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Saison 2000/2001
13. Spieltag - So., 19.11.2000, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - Stuttgarter Kickers
2:0 (0:0)
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Die Kleeblatt-Fans gaben keine Ruhe: Minutenlang riefen sie nach Spielschluss nach Paul Hesselbach, um mit dem Interimscoach zu feiern: Zum Ausstand hatten ihm die Spieler der SpVgg Greuther Fürth einen 2:0-Sieg gegen die Stuttgarter Kickers und damit seinem Nachfolger Uwe Erkenbrecher ein beruhigendes Punktepolster beschert.
Der Jubel nach dem verdienten Erfolg war nicht nur berechtigt, weil die Fürther nun auf Rang sechs geklettert sind. Er zeigte auch, dass sich die Fürther aus den Turbulenzen um den Wechsel von Trainer Möhlmann und Tormann Hain nach Bielefeld sogar gestärkt hervorgegangen sind.
Während Fürths neuer Cheftrainer dem Geschehen von der Tribüne aus folgte, konnte Hesselbach nach der Partie auf eine positive Bilanz verweisen. Sieben Punkte aus vier Spielen sind seine Ausbeute. „Ich muss mich bei der Mannschaft bedanken. Ich bin sehr zufrieden, und das Ergebnis geht insgesamt in Ordnung“, freute sich Hesselbach, der zur Pause in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben musse. Denn die Gastgeber verdienten sich den Erfolg nach pomadigem Beginn durch eine eminente Steigerung erst in den zweiten 45 Minuten.
Vor der Pause agierten die Kleeblättler so, wie man es in der vergangenen Spielzeit bei den vielen torlosen Remis im Playmobil-Stadion zur Genüge gesehen hatte: Wenig Tempo, kaum Risiko, viele Rück- und Quer pässe und kaum Drang zum Tor. Den in der Deckung kompakt stehenden Stuttgartern gelang es zusehends, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen, und hätte Özkan in der 31. Minute den Ball aus kurzer Entfernung nicht weit über, sondern ins von Ronny Teuber erneut zuverlässig gehütete Fürther Tor bugsiert, niemand hätte sich beschweren dürfen. Auf Fürther Seite standen dagegen nur ein Weitschuss von Faouzi Rouissi und zwei Kopfbälle von Horst Elberfeld zu Buche.
Doch nach dem Wechsel änderte sich das Bild völlig. Rachid Azzouzi von der zentralen Deckungsposition nun ins Mittelfeld gerückt, trieb zusammen mit Mirko Reichel die Gastgeber nach vorne. Die Stuttgarter waren von der plötzlichen Wandlung der Hausherren anscheinend so überrascht, dass sie vergaßen, sich zu wehren. „Ich bin richtig sauer auf meine Mannschaft, weil sie vollkommen die Linie der ersten Hälfte verloren hat“, ärgerte sich Kickers-Trainer Rainer Zobel, der auch im siebten Spiel vergeblich auf einen Sieg wartete.
Die Weichen auf Sieg stellte Reichel mit seinem fulminanten Direktschuss aus 18 Metern, der die Unterkante der Latte touchierte und von dort den Weg ins Netz fand – damit wurde der Kapitän für sein Risiko belohnt (53.).
Mut zum Risiko war der entscheidende Faktor im Spiel der Fürther in der zweiten Hälfte. Endlich wurden Zweikämpfe gesucht und mit schnellem Direktspiel die Lücken der Kickers-Abwehr aufgespürt. Das hatte schon in der 56. Minute erneut Erfolg. Christian Hassas Freistoß nutzte Horst Elberfeld per Kopf zu seinem vierten Saisontreffer.
„Wir haben druckvoller gespielt und die Führung berechtigt erzielt“, so Paul Hesselbach, der sich in der Folge beruhigt zurücklehnen durfte. Wie sich die Kickers Mitte der zweiten Hälfte von den Fürthern teilweise vorführen ließen, lässt wenig Hoffnung aufkommen, dass man die Schwaben, die sowieso nur durch den Lizenzentzug von TeBe Berlin in der Liga blieben, im nächsten Jahr noch einmal wird begrüßen können.
Den Fürthern kann man im zweiten Durchgang nur den Vorwurf machen, aus ihrer Überlegenheit nicht weiteres Kapital geschlagen zu haben. Doch Petr Skarabela scheiterte an der Latte (68.) und einige gute Konter wurden nicht konzentriert zu Ende gespielt.
SpVgg Greuther Fürth: Teuber - Sbordone, Azzouzi (79. Walther), Skarabela - Hassa, Surmann (39. Boy), Rouissi, Reichel, Felgenhauer - Türr, Elberfeld (78. Kioyo) - Trainer: Paul Hesselbach
Stuttgarter Kickers: Ramovic - Raspe - Kümmerle, Kritzer - Keuler, Heberle, Weinzierl (78. Ziegner), Fiel (59. Penksa), Minkwitz - Blessin (59. Silvinho), Özkan - Trainer: Rainer Zobel
Tore: 1:0 Reichel (53.), 2:0 Elberfeld (56.)
Schiedsrichter: Voss (Großhansdorf)
Zuschauer: 5500
Gelbe Karten: Azzouzi
Gelbe Karten (Gast): Minkwitz, Weinzierl, Özkan
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