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Saison 1974/1975
6. Spieltag - Sa., 31.08.1974, 15:30 Uhr
Karlsruher SC - SpVgg Fürth
1:0 (0:0)
Eine Prise Glück und ein Quentchen Cleverness fehlten der SpVgg Fürth, um ihr Vorhaben zu verwirklichen, beim Spitzenreiter Karlsruher SC einen Punkt zu entführen. Die 0:1 (0:0) Niederlage deutet nicht nur vom Ergebnis her auf eine achtbare Partie der Kleeblätter sie zeigte tatsächlich eine beträchtliche Steigerung in spielerischer und auch kämpferischer Beziehung.
Kein Zweifel auf Grund der zweiten Spielhälfte war der KSC-Sieg verdient. Dessen ungeachtet wäre dieser KSC durchaus verwundbar gewesen. Das ist die Misere des Fürther Spiels troth gefälliger Kombinationen und herausgespielter Chancen „klingelt" es nicht in des Gegners Gehäuse.
In Karlsruhe verzichtete Trainer Fred Hoffmann möglicherweise nach den schlechten Erfahrungen von Waldhof — darauf, die Abwehr durch einen „taktischen Außenstürmer" zu verstärken. Der für den verletzten Heubeck (er muß mit geschwollenem Knöchel und lädiertem Oberschenkel das Bett hüten) eingesetzte Heinlein stürmte mit, war keineswegs nur in der Abwehr zu finden. Bopp wirkte im Angriffszentrum ungewöhnlich aktiv, schlug seinem Bewacher Komorowski manches Schnippchen, doch fehlt ihm im entscheidenen Augenblick die Entschlußkraft. Ähnliches gilt von Linksaußen Hofmann, der seinen Gegenspieler Radau wiederholt versetzte. Er erhielt zu seinem 23. Geburtstag von Radau nach einer Stunde Spielzeit ein ungewöhnliches „Geschenk", einen klassischen Magenhaken, als sich der Ball in der anderen Hälfte befand und der Schiedsrichter diesen Vorfall nicht sehen konnte.
In der Abwehr rehabilitierte sich Libero Ammon nach zwei überaus mäßigen Partien mit einer abgerundeten Leistung. So möchte man ihn immer sehen: mit Einsatz und Ubersicht, genauem Abspiel selbst in bedrängten Situationen und mit wuchtigen Schüssen auf des Gegners Tor. Hier hatte KSC-Schlußmann Wimmer zweimal große Mühe, zu klären. Das Gegenstück dazu in Fürths Team: Erich Unger. Abermals brachte er fast nichts zuwege, wirkte kraftlos. Es bleibt vorerst noch ein Rätsel, weshalb der Mann, der schon solch prachtvolle Partien lieferte, nicht in Schwung kommen kann. Schöpe hielt sich gegen Torjäger Hoffmann überraschend gut. Nur einmal kam der Karlsruher 200 000-DM-Einkauf ungehindert zum Zug (57. Minute), doch sein prächtiger Kopfball klatschte von der Latte zurück.
Schiedsrichter Quindeau, Ludwigshafen, vermochte nicht zu überzeugen. Als Torwart Löwer in der 25. Minute im Luftkampf Hoffmann festhielt, schwieg seine Pfeife. Aber in der 48. Minute, als sich Berger theatralisch im Strafraum fallen ließ., nachdem ihm Schöpe den Ball abgenommen hatte, verhängte er einen Strafstoß, den Schaffner unkonzentriert über die Latte jagte.
Lausen hatte mit Vogel wenig Mühe, kam jedoch in Schwierigkeiten, als er sich nach 50 Minuten mit dem quirligen Kling auseinandersetzen mußte. Ähnlich war es bei Klump. Lange Zeit machte Berger kaum einen Stich. Erst als er sich von dem Exstuttgarter provozieren ließ, sah er schlechter aus. Bergmann scheint sich wieder in aufsteigender Form zu befinden, Schülkes Arbeitseifer war zu bewundern. Von den eingewechselten Akteuren bemühte sich Detsch, das Spiel in Fluß zu halten, während Heinz Popp am linken Flügel keine Bindung fand.
Auch wenn Karlsruhe die dritte Niederlage in einer Folge brachte, so spielte die SpVgg Fürth doch entschieden besser als in Waldhof oder daheim gegen Darmstadt. Das läßt auf einen Umschwung hoffen. Doch was nützen gefällige Ballpassagen im Mittelfeld, wenn spätestens am gegnerischen Strafraum alles zu Ende ist. Ein Königreich für einen, der Tore machen kann; Fürth wird sich einen suchen müssen ...
Karlsruher SC: Wimmer - Radau, Komorowski, Schäffner, Ulrich, Trenkel, Fuchs, Kübler - Berger, Hoffmann, Vogel (51. Kling) - Trainer: Carl-Heinz Rühl
SpVgg Fürth: Löwer - Lausen, Schöpe, Ammon, Klump - Schülke, Bergmann, Unger (65. Detsch) - Heinlein, Bopp, Hofmann (65. Popp) - Trainer: Alfred Hoffmann
Tore: 1:0 Berger (58.)
Schiedsrichter: Quindeau (Ludwigshafen)
Zuschauer: 12000
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