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Saison 1996/1997
26. Spieltag - Sa., 19.04.1997, 14:30 Uhr
1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther Fürth
1:0 (0:0)
239. Derby

"Das war nicht Regionalliga-Format, sondern Zweitliga-Format", stellte Trainer Armin Veh von der SpVgg Greuther Fürth nach der knappen 0:1-Niederlage seiner Mannschaft im Mittelfranken-Derby beim 1. FC Nürnberg fest. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit war es ein völlig verdienter Sieg der Cluberer. Das muss aus Fürther Sicht neidlos anerkannt werden. Acht Spieltage vor dem Saisonende scheint somit der 1. FCN - der Vorsprung beträgt nun sieben Punkte - die Meisterschaft unter Dach und Fach zu haben. Die Ronhofer bleiben souveräner Tabellenzweiter, müssen in den nächsten Wochen aber noch Punkte sammeln, um sich als zweiter Aufsteiger in Sicherheit wiegen zu können.
Im ausverkauften Frankenstadion gab es eine Begegnung mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Den ersten Ansturm der Gastgeber überstand das Kleeblatt unbeschadet. Die Nervosität und Hektik legten die Fürther dann schneller, aber nicht ganz ab. Auf jeden Fall folgten nach einer halben Stunde einige wenige Konter. So war es gedacht. Der Club sollte stürmen, die Ronhofer wollten kontern. Dass dies nicht ganz nach Plan verlief, lag durchaus auch an der taktischen Disziplin der Gastgeber. 
Allzu schön anzuschauen war die Partie nicht, nicht zuletzt wegen vieler Abspielfehler in den ersten 45 Minuten, doch die Ronhofer konnten durchaus mit einem guten Gefühl in die Pause gehen. Sie waren dabei, sich ein leichtes Übergewicht zu erarbeiten, auch wenn zwingende Torchancen ausblieben.
Möglichkeiten gab es dennoch. Dieter Probst zum Beispiel versuchte es nach knapp einer Viertelstunde mit einem Fernschuss, zielte aber weit über das Tor. Mittelstürmer Frank Türr - Trainer Armin Veh: "Man merkt, dass er aus beruflichen Gründen zur Zeit nicht voll trainieren kann" - setzte sich in der 16. Minute einmal durch. Es folgte eine tolle Flanke, mit der sein Stürmerkollege Alexander Dürr nicht anfangen konnte. Türrs Vorlage auf Thomas Motzke (31.) blieb ebenso ungenutzt, wie sein eigener Kopfball (40.) nach einem schnellen Konter. Die Abwehr stand diesmal gut und ließ kaum Club-Chancen zu.
Das änderte sich nach der Pause. Der 1. FCN wurde stärker und kam nun zu einigen guten Einschuss-Möglichkeiten. Mit einem verunglückten Kopfball von Probst (50.) konnte Jürgen Falter nicht allzu viel anfangen. Einen Kopfball von Frank Baumann (53.) konnte Torwart Andreas Menger nur mit Mühe abwehren.
Drei Minuten später kam Kurth frei zum Kopfball, zielte aber glücklicherweise knapp neben das Tor. In der 59. Minute dann die beste Tat von Menger, als er einen Flachschuss von Armin Störzenhofecker gerade noch mit einer Glanzparade aus der Gefahrenzone bringen konnte. Es brannte lichterloh im Fürther Strafraum.
Nachdem Kurth (67.) bei einem Kopfball wieder an Menger gescheitert war, gab es im Gegenzug den ersten Angriff der Fürther nach der Pause. Der eingewechselte Bernd Müller fand aber in Keeper Goran Curko seinen Meister. Die Entscheidung fiel in der 77. Minute. Marc Oechler zog ab und ließ Menger diesmal keine Chance. Die Führung war aufgrund der vorherigen Szenen völlig verdient. Hoffnung kam beim Kleeblatt kurz in der 79. Minute auf. Spielführer Domenico Sbordone kam im Club-Strafraum zu Fall, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. In der Schlussphase trieb Michael Wiesinger den Club nach vorne. Zunächst scheiterte er an Menger (80.), dann zielte er über das Tor(90.). Letztlich brauchen sich die Ronhofer nicht zu beklagen. In der zweiten Halbzeit boten sie dem 1. FCN zu wenig Gegenwehr. Ihre Kontertaktik klappte überhaupt nicht.
Trainer Armin Vehs Schachzug zu Beginn der zweiten Halbzeit - "Ich wollte damit mehr für die Offensive tun" - klappte nicht. Er nahm Godfried Aduobe vom Platz, weil sich dieser auf der rechten Außenposition nicht durchsetzen konnte. Alexander Dürr nahm seine Stelle ein, Bernd Müller ging in die Sturmspitze. Auch mit dieser Maßnahme stellte sich der gewünschte Erfolg nicht ein. Heiner Dumpert, in der 71. Minute für Jochen Weigl gekommen, konnte ebenfalls für keinen neuen Schwung sorgen. Weigl merkt man übrigens noch an, dass er nach seiner Verletzung noch immer nicht zu seiner alten Form gefunden hat.
1. FC Nürnberg: Curko - Knäbel - Keuler, Halat - Baumann, Hassa, Wiesinger, Störzenhofecker (86. Schneider), Oechler - Kurth, Falter (88. Bürger) - Trainer: Willi Entenmann
SpVgg Greuther Fürth: Menger - Zietsch - Probst, Richter - Aduobe (46. Müller), Sbordone, Weigl (71. Dumpert), Motzke, Radoki - Türr, Dürr (86. Ebner) - Trainer: Armin Veh
Tore: 1:0 Oechler (77.)
Schiedsrichter: Frey (Neu-Ulm)
Zuschauer: 45000 (ausverkauft)
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