Brzuske eifrig, schnell und torgefährlich. Sicher fehlte in einigen Situationen, als der Ball im Regensburger Torraum tanzte, ein bisschen Glück. Doch insgesamt wirkten Schreiner, Schmidt und Schneider erschreckend hilflos.
Ein Kompliment dagegen der Jahnelf (von Spielausschuss-Vorsitzendem Georg Mayer betreut), die in keiner Sekunde an den Abstieg dachte und ihre Freude am Spiel hatte. Torwart Heitzer, bis jetzt immer im Schatten Peter Niemanns, machte kaum einen Fehler. Hinter einer besseren Deckung könnte er in die Liste der überdurchschnittlichen Torhüter aufrücken. Der stärkste Mannschaftsteil war die Läuferreihe, wo Gehring am Ball die alte Clubschule noch beherrschte und Käufl sich als Talent entpuppte. Dagegen hat Dirrigl im Angriff fast alles vergessen, was er im Zabo lernte. Dass Beyerlein - ein geborener Abwehrspieler - als zurückgezogener Mittelstürmer noch die beste Figur machte, sagt alles über die restlichen Jahn-Stürmer.
Die Tore:
1:0: Appis knallt aus 18 Metern hart und trocken in die rechte Ecke.
2:0: Brzuske geht auf und davon, spielt uneigennützig nochmal zu Stumptner ab, erhält den Ball zurück und schießt aus fünf Metern placiert ein.
2:1: Amann läuft ungedeckt in der Mitte durch, Geißler muss aus dem Tor, der Halbrechte hebt über ihn ins Netz.
3:1: "Ossi" Schmidt köpft eine Brzuske-Flanke sicher ein.
SpVgg Fürth: Geißler - Bauer, Groß - Fidelak, Erhard, Stumptner - Schreiner, O. Schmidt, Appis, Schneider, Brzuske - Trainer: Horst Schade
Jahn Regensburg: Heitzer - Duschinger, Grünbeck - Gehring, Fuchs, Käufl - Hallmer, Amann, Beyerlein, Dirrigl, Eralp - Trainer: Georg Mayer
Tore: 1:0 Appis (2.), 2:0 Brzuske (7.), 2:1 Amann (21.), 3:1 O. Schmidt (44.)
Schiedsrichter: Handwerker (Ketsch)
Zuschauer: 4000
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