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Saison 2000/2001
18. Spieltag - So., 17.12.2000, 15:00 Uhr
Chemnitzer FC - SpVgg Greuther Fürth
0:2 (0:1)
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Ruhige Feiertage stehen der SpVgg Greuther Fürth bevor. Nach dem ersten Auswärtssieg der Saison, dem 2:0 gegen den Chemnitzer FC, überwintern die Kleeblättler in Tuchfühlung mit den Aufstiegsplätzen. Kein Wunder, dass Coach Uwe Erkenbrecher nach dem dritter Erfolg unter seiner Regie "unterm Strich sehr zufrieden" war. "Wir haben zwar das Spiel so, wie ich es mir vorstelle, nicht über 90 Minuten hinbekommen, aber insgesamt war der Sieg sicherlich verdient", so der Trainer.
Verdient haben sich die Fürther die drei Punkte vor allem in der ersten Halbzeit. Im Stil einer Heimmannschaft setzten sie den verunsicherten Tabellenletzten unter Druck. Das Signal war schon nach drei Minuten ein Pfostenschuss von Kapitän Mirco Reichel aus 18 Metern. Bereits in der 18. Minute zahlte sich das Engagement aus: Eine Flanke von Petr Ruman lenkte Faouzi Rouissi gefühlvoll und unhaltbar für CFC-Schlussmann Steffen Süßner ins Netz.
Was folgte war ein Sturmlauf der Kleeblättler Richtung Tor des Gastgebers, die Phasenweise kaum mehr über die Mittellinie kamen. Doch während SpVgg-Tormann Ronny Teuber im unwirtlichen sächsischem Vorwinter einsam vor sich hin fror, versäumten es seine Vorderleute, frühzeitig das entscheidende zweite Tor nachzulegen. Wer auswärts den Gegner dermaßen beherrscht, muss einfach mehr zählbares Kapital daraus schlagen.
Und so kam der Fürther Erfolg nach der Pause unnötigerweise noch in Gefahr - einerseits, weil die Gastgeben nach einer Standpauke ihres neuen Trainers Dirk Karkuth wenigstens zu kämpfen begannen, andererseits, weil sich die Kleeblätter ähnlich wie in der Endphase gegen Hannover 96 zu weit nach hinten fallen ließen. "Mit Kräfteverschleiß hatte das aber nichts zu tun", verneinte Uwe Erkenbrecher einen Zusammenhang mit der intensiven Partie gegen Hannover am Donnerstag. Vielmehr kritisierte der Coach, "dass wir die Vorgaben nicht mehr so umgesetzt haben und auch unsere Stürmer nicht mehr für Entlastung sorgen konnten".
Etwas mehr Entlastung kam, als für Ralph Hasenhüttl und Faouzi Rouissi Frank Türr und Francis Kioyo aufs Feld kamen. Türr hatte dann auch zwei Mal den zweiten Fürther Treffer auf dem Fuß; doch einmal zielte er knapp über das Tor, beim zweiten Mal wurde sein Schuss noch abgefälscht und von Süßner kurz vor der Torlinie gehalten. So dauerte es bis zur 86. Minute, ehe der Sieg der SpVgg entgültig feststand. Mathias Surmann wurde am Torraum von CFC-Libero Thomas Laudeley festgehalten. Nachdem von dem diesmal nicht eingesetzten Horst Elberfeld und von Mirco Reichel zuletzt zwei Strafstöße vergeben worden waren, schnappte sich diesmal der eben erst eingewechselte Ingo Walther die Kugel und schob überlegt ein.
"Imponierend", freute sich Erkenbrecher nach der Begegnung, "war für mich aber heute wieder die hohe Laufbereitschaft der Mannschaft. Sie beginnt die neuen Dinge, die ich einbringe, nun umzusetzen, auch wenn verständlicherweise noch nicht alles klappen kann."
Angesichts einer Ausbeute von zehn Punkten, nachdem er die Nachfolge von Benno Möhlmann angetreten hat, blickt Erkenbrecher mit großer Zuversicht in die Zukunft: "Die Mannschaft bringt eine absolut positive Stimmung mit in die Winterpause, und ich muss dem Verein ein Kompliment machen: Er hat ein Team mit Charakter zusammengestellt, und ich bin froh, dass ich mit diesen Spielern arbeiten kann."
Möglicherweise wird sich an der Zusammensetzung dieses Teams vor dem Wiederbeginn im Januar noch etwas ändern. Vizepräsident Wolfgang Gräf, der den beruflich verhinderten Helmut Hack vertrat, kündigte an, "dass wir uns nun zusammen setzen und verschiedene Dinge besprechen werden. Wenn alles passt, kann es schon sein, dass wir auf dem Transfermarkt noch einmal tätig werden."

Chemnitzer FC: Süssner - Laudeley - Schmidt, Franke - Köhler (46. Podunavac) - Renn, Kluge, Oswald, Ivankovic (76. Jendrossek) - Muratovic (32. Kujat), Skela - Trainer: Dirk Karkuth
SpVgg Greuther Fürth: Teuber - Gorges - Boy, Skarabela - Hassa, Reichel, Surmann, Ruman - Azzouzi (83. Walther) - Hasenhüttl (67. Kioyo), Rouissi (56. Türr) - Trainer: Uwe Erkenbrecher
Tore: 0:1 Rouissi (18.), 0:2 Walther (85., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Minskowski (Hanstedt)
Zuschauer: 3850
Gelbe Karten: Renn, Skela
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