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Saison 1974/1975
4. Spieltag - Sa., 24.08.1974, 15:30 Uhr
Waldhof Mannheim - SpVgg Fürth
2:0 (1:0)
Nichts zu bestellen hatte die SpVgg Fürth beim zweiten Auswärtsspiel mit einer 0:2-Niederlage in Waldhof. Auch die „Neunkirchen-Taktik" blieb wirkungslos. Die „Waldhof-Buben" waren einfach zu stark für die Kleeblättler. Das war die große Überraschung: Waldhof, in den vergangenen Jahren nur durch Kampfgeist aufgefallen, mitunter sogar recht anangenehm, bat sich spielerisch bedeutend verbessert.
Dennoch: trotz klarer Überlegenheit gegen die anfangs superdefensiv eingestellten Fürther bedurfte es zum Waldhofer Sieg kurioser Treffer. Beim 1:0 in der 17. Minute fälschte der drangvolle Mittelstürmer Bartels einen Weitschuß des immer wieder mit nach vorne stoßenden Libero Sebert (Abwehrarbeit hatte er bei Fürths Taktik bis zur Pause kaum zu leisten) mit dem Schienbein ab, unerreichbar für Löwer, der bereits in der anderen Ecke gelegen war. Beim zweiten Treffer nach dem neunten Eckball (60. Minute) behinderten sich Ammon und Löwer gegenseitig, Böhni köpfte gegen den Pfosten und war kaltblütig genug, das zurückspringende Leder einzudrücken. Fünf Minuten später machte Löwer, der - vom zweiten Tor abgesehen - ausgezeichnet hielt, einen scharf geschossenen Strafstoß Seberts zunichte. Lausen hatte den durchgebrochenen Böhni im Strafraum gelegt.
Was sich beim Südwestmeister Borussia Neunkirchen als erfolgreich erwiesen hatte, ging in Waldhof daneben. Schülke, wieder mit der Nummer 11 auf dem Rücken, spielte eine Art „Feuerwehrmann", doch bei den brandgefährlichen Chio-Leuten kam er nur selten dazu, zu löschen. Da mit Heubeck und dem überaus zaghaften Hofmann nur zwei Sturmspitzen vorhanden waren - Bopp spielte im Mittelfeld -, stürmten die Waldhof-Abwehrrecken unentwegt mit, ließen das Fürther Spiel erst gar nicht zur Entwicklung kommen. So kam das verstärkte Fürther Mittelfeld nicht wie gewohnt in Schwung. Den besten Eindruck hinterließ noch Schülke.
Als Bopp im zweiten Durchgang schließlich „Spitze" spielte, wurden seine übertriebenen Dribbelversuche von dem unerbitltichen Vorstopper Jovanic rigoros unterbunden. So blieb als einziger „echter" Stürmer Fritz Heubeck übrig, der wenigstens dann und wann etwas Unruhe in die Waldhof-Hintermannschaft brachte. Es war sein und seiner Mannschaft Pech, mit dem früheren Freiburger Mittelstürmer Schnitzer den besten Spieler des Feldes zum Gegner zu haben. Der blonde Hüne „marschierte" 90 Minuten lang, so daß Heubeck seine meiste Kraft aufbieten mußte, Schnitzer nicht davonlaufen zu lassen. Immerhin kämpfte Heubeck, was man höchstens noch von Schöpe (gegen Torjäger Bartels — so einen besitzt Fürth nicht), Ammon, der nach dem 2:0 den Liberoposten aufgab, jedoch ohne Präzision auf des Gegners Tor schoß, und Klump sagen kann.
Insgesamt vermißte man bei den Kleeblättlern In Waldhof jenen Kampfgeist, der die Mannschaft im Heimspiel gegen Röchling Völklingen auszeichnete. Profi-Einstellung nachzuweisen, bleibt der Elf am Mittwoch im Ronhof gegen SV Darmstadt 98 vorbehalten.
Waldhof Mannheim: Pradt - Förster, Jovanic, Sebert, Schnitzer - Rohr, Mießmer, Schneider (74. Duttenhofer) - Böhni, Bartels, Höß (55. Schrodt) - Trainer: Philipp Rohr
SpVgg Fürth: Löwer - Lausen, Schöpe, Ammon, Klump - Bergmann (46. Detsch), Unger, Schülke - Bopp (74. Heinlein), Heubeck, Hofmann - Trainer: Alfred Hoffmann
Tore: 1:0 Bartels (17.), 2:0 Böhni (60.)
Schiedsrichter: Gaus (Empfingen)
Zuschauer: 7000
Gelbe Karten (Gast): Bergmann
Besondere Vorkommnisse: Löwer hält Foulelfmeter von Sebert (65.)
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