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Saison 2000/2001
22. Spieltag - Sa., 17.02.2001, 15:00 Uhr
Rot-Weiß Oberhausen - SpVgg Greuther Fürth
2:2 (0:1)
    Bilder vom Spiel »    
Für den „absolut enttäuschten" Trainer Uwe Erkenbrecher war das 2:2 (1:0) der SpVgg Greuther Fürth bei Rot-Weiß Oberhausen „eine mittlere Katastrophe", für Rachid Azzouzi, diesmal bester Mann auf dem tiefen, weil durchnässten Rasen des Niederrheinstadions, „alles für die Katz'". Und in der Tat vergaben die Ronhofer am Samstag nach einer 2:0-Führung erneut die große Chance, engen Kontakt zur Tabellenspitze der Zweiten Fußball-Bundesliga zu halten.
Zwei ausgebuffte Profis drückten der Begegnung den Stempel auf. In der ersten Halbzeit war es der 30-jährige Azzouzi, der angesichts der Vertragsverhandlungen mit Präsident Helmut Hack eines seiner besten Spiele im Kleeblatt-Trikot abgeliefert hat. Das 1:0 (37.) besorgte er mit einem Schuss von der Strafraumgrenze selbst. Der Ball sprang dabei vom Innenpfosten über die Torlinie. Und zum 2:0 (51.) von Francis Kioyo leistete er die entscheidende Vorarbeit. Nach einem gelungenen Zusammenspiel mit Mathias Surmann folgte im RWO-Strafraum der platzierte Rückpass zu dem jungen Riesen aus Kamerun, der aus rund 14 Metern einschoss.
Der zweite „Spieler des Tages" war der zwei Jahre ältere Achim Weber bei Oberhausen. Der Rückkehrer vom VfL Bochum war 80 Minuten lang bestens bei Markus Reiter und Sven Boy aufgehoben, schlug dann aber noch zwei Mal zu. Den Anschlusstreffer zum 1:2 (80.) machte er selbst. Beim 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit lenkte er den Ball entscheidend zu Rene Müller, der das Leder mühelos einschieben konnte. In beiden Szenen wurde der RWO-Fuchs nicht konsequent genug bewacht. Das rächte sich.
Waren die beiden Gegentore unnötig wie ein Kröpf, so hätte das dreiblättrige Kleeblatt schon vorher dem vierblättrigen aus Oberhausen den alles entscheidenden Stoß versetzen müssen. Nach der 2:0-Führung waren die Ronhofer jedenfalls drückend überlegen, doch die Chancenverwertung blieb mangelhaft.
Wurde ein Treffer des eingewechselten Horst Elberfeld (59.) zu Recht wegen Abseits nicht gegeben, so hätte Kioyo (63.) seinen zweiten Saisontreffer erzielen können, als er nach einem schnellen Antritt frei vor dem Tor stand, aber verzog. Und Petr Ruman (72.) umspielte zwar zwei Verteidiger, blieb aber am Torhüter hängen. Ruman bot sich eine weitere gute Möglichkeit (88.), doch mehr als ein Eckball sprang dabei nicht heraus.
Auf der Gegenseite offenbarte sich in der zweiten Halbzeit fast schon Verzweiflung. So eine Viertelstunde vor dem Abpfiff, als Daniel Ciuca nach einem Ausrutscher von Libero Petr Skarabela am Strafraum frei zum Schuss kam, aber völlig überhastet viele Meter neben das bis dahin von Günther Reichold gut gehütete Tor zielte. Dank Weber nahm aus RWO-Sicht das Fürther Waterloo dennoch seinen Lauf. Azzouzi, zehn Minuten vor dem Ende durch Ingo Walther ersetzt, und Kioyo, für ihn kam Ralph Hasenhüttl (78.), waren da nicht mehr auf dem Platz. Der etwas glücklose Ioannis Amanatidis musste schon nach 55 Minuten Elberfeld Platz machen.
Während sich Azzouzi nach dem Abpfiff im ersten Ärger vom Schiedsrichter um den Lohn seiner Arbeit betrogen sah: „Er ließ so lange nachspielen, bis der Ausgleich fiel", war Erkenbrecher zwar ebenfalls enttäuscht, schätzte das Unentschieden aber realistischer ein: „Man muss halt bis zum Schlusspfiff voll konzentriert spielen. So etwas wie heute darf gestandenen Profis nicht passieren."
Zwei wichtige Stammspieler, Verteidiger Nico Sbordone (Oberschenkelzerrung) und Freistoßspezialist Daniel Felgenhauer haben gefehlt. Felgenhauer lag nach einem schweren Bluterguss im Oberschenkel, den er sich im Trainingslager in der Türkei zugezogen hatte, vier Wochen auf Eis. Vor wenigen Tagen hat er zwar wieder das Training aufgenommen, doch Trainer Erkenbrecher traute ihm offensichtlich einen Einsatz noch nicht zu. Dazu der Coach selbst: „Dafür gab es keinen Grund."
Rot-Weiß Oberhausen: Adler - Backhaus - Ratkowski (71. Madzar), Ciuca - Luginger, Scharpenberg (46. Chiquinho), K. Baumann, Hayer, Judt (64. R. Müller) - Obad, A. Weber - Trainer: Gerhard Kleppinger
SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Reiter, Skarabela, Boy - Reichel, Surmann, Azzouzi (79. Walther), Amanatidis (56. Elberfeld), Hassa - Kioyo (74. Hasenhüttl), Ruman - Trainer: Uwe Erkenbrecher
Tore: 0:1 Azzouzi (37.), 0:2 Kioyo (52.), 1:2 A. Weber (80.), 2:2 R. Müller (90.)
Schiedsrichter: Lange (Stuttgart)
Zuschauer: 3054
Gelbe Karten: Ciuca, Hayer
Gelbe Karten (Gast): Azzouzi, Skarabela
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