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Saison 2000/2001
25. Spieltag - So., 11.03.2001, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FC St. Pauli
5:1 (2:0)
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„Positive Energie und ein paar zusätzliche Prozent an Leistung“ hatte man sich erhofft in Fürth nach den Turbulenzen um das Trainergespann Erkenbrecher/Hesselbach in den vergangenen Tagen. Das 5:1 (2:0) gestern gegen den FC St. Pauli gibt denjenigen recht, die ein bisschen Aufregung im sonst so betulichen Fürther Ronhof nicht einmal für das schlechteste im Endspurt der 2. Liga halten.
Uwe Erkenbrecher und Paul Hesselbach saßen jedenfalls wieder einträchtig nebeneinander und sahen eine Fürther Elf, die mit dem bisher besten Heimauftritt die Hamburger regelrecht demontierte und nun voll im Geschäft um den Aufstieg ist. „Fürth war uns heute in allen Belangen überlegen“, bekannte ein verbitterter St.-Pauli-Coach Dietmar Demuth, der sich ab der 62. Minute von der Tribüne aus ansehen konnte, wie seine Mannen immer mehr zum Spielball degradiert wurden.
Demuths Verbannung durch den insgesamt schwachen Schiedsrichter Manfred Haupt passte ins Bild eines zwar gut beginnenden, mir zunehmender Spieldauer aber immer schwächer werdenden Tabellendritten. Anscheinend scheint den Kiez-Kickern im Endspurt tatsächlich die Luft auszugehen. Ganz anders die Fürther. Die hatten zwar in den ersten zehn Minuten Mühe, ins Spiel zu finden. „Da waren wir zu nervös und leisteten uns viele Fehlpässe“, wie Trainer Erkenbrecher einräumte. Ab der 25. Minute aber hatten die Platzherren die Partie klar im Griff. Signal war eine erste umstrittene Szene. Francis Kioyo hatte seinen Bewacher Ahlf nach langem Paß von Daniel Felgenhauer einfach überlaufen und eingeschossen, doch aus unerfindlichen Gründen zeigte der weit entfernt stehende Linienrichter ein Foul des Fürther Stürmers an. Der Treffer wurde annulliert, was das Publikum genauso aufbrachte wie die unberechtigte Gelbe Karte gegen Kapitän Mirko Reichel kurz darauf.
Die Fürther waren nun aber endgültig aufgewacht und berannten das Tor der Hamburger. Zunächst scheiterten Christian Hassa und Ioannis Amanatidis noch in bester Position, doch in der 41. Minute wühlte sich der junge Grieche im Kleeblatt-Trikot zwischen drei Hamburgern hindurch und schoss aus fünf Metern zum 1:0 ein. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wollte Referee Haupt seine zweifelhafte Entscheidung bei Kioyos Tor wohl wettmachen, als er bei einem fairen Tackling des Ex-Fürthers Markus Lotter, der Daniel Felgenhauer regelgerecht stoppte, auf den Elfmeterpunkt zeigte. Rachid Azzouzi bedankte sich für die unerwartete Chance mit dem 2:0.
Dieses Tor traf die Hamburger bis ins Mark. „So dürfen wir uns auf keinen Fall mehr präsentieren“, gab der schwache Regisseur Thomas Meggle unumwunden zu. Ohne Ordnung und Spielwitz, dafür aber mit immer größeren Löchern in der Abwehr wurden die Fürther zum Tore schießen förmlich eingeladen. Und die nahmen die Einladung, nun angetrieben vom immer stärker werdenden Felgenhauer dankend an. Zwar ließen Amanatidis und Felgenhauer zunächst noch Erinnerungen an traditionelle Fürther Abschlussschwächen wach werden, als sie aus besten Positionen daneben zielten, doch der Druck auf das Tor der Gäste wurde immer stärker. Nach einem scharfen Freistoß Felgenhauers war es dann St. Paulis Manndecker Scheinhardt, der mit einem strammen Schuss seinem Keeper Weber keine Chance ließ (56.).
Zwar nutzten die Gäste fünf Minuten darauf eine Unachtsamkeit der Fürther zum Ehrentreffer durch Konetzke, doch kurz nachdem Coach Demuth vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt wurde, leistete sich Christian Rahn ein brutales Foul gegen Felgenhauer und sah Rot. Gut, dass sich Felgenhauer dabei nicht genauso verletzte wie Sven Boy, der nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Marcel Rath mit einer tiefen Wunde am Fuß ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Felgenhauer spielte weiter und setzte die Schlusspunkte. In der 71. Minute ließ er mehrere Hamburger stehen und schob überlegt zum 4:1 ein und nach schöner Hereingabe von Kioyo drückte er den Ball zum 5:1 über die Linie (81.). „Die Mannschaft hat heute richtig Gas gegeben. Sie ist körperlich fit und hat die Konzentrationsschwächen, die uns zu Beginn des Jahres Punkte kosteten, abgestellt“, freute sich Uwe Erkenbrecher.
SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Skarabela - Reiter (46. Sbordone), Boy (59. Surmann) - Hassa, Reichel, Felgenhauer - Azzouzi - Ruman, Kioyo, Amanatidis (75. Walther) - Trainer: Uwe Erkenbrecher
FC St. Pauli: Weber - Kolinger - Ahlf, Scheinhardt (64. Stanislawski) - Wehlage (46. Gerber), Lotter, Bajramovic, Rahn - Meggle - Rath, Klasnic (46. Konetzke) - Trainer: Dietmar Demuth
Tore: 1:0 Amanatidis (42.), 2:0 Azzouzi (45., Foulelfmeter), 3:0 Scheinhardt (55., Eigentor), 3:1 Konetzke (61.), 4:1 Felgenhauer (70.), 5:1 Felgenhauer (81.)
Schiedsrichter: Haupt (Mainz)
Zuschauer: 6500
Gelbe Karten: Felgenhauer, Reichel, Reiter
Gelbe Karten (Gast): Meggle, Wehlage, Bajramovic
Rote Karten (Gast): Rahn (67.)
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