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Saison 1995/1996
18. Spieltag - Sa., 09.12.1995, 14:00 Uhr
SpVgg Fürth - TSV Vestenbergsgreuth
0:0
Das Vorhaben von Trainer Bertram Beierlorzer - "Wir wollen das Spiel anständig über die Bühne bringen und mit einem Sieg in die Winterpause gehen" - ist gescheitert. Das letzte Punktspielderby zwischen der SpVgg Fürth und dem TSV Vestenbergsgreuth endete 0:0. Beide Mannschaften haben dabei bitter enttäuscht. Eine so schlechte Partie haben die Fürther Zuschauer in der Vergangenheit kaum gesehen. Beide Teams - in der kommenden Saison werden sie eine Einheit bilden - waren offensichtlich darauf aus, das letzte Derby gegeneinander nicht zu verlieren. Was dabei heraussprang, war eigentlich nur Mittelfeldgeplänkel mit einem äußerst pingeligen Schiedsrichter Maisel aus Mistelgau bei Bayreuth. Er verteilte auch zwei rotgelbe Karten, über die durchaus gestritten werden darf. In der 52. Minute musste der Fürther Holger Seitz, der einzige Spieler der Bayernauswahl beim Kleeblatt, vorzeitig den Platz verlassen. Nur ganze fünf Minuten vorher war er verwarnt worden. Nach dem zweiten Foul war sein Auftritt beendet.

Ähnlich erging es dem Greuther Verteidiger Bernd Santl. Gelb bekam er in der 53. Minute zu sehen, Gelbrot in der 76. Minute. Das waren aber auch schon die Höhepunkte beim Derby. Die knapp 1500 Zuschauer traten restlos enttäuscht den Heimweg an. Ohne vier Stammspieler - nach Dumpert, Güttler und Ristovski fiel auch Plößner nach einem Arbeitsunfall aus - musste Trainer Beierlorzer die Mannschaft noch einmal umkrempeln. Die Aufgaben des Liberos übernahm Bruder Achim, während Förster wieder an seine Stammposition als Manndecker zurückkehrte. Aufgrund des ständigen Wechselspiels war vor allem Torsicherung beim Kleeblatt angesagt. Das galt aber auch für den TSV, der ebenfalls personelle Probleme hatte. Sonderlich viel Offensivgeist war somit auf keiner Seite zu erwarten. Das wurde auch in der ersten Halbzeit deutlich. Erwähnenswert sind eigentlich nur drei Szenen. In der 10. Minute wurde Müller, einer der Kämpfer im Fürther Team, im Strafraum umgestoßen. Der Pfiff blieb, aus, Tatsache ist aber, dass Müller frei zum Schuss gekommen wäre, wenn ihn der Verteidiger nicht gestoppt hätte.

Der TSV kam nach 23 Minuten zum ersten Torschuss. Stegmayer versuchte es flach, doch SpVgg-Schlussmann Menger war zur Stelle. Erst kurz vor der Pause brachte der erste Spielzug der Ronhofer Gefahr. Holger Seitz schickte in der 44. Minute Türr auf die Reise. Dessen Flanke auf Müller war aber zu lang. Müller nahm die Hand zur Hilfe. Der Ball landete trotzdem im Aus, während der Fürther für diese Aktion zurecht die gelbe Karte erhielt. Damit ist schon das Geschehen in der ersten Halbzeit erwähnt. Der zweite Durchgang begann mit der gelbroten Karte für Holger Seitz. Während der TSV sich anschickte, immer mehr Spielanteile zu gewinnen, musste erst einmal deren Torwart Reichold eingreifen. Er konnte in der 53. Minute einen Schuss von Türr nicht festhalten. Weidhaus wollte nachsetzen, schlug aber ein Luftloch. Sechs Minuten später folgte dann die hundertprozentige Chance für Greuth zur Führung. Nach einer Flanke von Klaus kam Stegmayer völlig freistehend zum Kopfball. SpVgg-Keeper Menger wurde zur Glanztat gezwungen und wehrte mit dem Fuß ab.

In der 68. Minute ließen die Ronhofer Lotter bei einem Alleingang regelrecht "verhungern", weil er keinen Anspielpartner fand. Auf der Gegenseite zog Santl von der Strafgrenze ab. Der Ball landete aber knapp im Aus. In der 76. Minute gab es schließlich Gelbrot für Santl. Zum Schluss waren noch zweimal die Ronhofer an der Reihe. Zunächst verzog Lotter einen Freistoß (79.) knapp, dann scheiterte der gleiche Spieler (84.) bei einem Kopfball. Alles in allem drängt sich der Verdacht auf, dass beide Mannschaften von vornherein auf ein Unentschieden aus waren. Die Fans waren dabei zurecht enttäuscht. Die am Samstag gezeigten Leistungen tragen sicherlich nicht dazu bei, die Zuschauerzahlen bei Heimspielen zu verbessern. In der Winterpause bleibt genügend Zeit, die Blessuren auszukurieren und die Situation zu überdenken. Die Punktspielrunde wird erst wieder Ende Februar festgesetzt.
SpVgg Fürth: Menger - Beierlorzer - T. Seitz, Förster - Lotter, Fuchs, Herrmann (69. Hennig), H. Seitz, Weidhaus - Müller, Türr - Trainer: Bertram Beierlorzer
TSV Vestenbergsgreuth: Reichold - Zwingel - Richter, Santl - Radoki, Hassa (69. Pfeuffer), Stein, Weigl, Ebner - Klaus, Stegmayer - Trainer: Paul Hesselbach
Schiedsrichter: Maisel (Mistelgau)
Zuschauer: 1485
Gelb-Rote Karten: H. Seitz (52.)
Gelb-Rote Karten (Gast): Santl (75.)
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