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Saison 1974/1975
26. Spieltag - Sa., 08.03.1975, 15:30 Uhr
FC Schweinfurt 05 - SpVgg Fürth
0:0
Die Spieler vollführten Freudentänze, Trainer Fred Hoffmann schmunzelte zufrieden und der Fürther Vereinskassier ist gut beraten, wenn er für den nächsten Samstag ein paar Aushilfskräfte anheuert: Zum vierten Mal hintereinander spielten die Kleeblätter am Wochenende Favoritenschreck, entführten dem Tabellenzweiten Schweinfurt mit dem 0:0 einen goldenen Punkt und dürfen sich nun für das Lokalderby gegen den 1. FC Nürnberg ohne übertriebenen Optimismus einen neuen Zuschauer-Rekord erwarten. Hoffmann: „Jetzt kann der Club kommen, wir sind sehr ruhig."
Die zu erwartende Superkasse versöhnte den Fürther Coach mit der schwachen Leistung des Schiedsrichters Schaffner aus Nußloch, der den Fürthern einen klaren Elfmeter versagte: Als Schweinfurts „braune Perle" Rodekurth 60 Sekunden vor dem Abpfiff im Strafraum dem Kleeblatt-Rechtsaußen Heubeck von hinten die Beine wegzog, wurde es im Willi-Sachs-Stadion mucksmäuschenstill — doch den Pfeifenmann verließ der Mut und er gab statt Strafstoß einen Abschlag.
Trotzdem: Daß sie den übernervösen Schweinfurtern „nur" ein 0:0 abtrotzten, mußten die Fürther nicht allein dem Schiri, sondern auch sich selbst zuschreiben. So verbissen die Kleeblättler nämlich immer wieder die Schweinfurter Angriffe abblockten — wenn sie konterten, zeigten
die Hoffmann-Schützlinge bei weitem nicht das Schußkönnen wie beim 4:2-Sieg über Tabellenführer KSC eine Woche zuvor. Bopp, Hofmann und Lausen vergaben todsichere Torchancen.
Auch den Fürthern stand allerdings einmal das Glück zur Seite: Bei einem wahren Hammer von Lothar Emmerich in der 11. Minute wäre Kleeblatt-Torhüter Löwer machtlos gewesen — der Pfosten rettete für ihn.
Was die „Emma" in den restlichen 80 Minuten zeigte, machte einem ehemaligen Nationalspieler weniger Ehre: Dreimal trat er hinter dem Rücken des Schiedsrichters Fürther Spieler zusammen und genauso oft krümmte er sich provozierend am Boden, ohne daß ihn ein Kleeblättler vorher auch nur berührt hätte.
Fred Hoffmann: „Die Emma hat offensichtlich immer noch einen Freibrief."
Schweinfurts Trainer Istvan Sztany wollte nichts davon wissen, daß seine Elf schwach gespielt hätte: „Wir waren so gut wie es der Gegner zugelassen hat. Und diese Fürther Elf kann jede Mannschaft schlagen."
FC Schweinfurt 05: Dramsch - Thaumüller, Pöhnl, Brunnhuber, Stosberg - Rodekurth, Aumeier (70. Boden), Raubold - Skrotzki (60. Rother), Emmerich, Seubert - Trainer: Istvan Sztani
SpVgg Fürth: Löwer - Klump, Lausen, Bergmann, Jensen - Bopp, Heinlein, Unger - Heubeck, Ruhdorfer, Hofmann - Trainer: Alfred Hoffmann
Schiedsrichter: Scheffner (Nußloch)
Zuschauer: 10000
Gelbe Karten: Stosberg, Emmerich
Gelbe Karten (Gast): Klump, Jensen
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