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Saison 1995/1996
9. Spieltag - Sa., 23.09.1995, 14:30 Uhr
SpVgg Fürth - SV Sandhausen
2:1 (1:1)
Die SpVgg Fürth ist in der Regionalliga Süd einmal mit Glück bedacht worden. Beim 2:1 daheim gegen den SV Sandhausen setzten sich die Ronhofer endlich einmal durch, obwohl der Gegner überlegen war. Mit diesem Sieg hat das Team Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle gefunden. Das Abstiegsgespenst ist vorerst abgeschüttelt. Der Erfolg gegen den "Pokalschreck" Sandhausen war für das Kleeblatt ein Muss, um sich nicht in den Abstiegskampf zu verstricken. Die Vorhersage von Trainer Bertram Beierlorzer - er prophezeite ein Kampfspiel, bei dem es keinen Schönheitspreis zu gewinnen gäbe - traf ein. Die Kleeblättler übertrafen sich im stümperhaften Spiel, fanden niemals ihre spielerische Linie. Ganz im Gegenteil, der Gegner wurde wieder einmal mit Fehlpässen en masse aufgebaut.

Und trotzdem hatte das Kleeblatt gleich zweimal Glück. Schon nach sechs Spielminuten gelang Ralf Weidhaus das 1:0. Eine Vorlage von Bernd Müller, der diesmal von Anfang an eingesetzt wurde, spitzelte er mit der Fußspitze gerade noch ins gegnerische Tor. Zwar glichen die Gäste in der 18. Minute durch Klaus Mirwald aus - er ließ die Abwehr recht alt aussehen - doch Glücksgöttin Fortuna verhalf dem Kleeblatt zum ersehnten "Dreier". Wieder war Müller an diesem Treffer beteiligt. Er spielte mit seiner Vorlage Markus Lotter auf der rechten Position frei und dessen Flanke schob Frank Türr in der 90. Minute zum alles entscheidenden Treffer ein. Während sich die Gäste über dieses Missgeschick ärgerten - Trainer Hans-Jürgen Boysen: "So erging es uns schon im Pokalspiel gegen Homburg" - musste SpVgg-Coach Bertram Beierlorzer erst einmal die Fassung finden: "Ich bin überglücklich über das Unentschieden, nein, den Sieg", meinte er. "Wir können nur hoffen, dass der Erfolg die Mannschaft festigt. Viele unserer Spieler sind verunsichert. Seelenmassage ist angesagt. Auf den Sieg müssen wir weiter aufbauen."

Dies ist in der Tat nötig, denn die Fürther schienen gegen Sandhausen, das lediglich mit der starken Abwehr bestach, selbst das Einmaleins des Fußballs vergessen zu haben. So waren die Ronhofer nicht in der Lage, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Die meisten Vorlagen landeten beim Gegner. Mit Kampf musste dann dieses Manko wieder ausgeglichen werden. Da auch noch die Zweikämpfe meist verloren wurden, muss den Gästen eine Überlegenheit zugestanden werden. Nach der Pause wurde übrigens Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Schmidt aus Bad Hersfeld zum Hauptakteur auf dem Spielfeld. Er unterband selbst den kleinsten Regelverstoß und verhinderte damit auf beiden Seiten den Spielaufbau. In einem Punkt hatte Schmidt allerdings recht. Den Fürther Müller und seinen Bewacher Ewald Lietz bedachte er mit gelben Karten. Sandhausens Trainer Boysen reagierte mit der Auswechslung seines Manndeckers, Müller blieb auf dem Spielfeld und wurde zum entscheidenden Fürther Offensivspieler.

Konsequenzen hatte vorher Fürths Trainer Beierlorzer gezogen. Schon nach 35 Minuten nahm er seinen "kleinen" Bruder Achim vom Platz. An ihm lief diesmal das Spiel vorbei. Einbilden brauchen sich die Ronhofer auf diesen Sieg nichts. Sie boten eine miserable Vorstellung. Die einwöchige Pause wegen des Amateurpokals kann dem Team nur gut tun. Das Kleeblatt absolviert dafür am Freitag ein Freundschaftsspiel bei der SpVgg Weiden. In dieser Begegnung sollten jene Dinge geübt werden, die gegen Sandhausen nicht geklappt haben. Und davon gibt es genug. Das Zuspiel zu den eigenen Mitspielern muss verbessert werden, die Flanken in den gegnerischen Strafraum dürfen nicht mehr sofort in den Händen des Torwarts landen. Und dann bleibt noch ein weiterer Punkt. Die Spieler müssen ihre Verunsicherung ablegen. Gelingt dies bis zum nächsten Punktspiel nicht, dann werden sich die Fürther ganz schnell wieder auf einem Abstiegsplatz finden.
SpVgg Fürth: Menger - Güttler - T. Seitz, Förster - Lotter, Beierlorzer (35. H. Seitz), Plößner, Dumpert, Weidhaus (79. Ristovski) - Müller, Türr - Trainer: Bertram Beierlorzer
SV Sandhausen: Idjakovic - Hahn - Lietz (62. Ehmann), Friedmann - Merkel, Mirwald, Bernhardt, Pukallus, Lässig - Berecko (79. Feucht), Staletovic - Trainer: Hans-Jürgen Boysen
Tore: 1:0 Weidhaus (6.), 1:1 Mirwald (18.), 2:1 Türr (90.)
Schiedsrichter: Schmidt (Bad Hersfeld)
Zuschauer: 1250
Gelbe Karten: Müller
Gelbe Karten (Gast): Lietz
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