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Saison 2000/2001
19. Spieltag - So., 28.01.2001, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Saarbrücken
0:1 (0:1)
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Ein Meilenstein sollte sie nach dem Willen von Uwe Erkenbrecher werden, die Partie gegen den 1. FC Saarbrücken. Doch trotz klarer Überlegenheit der SpVgg Greuther Fürth geriet der Gast aus dem Saarland zum Stolperstein und entführte mit einem 1:0-Sieg die Punkte aus dem Ronhof.
„Das war eine unnötige und ärgerliche Niederlage. Wir sind für unseren Einsatz nicht belohnt worden“, bedauerte Coach Erkenbrecher die vergebene Chance, mit dem Tabellendritten Mönchengladbach nach Punkten gleichzuziehen. Zehn Minuten hatten die Fürther gebraucht, um ins Spiel zu kommen, danach waren sie inklusive Nachspielzeit 84 Minuten lang klar überlegen, doch trotz immenser Laufarbeit, großer Moral und bester Chancen gelang gegen die schwachen Saarländer nicht einmal ein Treffer.
Und so reichte den Gästen der verwandelte Foulelfmeter von Manfred Bender (25.) zum zweiten Auswärtssieg in dieser Spielzeit. Nach einem Ausrutscher von Christian Hassa im Mittelfeld hatten die Gäste einen Konter gestartet. Rainer Krieg ließ sich im Strafraum geschickt über das Bein von Mirko Reichel fallen, und Bender traf vom Punkt hart ins rechte Eck – der Siegtreffer für den FCS, dessen Teamchef Thomas von Heesen sich am Rande des Spielfeldes zwar ob der Vorstellung seiner Schützlinge des Öfteren kopfschüttelnd abwendete, der sich aber „trotz einer Spielweise, die ich mir so nicht vorstelle“, über drei Punkte freuen konnte.
Vor allem nach der Führung des Aufsteigers sah man sich zurückversetzt in längst überwunden geglaubte Zeiten Fürther Abschlussschwächen. Zudem hatten die Gastgeber diesmal auch nicht gerade das Glück gepachtet. Zunächst verweigerte Schiedsrichter Florian Kreyer den Fürthern in der 28. Minute eine Foulelfmeter, als FCS-Decker Carsten Hutwelker Ioannis Amanatidis mit beherztem Griff zum Oberschenkel zu Fall brachte.
Kurz darauf traf Petr Skarabela per Kopf nur den Pfosten, stocherte dann aber den Abpraller ins Tor. Allerdings stand Petr Ruman, der die Kugel durch die Beine ins Tor rollen ließ, im Abseits – Kreyer gab den Treffer nicht, obwohl mancher Kollege hier auch auf passives Abseits entschieden hätte.
Kurios und ohne Beteiligung des Unparteiischen dann die dritte nicht verwertete große Möglichkeit der Hausherren: Sekunden vor dem Pausenpfiff hatte Amanatidis Saarbrückens Keeper Eich umspielt und den Ball Richtung Tor befördert, doch plötzlich sprang Francis Kioyo den geschlagenen Saarländern bei und beförderte den Ball von der Torlinie aus zum Entsetzen der bereits jubelnden Fürther über die Latte.
Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Im Gegenteil, die Saarländer igelten sich nun vor ihrem Strafraum vollends ein. Wieder war es Amanatidis, der ein hoffnungsvolles Debüt im Fürther Trikot gab und die Lücken riss. Doch erneut hatte er Pech, als Winklhofer seinen Schuss von der Linie beförderte (54.). Sieben Minuten darauf spielte die Leihgabe vom VfB Stuttgart Christian Hassa mustergültig frei, doch der vergab die beste Gelegenheit der zweiten Hälfte und schoss unbedrängt aus zehn Metern überhastet am Tor vorbei. In der letzten halben Stunde hatte man dann nicht mehr das Gefühl, dass die SpVgg die Begegnung noch würde herumreißen können.
Immer hektischer wurden die Aktionen, und auch Erkenbrechers Maßnahme, mit Türr, Hasenhüttl und Rouissi drei frische Angreifer zu bringen, zahlte sich nicht aus. Selbst als die Saarbrücker in der Endphase nach der Gelb-Roten Karte für Susic – Schiedsrichter Kreyer hatte die zahllosen taktischen Fouls der Gäste viel zu spät mit Karten bestraft – nur noch zu zehnt waren, kam das Kleeblatt zu keinen Torgelegenheiten mehr. 15:3 Ecken standen am Ende zu Buche, jubeln durften aber die Schwarz-Blauen.
Die Probleme der Fürther gegen äußerst defensiv eingestellte Gegner halten also weiterhin an: Genügend Ansatzpunkte für Trainer Erkenbrecher, der gerade die Fürther Probleme in der Offensive so schnell wie möglich beheben will: „Auf die Mannschaft einzuschlagen, bringt nach so einer Begegnung nichts. Aber wir müssen schon sehen, dass wir erfolgreicher spielen“, so der Coach.

Jürgen Schmidt

SpVgg Greuther Fürth: Reichold - Skarabela - Sbordone, Boy - Surmann (64. Rouissi) - Hassa, Reichel, Azzouzi, Ruman - Kioyo (60. Hasenhüttl), Amanatidis (60. Türr) - Trainer: Uwe Erkenbrecher
1. FC Saarbrücken: Eich - Grozavu - Molz, Winklhofer - Cartus (90. Dikhtiar), Hutwelker, Susic, Plassnegger - Bender - Krieg (46. Bartolovic), Choji (79. Stratos) - Trainer: Thomas von Heesen
Tore: 0:1 Bender (24., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Kreyer (Hilden)
Zuschauer: 5524
Gelbe Karten: Reichel, Rouissi -
Gelbe Karten (Gast): Bartolovic, Bender, Winklhofer
Gelb-Rote Karten (Gast): Susic (77.)
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