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Saison 1974/1975
1. Spieltag - Sa., 03.08.1974, 15:30 Uhr
SpVgg Fürth - FK Pirmasens
1:1 (0:1)
Der Weg zu einer guten Position in der Südgruppe der Zweitliga führt nur über die Vereine aus dem Südwesten. Das ist die Quintessenz auch aus der 1:1-Premiere gegen den FK Pirmasens im Ronhof. Speziell auf das Kleeblatt bezogen: es hat noch eine Durststrecke vor sich, wenn es im Kreis zahlreicher Klubs mit aufblühen will.
Nach taktischen Gesichtspunkten hätten die Gäste in dieser recht flotten und trotz vier gelber Karten (Schülke, Ammon, Klump, Michl) alles andere als pickelharten Vorstellung gewonnen. Ihr Konzept drückte dem Hitze-Spiel in vielen Phasen den Stempel auf. Da war die Torsicherung, praktiziert unter weitgehender Aufgabe, aber schneller Uberbrückung des Mittelfeldes. Von den vier Angreifern verursachten Krauth, der von Schülke besser als von Lausen, von keinem aber perfekt kontrolliert wurde, und der Excluberer Michl den meisten Wirbel. Außerdem kam bei Bedarf fast jeder Spieler dieser disziplinierten Truppe in der Offensive zur Geltung. Die FKP-Abwehr war mit herkömmlichen Fürther Kurzpässen nicht zu knacken. Nur Torwart Pudelko zeigte gelegentlich Schwächen.
Ein Besucher meinte, das sei die beste Vorstellung der Fürther seit langem gewesen. Er hat die Abschiedsvorstellung aus der Regionalliga in Hof nicht gesehen, die qualitativ höher einzuschätzen ist. In den ersten 20 Minuten kamen die Hoffmann-Schützlinge tatsächlich groß ins Spiel. Heubeck allerdings hatte nicht die volle Kraft mitgebracht und hielt sich außerdem nicht konsequent an die von Hoffmann gepredigte Platzdisziplin. Allroundspieler Heinlein, für ihn später eingesetzt, setzte auf rechts keine neuen Akzente. Hofmann auf der anderen Seite wurde lange zu wenig bedient. Unger riskierte viel lieber etwas auf eigene Faust, schlug dem Dänen Nielsen auch manches Schnippchen, aber als Vollstrecker nutzte er, mit den meisten Möglichkeiten ausgestattet, nichts. Die Versuche seiner übrigen Kameraden blieben im Schußansatz zu zaghaft — wie gehabt. Nur Hofmann deutete an, welchen „Hammer" er besitzt. Wenn der öfter genau trifft, kann er eine entscheidende Figur werden. Der Ex-Regensburger Bopp ist ein Kämpfertyp. Er rennt nach jedem Ball und sein herrliches Tor deutete an, wieviel Energie in ihm steckt.
Bergmann hatte genau wie sein Antipode und FKP-Spielmacher Weinkauff „lange Leine". Er nützte den Vorteil nicht konsequent. Noch scheint ihm ein Stück zu seiner optimalen Form zu fehlen. Lausen kam mit der Mittelfeldrolle nur im Abwehrpart zurecht. In der Außenverteidigerrolle, hatte er Ärger mit Krauth. Sein Tausch mit Schülke brachte nach der Pause neuen Schwung. Er wurde zum guten Beispiel für manchen jungen Dreiviertelprofi.
Gegen die Fürther Abwehrkette gab es einschließlich des wieder voll auf dem Posten befindlichen Löwer lange nichts zu sagen. Später allerdings deutete schon das kletternde Eckenverhältnis (10:5 für FKP) Ungereimtheiten an. So gab es Mißverständnisse zwischen Löwer und seinen Vorderleuten, die der Keeper mit Glück selbst bereinigte. Ammon, der in der Offensive nicht ankam, muß da die Libero-Zügel etwas straffer führen.
Bleibt noch eine kritische Anmerkung: zuviele Stationen gibt es noch auf dem Weg zum gegnerischen Tor.
SpVgg Fürth: Löwer - Schülke, Schöpe, Ammon, Klump - Lausen, Bergmann, Unger - Heubeck (46. Heinlein), Bopp, Hofmann - Trainer: Alfred Hoffmann
FK Pirmasens: Pudelko - Tretter, Jung, Gentes, Kohlenbrenner - Nielsen, Beichle, Weinkauff - Michl, Erhart (66. Seiler), Krauth - Trainer: Bernd Hoss
Tore: 0:1 Beichle (36.), 1:1 Bopp (56.)
Schiedsrichter: Greiner (Ulm)
Zuschauer: 4000
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