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Saison 2000/2001
34. Spieltag - So., 20.05.2001, 15:00 Uhr
Hannover 96 - SpVgg Greuther Fürth
2:1 (1:0)
    Bilder vom Spiel »    

Zehn Fan-Busse, zahlreiche Pkw und Fahrgemeinschaften hatten sich auf den Weg gemacht nach Niedersachsen. Gehofft hatten viele insgeheim, doch noch dabei zu sein beim großen Triumph der SpVgg Greuther Fürth, beim Aufstieg in die Bundesliga – doch das Kleeblatt hielt dem Druck nicht stand, verlor bei Hannover 96, und die Ergebnisse der Konkurrenz hätten den Ronhofern dass Konzept selbst dann verdorben, wenn sie das 34. Saisonspiel gewonnen hätten.
Die 90 Minuten von Hannover, im Zeitraffer gesehen von der Bank des Kleeblatts aus: 15.02 Uhr: Der Anpfiff erfolgt mit zweiminütiger Verspätung. Trainer Uwe Erkenbrecher steht sinnigerweise auf Laufbahn Nummer vier. Ein schlechtes Omen? 15.10 Uhr: Die Kunde vom Führungstor des FCN dringt zur Bank. Bei den Spielern gibt es erst einmal keine Reaktion. Nur Co-Trainer Paul Hesselbach lächelt kurz. 15.11 Uhr: Hannover 96 macht das 1:0. Kopfschütteln bei Erkenbrecher, stummes Entsetzen auf der Bank. 15.18 Uhr: Petr Ruman vergibt die erste Chance zum Ausleich. Erkenbrecher faltet die Hände, als wolle er ein Stoßgebet an den Fußballgott senden.
15.20 Uhr: Nach Rachid Azzouzis Pfostenschuss reißt es auch die Ersatzspieler mit: Sie feuern ihre Kameraden auf dem Platz lautstark an. Erkenbrecher: „Den muss der Rachid doch machen.“ 15.37 Uhr: Erkenbrecher und Hesselbach stecken die Köpfe zusammen, besprechen den ersten Wechsel. Daraufhin schickt Erkenbrecher Ingo Walther zum Warmlaufen. Ingo Walther: „Und jetzt hole ich die Kohlen aus dem Feuer.“ 15.47 Uhr: Schiedsrichter Steinborn pfeift zur Halbzeit. Zu diesem Zeitpunkt ist der Aufstieg in weiter Ferne.
16.05 Uhr: Freistoßchance für 96. Erkenbrecher ruft ins Feld, um die Abwehr zu ordnen. 16.10 Uhr: Fürth meldet sich zurück. Azzouzis Einzelleistung bringt den Ausgleich. 16.13 Uhr: Ralph Hasenhüttl soll Fürth noch in Liga eins schießen. Er löst Francis Kioyo ab. Kioyo verlässt den Platz. Die Enttäuschung steht ihm ins Gesicht geschrieben. 16.18 Uhr: Hasenhüttls Einsatz ist beendet. Nach einem Ellbogencheck gegen Dermech wird er des Feldes verwiesen. Stocksauer und kommentarlos verlässt er den Platz.
16.20 Uhr: Hannover geht erneut in Führung. Fast gleichzeitig fällt in Mannheim das 2:0. Für das Kleeblatt scheint der Traum vom Aufstieg endgültig beendet. 16.30 Uhr: Erkenbrecher bringt Christian Hassa für Mathias Surmann und schickt Mirko Reichel auf die Libero-Position. Petr Skarabela soll sich nun in den Angriff einschalten. 16.37 Uhr: Auf den Anzeigentafel erschient das 2:1 von St. Pauli in Nürnberg. Die mitgereisten Fürther Fans feiern schon mal die Kiez-Kicker. 16.45 Uhr: Schlusspfiff. Erkenbrechers Schlusswort: „O. k. – schade Männer, das war"s.“
Das war es also mit der vierten Spielzeit des Kleeblatts in der Zweiten Bundesliga. Insgesamt konnte man sicherlich zufrieden sein mit dem Auftreten des Teams, auch wenn es in Hannover nicht mehr geklappt hat.
Auffällig war, dass sich die Gemütszustände bei den Fans und den Spielern nach der Partie diametral gegenüberstanden: Während die Anhänger die Mannschaft trotz der verpassten Gelegenheit feierten und damit wohl eindeutig ihre Zufriedenheit mit einer insgesamt durchaus gelungenen Spielzeit bekundeten, waren die Akteure auf dem grünen Rasen doch schwer enttäuscht.
„Irgendwie hatten wir ja doch noch an unsere Chance geglaubt“, lieferte Tormann Günther Reichold die Erklärung, „und dass die Enttäuschung nach einer solchen Niederlage einfach riesig ist, ist normal.“ Dass das Team einfach nicht zu seiner Form fand, wollte Reichold, von Präsident Helmut Hack ob seiner überragenden Leistung verdientermaßen zum „Spieler des Spiels“ erkoren, nicht auf einen irgendwie gearteten Aufstiegsdruck schieben: „Diese Erklärung wäre dann doch zu billig.“
Letztlich gab es in Hannover einen unbefriedigenden Abschluss einer guten Spielzeit. Die „Erfahrung im Aufstiegskampf“, die Reichold vor einigen Wochen reklamiert hatte, hat nun noch zugenommen. Nach dem in diesem Jahr Gebotenen können die Fürther Spieler, wenn sie die erste Leere überwunden haben, doch zufrieden in den Urlaub gehen. Ende Juli geht es weiter in Liga zwei. Schlusswort Günther Reichold: „Da müssen wir das, was wir in dieser Saison falsch gemacht haben, abstellen.“

Jürgen Schmidt und Kurt Hofmann

Hannover 96: Sievers - Dermech, Molata (64. Ballwanz), Amadou - Lala, Linke, Stefulj - Rose - Däbritz, Simak, Kaufman (63. Stendel, 79. Cherundolo) - Trainer: Stanislav Levy
SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Skarabela - Reiter (46. Walther), Sbordone - Ruman, Azzouzi, Surmann (75. Hassa), Reichel, Felgenhauer - Amanatidis, Kioyo (59. Hasenhüttl) - Trainer: Uwe Erkenbrecher
Tore: 1:0 Kaufman (7.), 1:1 Azzouzi (56.), 2:1 Kaufman (64.)
Schiedsrichter: Steinborn (Sinzig)
Zuschauer: 7000
Rote Karten (Gast): Hasenhüttl (60.)
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