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Saison 2000/2001
27. Spieltag - So., 01.04.2001, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - LR Ahlen
2:4 (0:0)
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Die Warnungen vor LR Ahlen waren berechtigt: Das Team aus dem Münsterland sorgte für ein böses Erwachen aus den Fürther Aufstiegträumen und entführte mit einem 4:2-Sieg die Punkte aus dem Playmobil-Stadion. Gleich vorneweg: Sollte das Kleeblatt am Ende der Saison knapp am Aufstieg scheitern, so war einzig und allein die mangelhafte Chancenverwertung schuld. Gegen Saarbrücken (0:1), in Aachen (0:0) und, auch wenn das Ergebnis deutlich aussieht, auch gestern gegen Ahlen verschenkten die Fürther Siege, die auf Grund der unzähligen Top-Chancen eigentlich problemlos zu holen gewesen wären.
"Die Ahlener sind uns fast ständig hinterhergelaufen. Aber auch heute hat man wieder einmal gesehen, dass uns vor dem Tor einfach die Abgeklärtheit fehlt", musste Kleeblatt-Coach Uwe Erkenbrecher nach dem Schlusspfiff wieder einmal eine inzwischen hinlänglich bekannte Fürther Binsenweisheit von sich geben. Sein Kollege Peter Neururer ("So viel Glück wie heute hat man nur selten") hat nun das mit 20 Punkten in diesem Kalenderjahr erfolgreichste Zweitliga-Team unter seinen Fittichen.
Konnte man Mirko Reichels Lattentreffer bei einem Freistoß aus gut 40 Metern noch als Pech abtun, so war das Auslassen der beiden folgenden Chancen mindestens fahrlässig: Sven Boy kam nach einer Ecke drei Meter vor dem Tor völlig frei zum Kopfball, zielte aber daneben (24.). Und Mathias Surmann hatte nach überlegtem Querpass von Reichel alle Zeit der Welt, sich sechs Meter vor dem Tor den Ball zurecht zu legen, schusserte die Kugel aber dem Ahlener Keeper Dirk Langerbein in die Arme (26.). Ahlen kam in dieser Phase kaum mehr über die Mittellinie. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor der Gäste, doch Zählbares sprang nicht heraus, weil den Fürthern im Strafraum die nötige Ruhe abging.
Das Unheil, das sich zusammenbraute, deutete sich noch vor dem Wechsel an: Nach einem Fehler Nico Sbordones kam Dirk Fengler aus kurzer Distanz zum Schuss, Günther Reichold verhinderte aber, dass sich die Gäste bereits in der Pause über eine Führung freuen durften. Nach dem Wechsel liefen die Fürther den Ahlenern dann naiv in die Falle. Nachdem auch in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff das Anrennen nichts gebracht hatte, versuchten auch die Abwehrspieler, sich ständig mit einzuschalten. So entstanden in der Fürther Abwehr sonst selten gesehene Lücken, die Holger Gaißmayer in der 55. Minute nutzte. Nach Pass von Hamann lief er alleine auf Reichold zu, der beim Herauslaufen ins Straucheln kam, Gaißmayer noch abdrängte, doch der traf fast von der Torauslinie zum 0:1.
Der Treffer hatte die Hausherren geschockt, und warum Erkenbrecher den Gegner im Vorfeld als "abgezockt" lobte, zeigte sich kurz darauf: Petr Ruman hatte gegen den eingewechselten Bamba den Ball bereits erobert, ließ sich die Kugel aber im eigenen Strafraum amateurhaft wieder abnehmen. Bamba passte zu Marc Arnold, und der traf mit vehementem Spannstoß aus 14 Metern (58.). Was folgte, war ein Beweis ungebrochener Fürther Moral: Reichel umspielte nur eine Minute nach dem Anstoß zwei Gegner und hauchte seinen Mannen mit einem satten Schuss aus 17 Metern zum 2:1 wieder Hoffnung ein.
Anstatt nun endlich Ruhe ins Spiel zu bringen, wurden die Aktionen der Fürther immer hektischer, die taktische Disziplin ging immer mehr verloren. Und so konnte Sopic, den Sbordone 30 Meter lang ehrfürchtig begleitete statt Körperkontakt zu suchen, mit einem einzigen Sprint die Abwehr aushebeln und zum 1:3 einschießen. Die Partie nahm nun, passend zum 1. April, fast scherzhafte Züge an, den der Anstoß-Pfiff von Schiedsrichter Schößling war gerade 15 Sekunden verhallt, da jagte Faouzi Rouissi den Ball zum erneuten Fürther Anschluss ins Netz. Zwölf Minuten blieben nun also noch, doch den Schlusspunkt setzte mit Harald Spörl nicht umsonst der erfahrenste Ahlener. Wieder war es der gestern höchst unglücklich agierende Sbordone, der mit einem Einwurf zum Gegner die Ahlener zum Kontern einlud. Feinbier musste nur quer legen, und Spörl lupfte geschickt über Reichold zum 2:4 ein.
Fazit: Zur Leidenschaft und dem großen Wille, den die Fürther gestern zweifellos zeigten, muss schleunigst wieder die Abgeklärtheit in der Defensive hinzukommen. Der gestrige Hurra-Fußball ist zwar schön anzuschauen, nutzt aber nur dann etwas, wenn man einen Torjäger hat, der daraus auch Kapital schlägt. Doch den wird das Kleeblatt bis Saisonende nicht mehr aus dem Hut zaubern können.
SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Boy, Skarabela (68. Rouissi), Sbordone - Surmann, Reichel, Azzouzi, Ruman - Felgenhauer - Kioyo, Amanatidis (78. Hasenhüttl) - Trainer: Uwe Erkenbrecher
LR Ahlen: Langerbein - Schuster, Daschner, Zimmermann - Fengler, Hamann, Sopic - Arnold (61. Spörl) - Feinbier, Gaißmayer (67. Rösele), Vasiljevic (33. Bamba) - Trainer: Peter Neururer
Tore: 0:1 Gaißmayer (51.), 0:2 Bamba (55.), 1:2 Reichel (57.), 1:3 Sopic (73.), 2:3 Rouissi (74.), 2:4 Spörl (88.)
Schiedsrichter: Schößling (Leipzig)
Zuschauer: 8501
Gelbe Karten: Skarabela
Gelbe Karten (Gast): Feinbier, Bamba, Rösele
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