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Saison 2000/2001
24. Spieltag - So., 04.03.2001, 15:00 Uhr
Alemannia Aachen - SpVgg Greuther Fürth
0:0
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Nach einem 0:0 fällt es oft schwer, ein Fazit zu ziehen. Nach dem torlosen Remis der SpVgg Greuther Fürth gestern bei Alemannia Aachen war das Gegenteil der Fall: Die Art und Weise, in der die Kleeblättler am Tivoli auftraten, war die Antwort auf die jüngsten Querelen um Trainer Uwe Erkenbrecher.
„Es hat mich gefreut, wie wir hier aufgetreten sind", so ein sichtlich erleichterter Präsident Helmut Hack. „Die Spieler haben bewiesen, dass sie hinter dem Trainer stehen." Er bekam eindrucksvoll präsentiert, dass die verbalen Bekenntnisse pro Erkenbrecher kein inhaltloses Gerede waren.
Die Fürther zeigten ihr wohl bestes Auswärtsspiel der laufenden Spielzeit und scheiterten vor allem in der hervorragenden ersten Halbzeit nur an ihrer altbekannten Schwäche. Vier glasklare Tormöglichkeiten wurden nach perfekt inszenierten Kontern vergeben und wieder einmal ein Sieg verschenkt.
Kapitän Mirko Reichel, der den wegen einer Zahnoperation fehlenden Petr Skarabela glänzend als Libero vertrat, nahm denn auch kein Blatt vor den Mund: „Die heutige Leistung war ein Statement der Mannschaft für den Trainer." Dieser hatte sowohl personell wie auch taktisch einiges verändert, lag damit aber richtig. Die Aachener, zuletzt im Aufwärtstrend, kamen mit der offensiven Ausrichtung der Spielvereinigung nicht zurecht und so erspielten sich die Kleeblättler eine gute Möglichkeit nach der anderen.
In der 6. Minute flankte Ralph Hasenhüttl nach innen und Daniel Felgenhauer scheiterte an Aachens Torwart Andre Lenz, der im Stil eines Handballtorwarts mit dem Fuß parierte. Gut zugespielt hatte den Ball Horst Elberfeld, der nach langer Zeit wieder einmal von Anfang an im Team stand. Drei Minuten darauf rettete der Ex-Kleeblättler Frank Schmidt für seinen Tormann Lenz, als er einen Schuss von Petr Ruman zur Ecke abfälschte. In der 17. Minute war es nach schönem Diagonalpass von Ingo Walther, der auf der rechten Außenbahn eine engagierte Vorstellung bot, erneut Ruman, der zwei Aachener aussteigen ließ, aber in bester Position einen Abwehrspieler anschoss.
Die beste Gelegenheit nach Flanke von Rachid Azzouzi hatte Ralph Hasenhüttl, der völlig frei stehend aus acht Metern am Tor vorbeiziehe (25.). Aachen, in der Defensive unsicher und im Angriff kopflos, konnte sich eigentlich nur auf eines verlassen: die bedingungslose Anfeuerung des fanatischen Publikums. Hätte das Kleeblatt seinem Publikum eine solche Häufung von Unzulänglichkeiten zugemutet, wie die Alemannia in der ersten Hälfte, das Pfeif konzert wäre ohrenbetäubend gewesen. Die 12 000 auf dem Tivoli setzten aber wohl auf das Prinzip Hoffnung, denn es konnte ja nur besser werden.
Damit lagen die Fans teilweise richtig, denn nach dem Wechsel taten die Aachener das, wofür sie bekannt sind: leidenschaftlich kämpfen. Dennoch war dies zu wenig, um die Fürther Deckung, in der ja mit Nico Sbordone ein weiterer Stammspieler fehlte, in Verlegenheit zu bringen. So war der Freistoß von Ugur Inceman in der 89. Minute, der die Latte des Fürther Gehäuses touchierte, die einzige echte Torgelegenheit der Platzherren. Allerdings passten sich die Fürther im zweiten Durchgang dem Aachener Spiel an, verloren ihre klare Linie und versuchten es zu häufig mit zu hohen Bällen. So kam auch das Kleeblatt nicht mehr zu zwingenden Chancen.
Trotzdem: Trainer Uwe Erkenbrecher war nach der Partie zufrieden, denn auch er hatte „ein Bekenntnis der Mannschaft für meine Arbeit" gesehen. Bedauerlich, dass dieses Bekenntnis sich nicht in Treffern ausdrückte. Erkenbrecher: „Leider stimmt bei uns immer noch die Torquote nicht. Wir haben vor allem in der ersten Hälfte sehr guten Konterfußball gezeigt."

Jürgen Schmidt

Alemannia Aachen: Lenz - Bashi, Schmidt, Landgraf, Heeren (32. Caillas) - Lämmermann, Inceman, Berchtold, Müller - Diane, Xie Hui - Trainer: Eugen Hach
SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Elberfeld - Reiter, Boy - Surmann - Ruman (50. Amanatidis), Reichel, Azzouzi, Felgenhauer (83. Türr) - Hasenhüttl (61. Kioyo), Walther - Trainer: Uwe Erkenbrecher
Schiedsrichter: Wezel (Tübingen)
Zuschauer: 12000
Gelbe Karten: Caillas, Reiter
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