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Saison 1974/1975
38. Spieltag - So., 15.06.1975, 15:00 Uhr
VfR Mannheim - SpVgg Fürth
2:2 (1:0)
Unverkrampft und beiderseits gelöst rollte vor lediglich 500 Zuschauern das Abschlusstreffen zwischen Zweitliga-Schlusslicht VfR Mannheim und der SpVgg Fürth ab. Brüderlich teilten sich die Kontrahenten nach 90 lauen Minuten mit dem 2:2 (1:0) die Punkte.

Die Spielanlage der Fürther gefiel bereits in der ersten Halbzeit. Lediglich bei Zweikämpfen wurde nicht energisch genug eingegriffen. Dadurch konnten die Mannheimer im Mittelfeld schalten und walten. Löwer stand sofort im Brennpunkt des Geschehens, meisterte aber gezielte Schüsse von Mattes und Krstic. Der Druck der Gastgeber nahm von Minute zu Minute zu und in der „verhexten" 13. Minute war es so weit: 1:0 hieß es für den VfR. Aus spitzem Winkel hatte Hartmann aufs Fürther Tor gefeuert, Löwer faustete in höchster Bedrängnis das Leder gegen den Pfosten und den zurückspringenden Ball drückte Krstic über die Linie.

Zwar wollten nun die Einheimischen mit dem zweiten Treffer eine Vorentscheidung herbeiführen, aber die Fürther spielten nun clever und nahmen den VfR-Angreifern frühzeitig den Wind aus den Segeln. Mit einer Freistoß-Bombe zwang Popp den Mannheimer Schlussmann Seitz (20. Minute) zu einer Glanzparade. Hofmann, Bajlitz und Heubeck tauchten wiederholt im Mannheimer Strafraum gefährlich auf, aber Seitz holte einige Male das Leder aus der bedrohten Ecke. Glück hatte wenige Sekunden vor dem Seitenwechsel allerdings Löwer im Fürther Tor: Hartmann traf nur die Querlatte.

Verteidiger Klump war gegen den wuseligen Krstic überfordert und wurde kurz nach der Pause gegen Grabmeier ausgewechselt. Diese Maßnahme von Trainer Hoffmann ersparte dem zu hart einsteigenden Klump möglicherweise einen Platzverweis. Auch als Hofmann in der 72. Minute nachschlug, kam er mit einer „Gelben Karte" noch glimpflich davon .

Nach der Pause spielten die Fürther ihre konditioneilen Vorteile aus und brachten den VfR in Schwierigkeiten. Dem völlig ungedeckten Unger, der zum besten Angriffsspieler avancierte, gelang nach Vorarbeit von Hofmann auch der längst fällige Gleichstand. Zuvor war Unger zweimal an Seitz gescheitert und hatte in der 53. Minute nur den Pfosten getroffen.

Als die Mannheimer acht Minuten vor Spielende gar mit 1:2 ins Hinterreffen gerieten, schien die Angelegenheit entschieden. Wiederum war es Unger, der einen weiten Pass aufnahm - die VfR-Abwehrspieler reklamierten Abseits - und ungestört vollendete. Dies ging den Mannheimern doch über die „Hutschnur". Sie packten in der Schlussphase energischer zu und erzwangen schließlich schoni zwei Minuten später den Ausgleich.

Nach einem Freistoß von Detterer hatte Löwer gegen Hartmanns Kopfball keine Abwehrchance.

Die Fürther hinterließen nach der strapaziösen Runde einen guten Gesamteindruck und hätten sicher noch einiges zuzulegen gehabt, wenn zwei Punkte zum Klassenerhalt notwendig gewesen wären. Torhüter Löwer, Libero Bergmann und der zweifache Torschütze Unger waren die herausragenden Gästespieler. Einen ausgesprochen schwachen Punkt erkannte man bei den Schützlingen von Fred Hoffmann, der in Mannheim vielleicht zum letzten Mal von der Trainerbank die Anweisungen gab, nicht.

Kurt Schaller

VfR Mannheim: Seitz - Somnitz, Rösel, Ziegler (89. Meier), Schwarzweller - Schmitt, Savic, Detterer - Krstic, Hartmann, Mattes - Trainer: Hermann Jöckel
SpVgg Fürth: Löwer - Klump (51. Grabmeier), Lausen, Bergmann, Popp - Bopp, Heinlein, Unger - Heubeck (72. Puscher), Bajlitz, Hofmann - Trainer: Alfred Hoffmann
Tore: 1:0 Krstic (13.), 1:1 Unger (68.), 1:2 Unger (82.), 2:2 Hartmann (84.)
Schiedsrichter: Pfleiderer (Heilbronn)
Zuschauer: 500
Gelbe Karten (Gast): Klump, Hofmann
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