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Saison 1974/1975
34. Spieltag - So., 11.05.1975, 15:00 Uhr
VfR Heilbronn - SpVgg Fürth
0:1 (0:0)

Die Spielvereinignng Fürth bat den Kampf um den Erhalt der zweiten Liga Süd noch nicht aufgegeben. Beim ebenfalls in Abstiegsnöten befindlichen VfR gelang ihr ein überaus wertvoller 1:0-Sieg, der in Ronhof neue Hoffnungen aufkommen läßt. Die Fürther haben jetzt sogar wieder die Chance, sich aus eigener Kraft zu retten.
Das Tor des Tages fiel in der 80. Minute, als Bergmann einen Angriff der Heilbronner abgefangen hatte, das gesamte Feld unwiderstehlich überlief, zu Gerhard Bopp passte, gegen dessen Scharfschuß aus kurzer Entfernung sich der ausgezeichnete Hrynda vergeblich streckte.
Dieser Sieg wurde zum persönlichen Triumph für Fürths leidgeprüften Trainer Fred Hoffmann. Wie berichtet, waren bei der Spielvereinigung Fürth Bestrebungen im Gange gewesen, dem erfahrenen Coach mit Udo Lattek einen Mann der bundesrepublikanischen Trainer-Creme vor die Nase zu setzen.
Natürlich kannte der frühere VfR-Trainer seine ehemaligen Schützlinge aus dem Effeff. Entsprechend hatte er seine Fürther Mannschaft eingestellt. Als der von dem hart einsteigenden Kubasic wiederholt angeschlagene Dennerlein nach 70 Minuten am Ende seiner Kräfte war, setzte er den in dieser Saison nur ganz selten zum Zuge gekommenen Heinz Popp ein, ließ diesen jedoch nicht im Angriffszentrum operieren, sondern stellte ihn ins Mittelfeld. Dafür kam Gerhard Bopp, bislang schon „Motor" der Fürther Mannschaft gewesen, ins Angriffszentrum und wirkte hier ebenso drangvoll wie zuvor im Mittelfeld. So kam es nicht von ungefähr, daß ausgerechnet ihm dieses überaus, wertvolle Tor glückte.
Ein Sonderlob verdiente sich auch Kapitän Viggo Jensen. Nachdem die Heilbronner nur mit zwei Sturmspitzen operierten — Klump ließ Karl-Heinz Frey nie aus den Augen und Lausen gestattete Grimm nur sehr wenig — rückte Jensen ins Mittelfeld, wo er überaus wertvoll war. Und dies sowohl in der Abwehr als auch bei den vielen Fürther Gegenstößen.
Es konnte nicht ausbleiben, daß auf beiden Seiten eine übergroße Nervosität herrschte. Überraschend, daß sich die Gäste schneller fanden, und mit überaus diszipliniertem Spiel, wobei Ballsicherung vorherrschend war, das Geschehen bestimmten.
Als wertvolle Kraft erwies sich abermals Unger, dem jedoch im Strafraum der „Biß" fehlte. Mit selten bei ihm gesehenen Einsatz spielte Heubeck und war vor allem während der Heilbronner Drangperiode von der 60. bis zur 80. Minute oft am eigenen Strafraum zu finden. Bis zur Pause hatten die Fürther mehr vom Spiel, konnten jedoch damit nichts anfangen. Bezeichnenderweise fiel das alles entscheidende Tor zu einem Zeilpunkt, als die Platzherren ein klares Übergewicht hatten. Dennoch verstanden es die Fürther immer wieder, mit schnellen Gegenstößen für Unruhe im gegnerischen Strafraum zu sorgen.
Der Linksaußen Hofmann lieferte dem harten Nachbar eine beherzte Partie und konnte mehrmals an ihm vorbeiziehen; lediglich im Abschluß erwies er sich als zu zögernd. Nicht unerwähnt kann bleiben, daß Schiedsrichter Röder, der insgesamt zufriedenstellend leitete, in der 17. Minute den Gästen einen klaren Strafstoß verweigerte, als Nachbar den durchgebrochenen Hofmann von hinten im Strafraum die Beine wegzog.
Nach dem Tor von Bopp waren die Fürther clever genug, den hauchdünnen Vorsprung geschickt über die Zeit zu bringen. Erneut hat sich gezeigt, daß ein Trainerwechsel nicht in jedem Fall das Allheilmittel sein muß. Der gesamten Fürther Mannschaft ist großer Einsatz und absoluter Siegeswille zu bescheinigen. Wenn sie mit dieser Einstellung auch in die restlichen vier Spiele gehen, braucht man um das Kleeblatt noch nicht schwarz zu sehen.

VfR Heilbronn: Hrynda - Nachbar, Kubasik, Röhrig, O. Frey - Haaga (75. Krause), Laube, Mall - Fanz, K.-H. Frey, Grimm (64. Herz) - Trainer: Rudolf Faßnacht
SpVgg Fürth: Löwer - Klump, Lausen, Bergmann, Jensen - G. Bopp, Heinlein, Unger - Heubeck, Dennerlein (71. H. Popp), Hofmann - Trainer: Alfred Hoffmann
Tore: 0:1 Bopp (80.)
Schiedsrichter: Röder (Offenbach)
Zuschauer: 3500
Gelbe Karten (Gast): Bergmann, Unger
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