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Saison 2000/2001
23. Spieltag - So., 25.02.2001, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FSV Mainz 05
3:1 (1:0)
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Bloß gut, dass der Mainzer Vjekoslav Skrinjar den Fürther Petr Ruman schon nach wenigen Minuten umsäbelte. „In der zweiten Halbzeit, da habe ich so schlecht gespielt, da hätte ich mich nicht mehr zu schießen getraut“, sagte hinterher Rachid Azzouzi schmunzelnd, hatte er den Strafstoß nach Foul an Ruman doch mit Vehemenz zur frühen Führung für die SpVgg Greuther Fürth verwandelt hatte. Azzouzis Galgenhumor sagt vieles über den Verlauf der gestrigen Partie im Playmobil-Stadion. Eine leidlich gute erste Halbzeit und eine extrem schwache zweite Hälfte bekamen die nur 3590 Zuschauer beim 3:1-Sieg der Fürther gegen den nach der gestrigen Vorstellung vollkommen zu Recht abstiegsbedrohten FSV Mainz 05 vom Kleeblatt geboten.
Doch wie das eben so ist im Sport: Den Fürther Fans war es hinterher egal. Denn die zwei weiteren Treffer der SpVgg durch Francis Kioyo (57.) und Ralph Hasenhüttl (81.) sorgten am Ende trotz des Mainzer Anschlusstreffers für einen 3:1-Erfolg, der schon deswegen gefeiert wurde, weil die Kleeblättler mit 36 Punkten erst einmal auf Rang vier vorrückten. Verdient war der Sieg der Fürther auf dem gut präparierten Spielfeld allemal, denn zumindest in der ersten halben Stunde hatten sie den Gast unter Druck gesetzt und auch die eine oder andere schöne Kombination gezeigt.
Pech hatte nach vier Minuten Petr Ruman, anfangs Fürths Bester, dass er per Kopf nur die Latte traf. In der 11. Minute zog er nach feinem 50-Meter-Pass von Azzouzi an seinem Gegenspieler Skrinjar vorbei, der ihn im Strafraum von den Beinen holte. Der umsichtige Schiedsrichter Thomas Frank zeigte zu Recht auf den Punkt und Azzouzi, noch mit dem nötigen Selbstvertrauen, traf. Die Fürther hatten das Geschehen nun im Griff, und bis auf einen Schuss ans Außennetz von Nehrbauer hatten die Gäste nichts zu bieten.
Allerdings: Tun sich die Kleeblättler sonst gerade beim Auslassen von Torchancen besonders hervor, erspielten sie sich diesmal trotz optischer Überlegenheit kaum einmal aussichtsreiche Situationen. Nach dem Wechsel zogen sich die Fürther unverständlicherweise weit zurück. Ob es die Angst war, die knappe Führung wie zuletzt in Oberhausen erneut zu verspielen, sei dahin gestellt. Jedenfalls brachte man die Mainzer dadurch auf die Idee, es auch einmal mit Fußball spielen zu versuchen, und so hatten die Kleeblättler die eine oder andere brenzlige Situation zu überstehen. „Wir haben nach der ganz guten ersten Hälfte völlig den Faden verloren“, räumte Trainer Uwe Erkenbrecher ein, der beklagte, „dass uns in dieser Phase einer gefehlt hat, der die Spielorganisation wieder in die Hand nimmt.“
Ausgerechnet in der Mainzer Drangphase gelang dem Kleeblatt dann das zweite Tor. Der für den diesmal blassen Amanatidis eingewechselte Frank Türr wurde von Gegenspieler Friedrich bei seiner perfekten Flanke aus gebührender Entfernung bestaunt, und Kioyo, von Neustädter allein gelassen, köpfte unbedrängt aus kurzer Entfernung ein. „Aber auch das zweite Tor hat uns keine Sicherheit gegeben“, schüttelte Mathias Surmann, der FSV-Spielgestalter Ziemer meist gut im Griff hatte, den Kopf. Nur Sekunden später nämlich war der gerade eingewechselte Jürgen Kramny auf Kopfballvorlage von Samuel Ipoua zum 2:1 erfolgreich. Nur gut für das Kleeblatt, dass die Rheinhessen einfach zu schwach waren, um die Verunsicherung zu nutzen. Und so machte Hasenhüttl mit seinem fünften Saisontreffer nicht nur alles klar, sondern setzte sich auch an die Spitze der Fürther Torschützenliste. Neben den drei Punkten gab es aus Fürther Sicht noch weiteres Positives: Drei Chancen, drei Tore – eine optimale Chancenverwertung, zu der die Fürther ansonsten kaum einmal fähig sind. Und mit dem Erlanger Björn Schlicke, der für den verletzten Markus Reiter in der 24. Minute zu seinem Profidebüt kam, feierte ein fränkisches Nachwuchstalent einen insgesamt gelungenen Einstand als Manndecker.

Jürgen Schmidt

SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Skarabela - Reiter (29. Schlicke), Boy - Surmann - Ruman, Reichel, Azzouzi, Felgenhauer - Amanatidis (58. Türr), Kioyo (76. Hasenhüttl) - Trainer: Uwe Erkenbrecher
FSV Mainz 05: Wache - Klopp (69. Schuler), M. Friedrich, Neustädter, Skrinjar - Babatz, Schwarz, Ziemer, Nehrbauer (62. Kramny) - Ipoua, Thurk (62. Demandt) - Trainer: Eckhard Krautzun
Tore: 1:0 Azzouzi (12., Foulelfmeter), 2:0 Kioyo (66.), 2:1 Kramny (68.), 3:1 Hasenhüttl (80.)
Schiedsrichter: Frank (Hannover)
Zuschauer: 3590
Gelbe Karten: Felgenhauer
Gelbe Karten (Gast): Thurk, Kramny
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