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Saison 1974/1975
21. Spieltag - So., 26.01.1975, 14:30 Uhr
SpVgg Fürth - Borussia Neunkirchen
0:2 (0:0)
Die Spieler kämpften noch verzweifelt um den Ball doch die meisten Zuschauer waren schon auf dem Heimweg. Vor fast leeren Rängen versuchten Fürths Kleeblättler gestern nachmittag in den letzten 420 Sekunfen die 0:2 Niederlage ungeschehen zu machen, die Borussia Neunkirchens Halbstürmer Johann in der 83. Minute besiegelt hatte. Die Kleeblatt-Fans waren nach den Tor sang- und klanglos abmarschiert.
Trotzdem gab es für die Akteure des von Krisen geschüttelten dreifachen Deutschen Meisters kaum Pfiffe: Denn daß sie gekämpft, im Mittelfeld streckenweise sogar brilliert hatten, konnte ihnen keiner der 4000 Zuschauer absprechen. Fast 90 Minuten lang berannten die Schützlinge von Fred Hoffmann das Neunkirchener Tor und holten 17:6 Ecken heraus. Doch vor der Angst, einmal richtig aufs Tor zu schießen, konnten sie sich war es mit der Schönheit am Ende.
Und das Pech blieb den Fürthern genauso treu wie bei den unglücklichen Auswärtsniederlagen in Saarbrücken und Pirmasens: Dreimal war der keinesfalls sehr sichere Neunkirchener Keeper Ertz schon geschlagen — und dreimal konnten seine Verteidiger noch auf der Linie für ihn retten.
Südwestmeister Borussia Neunkirchen—in der Vorrunde auf eigenem Platz von den Fürthern noch fast sensationell mit 1:0 besiegt — hatte die Kleeblättler mit konsequenter Defensiv-Technik schon bis zur Pause nervös gemacht. Wie gefährlich sie kontern können zeigten die Gäste dann in den zweiten 45 Minuten: Zweimal noch konnte Fürths Torhüter Peter Löwer mit Prachtparaden gegen den blitzschnellen Mittelstürmer Schmidt retten — aber als dann auch seine eigene Abwehr dem Gegner Schützenhilfe leistete, war Löwer machtlos:
• 54. Minute: Fürths Vorstopper Lausen legte dem Gästestürmer Schauß den Ball geradezu mustergültig vor und der drosch aus 20 Metern zum 1:0 ein.
• 83. Minute: Neunkirchens Halbstürmer Johann kam im Strafraum zum Schuß und , Fürths Verteidiger Klump fälschte den Ball so unglücklich ab, daß Löwer keine Chance mehr hatte. Der Rest war Traurigkeit. Fred Hoffmann: "Soviel Pech
und Nervosität habe ich selten erlebt. Wir sind gerannt und haben gekämpft. Und dann kommen zwei so unglückliche Tore."
Neunkirchens Trainer Erwin Türk wollte von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft trotzdem nichts wissen: „Unsere konsequente Kontertaktik hatte Erfolg. Da nützt es den Fürthern nichts, daß sie optisch überlegen waren."
Fred Hoffmann hofft jetzt nur noch, daß er beim nächsten Heimspiel gegen Waldhof Mannheim seinen Mittelstürmer Bajlitz wieder einsetzen kann, der wegen einer Magenverstimmung zur Zeit das Bett hüten muß.
SpVgg Fürth: Löwer - Klump, Lausen, Bergmann, Jensen - Heinlein, Detsch (60. Popp), Unger - Heubeck (67. Dennerlein), Ruhdorfer, Hofmann - Trainer: Alfred Hoffmann
Borussia Neunkirchen: Ertz - Alt (46. Schley), Bischoff, Heß, Lang - Brinsa, Schauß, Eichhorn - Johann, Schmidt, Wilhelm (75. Reuther) - Trainer: Erwin Türk
Tore: 0:1 Schauß (55.), 0:2 Johann (85.)
Schiedsrichter: Dreher (Darmstadt)
Zuschauer: 4000
Gelbe Karten: Ruhdorfer
Gelbe Karten (Gast): Alt
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