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Saison 2000/2001
2. Spieltag - So., 20.08.2000, 15:00 Uhr
1. FC Saarbrücken - SpVgg Greuther Fürth
2:1 (1:1)
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Teil eins der Mission an der Saar ging daneben. Die SpVgg Greuther Fürth verlor beim Aufsteiger 1. FC Saarbrücken, bei dem sie bereits am nächsten Samstag wieder im Pokal wieder antreten muss, ihr erstes Zweitliga-Auswärtsspiel der Saison mit 1:2 (1:1).
Dass man die Schlappe schon am nächsten Wochenende wieder wettmachen kann, interessierte Trainer Benno Möhlmann herzlich wenig. Er ärgerte sich über eine Niederlage, die zwar nicht unverdient war, aber jederzeit vermeidbar gewesen wäre: „Uns hat heute das Herz und die Entschlossenheit gefehlt, die man auswärts braucht, um zu punkten“, tadelte Möhlmann. Nichts war es also mit der Fortsetzung der Auswärtserfolge der vergangenen Spielzeit. Möglich gewesen wäre zumindest ein Teilerfolg, denn auch wenn die Saarbrücker die Mehrzahl an Ballkontakten hatten, so besaßen die Fürther doch mehr Torgelegenheiten. „Wir haben sicher nicht sehr gut gespielt, aber diese Partie brauchten wir dennoch nicht zu verlieren“, ärgerte sich Kapitän Mirko Reichel. Sicher und kontrolliert wollte das Kleeblatt nach Aussage seines Spielführers antreten, „um den Gegner herauszulocken“. Das gelang zwar, doch im entscheidenden Moment versäumten es die Fürther, mit Tempo in die Spitze zu spielen.
Der Fehleranalyse hätte es wohl nicht bedurft, wenn die Gäste ihre Möglichkeiten zu Beginn genutzt hätten. Hasenhüttl, der insgesamt wenig Bindung zum Spiel fand, ließ sich vom weit herausgeeilten Keeper Eich die Kugel 25 Meter vor dem Tor abjagen; Elberfeld und Felgenhauer scheiterten knapp, ehe die Saarbrücker nach einer Viertelstunde ihre erste Gelegenheit hatten. Seltsamerweise kamen die Fürther meist bei Standardsituationen in Verlegenheit. Und das, obwohl sie in der Deckung klare Größenvorteile hatten. Die Folge war das 1:0 für den Aufsteiger nach einer Freistoßflanke von Manfred Bender. Der kleine Choji sprang am höchsten und lenkte die Kugel ins Netz. Die Saarbrücker versuchten sich nun, angetrieben von den euphorischen 18 000 auf den Rängen, in der Fürther Hälfte festzusetzen. Doch dabei vernachlässigten sie die Defensive, was die Gäste in der 31. Minute nutzten. Horst Elberfeld stahl sich im Rücken der schwarz-blauen Abwehrspieler frei. Felgenhauer spielte den Angreifer punktgenau an, der den Ball zum Ausgleichstreffer über Eich ins Tor hob. Der Treffer schockte die Platzherren, doch die Fürther versäumten es, noch vor der Pause nachzulegen.
Abschnitt zwei begann zäh auf beiden Seiten. Die schwüle Hitze an der Saar lähmt die Aktionen beider Teams. Zwar erarbeiteten sich die Gastgeber nun Feldvorteile, doch bis auf einen von Hassa geblockten Choji-Schuss hatten sie keine Torgelegenheiten. „Aus einer nicht besonders zwingenden Situation“ (Möhlmann) machten die Saarländer den Siegtreffer. Bender flankte nach innen. Bartolovic stahl sich an Boy vorbei und schoss im Fallen ein – ein vermeidbares Tor, das zu einer vollkommen unnötigen Niederlage führte, denn mit zunehmender Spieldauer wurden die Fürther überlegen.
Zu Recht aber hatte Trainer Möhlmann hinterher die fehlende Entschlossenheit kritisiert. Zu viele Querpässe und zu wenig Mut bei Dribblings verhinderten, dass das Kleeblatt den Rückstand noch egalisieren konnte. So reichte es nur noch zu einer einzigen Chance von Frank Türr, doch der für Hasenhüttl in der Pause gekommene Stürmer köpfte nach Ruman-Flanke knapp vorbei. Auf der anderen Seiten hätten aber auch die Gastgeber bei einigen Überzahlkontern das dritte Tor erzielen können. Was aber doch des Guten für den Neuling nach fünfjähriger Zweitliga-Abstinenz zu viel gewesen wäre. Trotzdem freute sich Saarbrückens Trainer Klaus Toppmöller über „einen Sieg gegen eine starke Auswärts-Mannschaft“ und nach dem 0:0 in Gladbach über „vier Punkte gegen Top-Teams der Liga“.

Jürgen Schmidt

1. FC Saarbrücken: Eich - Groszavu - Tieku, Susic - Hutwelker, Muschinka, Toppmöller (70. Echendu), Bender (84. Dikhtiar), Musa (70. Molz) - Choji, Bartolovic - Trainer: Klaus Toppmöller
SpVgg Greuther Fürth: Hain - Skarabela - Boy (77. Ruman), Gorges - Hassa, Sbordone, Rouissi (66. Lamptey), Reichel, Felgenhauer - Elberfeld, Hasenhüttl (46. Türr) - Trainer: Benno Möhlmann
Tore: 1:0 Choji (25.), 1:1 Elberfeld (31.), 2:1 Bartolovic (57.)
Schiedsrichter: Meyer (Braunschweig)
Zuschauer: 18000
Gelbe Karten: Tieku
Gelbe Karten (Gast): Gorges
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