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Saison 2000/2001
29. Spieltag - So., 15.04.2001, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SSV Reutlingen
1:0 (0:0)
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Frank Türr, seit langem wieder von Beginn an dabei und bester Fürther in der Offensive, schätzte die Leistung als ,ganz ordentlich" ein und hoffte, „dass wir diesen positiven Ansatzpunkt nun auch nützen". Schlecht war die Begegnung auf trotz Schneeregens gut bespielbarem Boden nicht. „Ein eher durchschnittliches Spiel", wie Fürths Coach Uwe Erkenbrecher richtig formulierte, das von der Spannung lebte. Durchschnitt ist für zwei Teams, die vor der Partie beide noch Chancen auf Platz drei hatten, eigentlich nicht genug. Doch Fürth und Reutlingen passten sich ins Bild ein, dass die Liga momentan in ihrer Gesamtheit abgibt: Keine Mannschaft ist so souverän, dass sie über der Konkurrenz steht.
Also entscheiden Wille, Einsatz und das nötige Quäntchen Glück, und von allem hatten die Kleeblättler dem Aufsteiger aus Schwaben einige Prozent voraus. Denn während die technisch beschlagenen Gäste im Mittelfeld den Ball zwar teilweise recht gefällig laufen ließen, aber die aufmerksame Abwehrkette der Fürther mit Skarabela, Surmann und Reiter kaum in Verlegenheit bringen konnten, hatten die zuweilen zu hektischen Fürther zwar mehr Ballverluste, waren dennoch aber um einiges zielstrebiger.
Schon in der dritten Minute war nämlich die Führung fällig, als Frank Türr Donald Agu narrte, doch Francis Kioyo rutschte beim Anblick der schönen Hereingabe in bester Position weg. Die Kugel schnappte sich Petr Ruman, dessen Flanke Ioannis Amanatidis aus kurzer Entfernung nicht an SSV-Keeper Goran Curko vorbeibrachte.
Zwei große Möglichkeiten innerhalb weniger Sekunden — „da dachte ich, das geht schon wieder so weiter wie zuletzt", mutmaßte Schlussmann Günther Reichold, der, zumindest was die erste Hälfte betrifft, Recht behielt. Fürth meist im Vorwärtsgang, Zählbares sprang aber nicht heraus, vor allem weil Türr die Krönung seiner guten Leistung versagt blieb, als er freistehend aus kurzer Distanz verzog (43.). „Die Fürther wurden nervös, und da haben wir das Spiel ganz gut kontrolliert", hatte SSV-Trainer Armin Veh richtig erkannt.
Reutlingen hatte nun mehr vom Spiel - und Hoffmann freistehend aus zwölf Metern die Führung auf dem Fuß, testete aber in großer Höhe die Festigkeit des Fangnetzes hinter Reicholds Tor. In dieser Phase konnten die Fürther froh sein, das SSV-Torjäger Olivier Djappa gelbgesperrt fehlte. Das Kleeblatt bekam die Spielkontrolle erst zurück, als Erkenbrecher umstellte: Für den wirkungslosen Kioyo und den müden Amanatidis kamen Elberfeld und Rouissi, und nun wurde es wieder besser.
Elberfeld setzte das Signal, als er den obligatorischen Schnitzer Curkos, der wohl nie ein Spiel ganz ohne Fehler durchspielen kann, fast genutzt hätte: Nachdem der Reutlinger Tormann einen Schuss Felgenhauers nach vorne abprallen hatte lassen, schoss Elberfeld aus spitzem Winkel vorbei (66.). Sechs Minuten darauf umkurvte Felgenhauer, der, diesmal wieder auf dem linken Flügel eingesetzt, erst in der letzten halben Stunde zu seiner Form fand, einige Gegner und servierte Elberfeld den Ball zum Siegtreffer.
In der 80. Minute steuerte Ingo Walther, mit Kapitänsbinde für den gesperrten Mirko Reichel, nach schöner Vorarbeit Türrs alleine auf Curko zu, schoss den Keeper aber an. Den Schlusspunkt setzte vehement Elberfeld. Nach weiter Flanke Felgenhauers scheiterte er mit einer krachenden Volleyabnahme an der Querlatte (88.). Insgesamt war der Erfolg der Fürther, die mit Hassa, Boy (verletzt), Sbordone, Hasenhüttl (erkrankt) und Reichel immerhin fünf Stammkräfte ersetzen mussten, sicher verdient.
„Wunderdinge konnte man nach den letzten Wochen von der Mannschaft heute nicht erwarten", so Erkenbrecher, dessen Wunsch dennoch in Erfüllung ging: Das Kleeblatt ist seit Sonntagabend wieder im Rennen. Nicht mehr und nicht weniger, und schwer genug wird es nächsten Sonntag in Stuttgart schon deshalb, weil neben Reichel auch der zweite Organisator im Mittelfeld, Rachid Azzouzi, nach seiner zehnten Gelben Karte zusehen muss.

Jürgen Schmidt

SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Reiter, Skarabela, Walther - Ruman, Surmann, Azzouzi, Felgenhauer - Türr (90 Dekanosidse) - Amanatidis (70. Rouissi), Kioyo (59. Elberfeld) - Trainer: Uwe Erkenbrecher
SSV Reutlingen: Curko - Malchow, Lapaczinski, Traub - Hofacker, Aduobe, Janic - Lexa (85. Sajaia), Becker - Agu (72. Sumiala), Hoffmann - Trainer: Armin Veh
Tore: 1:0 Elberfeld (70.)
Schiedsrichter: Margenberg (Wermelskirchen)
Zuschauer: 4860
Gelbe Karten: Walther, Azzouzi
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