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Saison 1995/1996
27. Spieltag - Sa., 27.04.1996, 14:30 Uhr
SpVgg Fürth - FSV Frankfurt
2:0 (2:0)
In der Fußball-Regionalliga Süd hat die SpVgg Fürth ihren Heimvorteil genutzt. 2:0 besiegten die Ronhofer das Schlusslicht FSV Frankfurt. Den "Dreier" hat sich die Mannschaft verdient. Der Sieg hätte noch höher ausfallen müssen. Im Duell zweier Traditionsvereine wurde klar, warum die Südhessen am Tabellenende stehen. In Fürth spielte der FSV zwar teilweise gefällig mit, doch die Mannschaft von Trainer Niko Semlitsch brachte praktisch keine einzige nennenswerte Torszene zustande. Wer keine Strafraumszenen hat, kann normalerweise auch keine Tore erzielen. Semlitsch erkannte dann auch die Überlegenheit der Gastgeber an. "In der ersten Halbzeit hat Fürth unsere Grenzen aufgedeckt. Das 2:0 zur Pause war völlig korrekt. Dann kamen wir besser ins Spiel, Fürth wurde aber auch schwächer", so der Coach, der in der kommenden Saison den FSV weiter trainieren wird.
Sein SpVgg-Kollege Bertram Beierlorzer - "Heute habe ich ein schlechteres Gefühl als vor dem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers" - war unzufrieden: "Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, wir gewinnen 2:0, wäre ich zufrieden gewesen. Jetzt bin ich es aber nicht. Die erste Halbzeit ging einigermaßen, über die zweite müssen wir reden. Das Spiel sollte man letztlich schnell vergessen." Von Beginn an zeigten die Kleeblättler, wer Herr im Fürther Ronhof ist. Der FSV hielt noch einigermaßen mit, ohne aber SpVgg-Torwart Andreas Menger zu prüfen. In der 19. Minute hatte Rene Sosnitza bei einem Kopfball Pech. Verteidiger Ljubio Miloloza klärte auf der Torlinie. Eine Minute später war aber FSV-Keeper Ignjac Kresic machtlos bei einem Kopfball-Aufsetzer von Boban Ristovski, der nach langer Verletzungspause gleich wieder zugeschlagen hat. Es stand 1:0.
Wiederum eine Minute später brannte es im FSV-Strafraum erneut. Kresic konnte einen Schuss von Fürths Torjäger Frank Türr nur wegfausten. Im zweiten Versuch schoss dann Achim Beierlorzer einen Verteidiger an. Statt eines Tores gab es nur einen Eckball. Die einzige Frankfurter "Chance" gab es in der 27. Minute. SpVgg-Libero Tim Hüfner stolperte am eigenen Fünf-Meter-Raum über den Ball. Torwart Menger nahm das Leder mit der Hand und musste sich den Pfiff des Schiedsrichters gefallen lassen. Der Unparteiische legte die Rückpass-Regel recht eigenwillig aus und erkannte auf indirekten Freistoß für den FSV. Oliver Fuchs fälschte auf der Torlinie den Schuss eines Frankfurters ins Feld zurück ab. In der 34. Minute fiel dann schon die Entscheidung. Diesmal köpfte Markus Lotter ins kurze Eck ein. Torwart Kresic flog mitsamt dem Ball hinter die Torlinie. Der 2:0-Endstand war erreicht.
Sekunden vor dem Pausenpfiff wäre dann das 3:0 fällig gewesen, als der Fürther Bernd Müller von Verteidiger Mikayil Kabaca im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Diesmal kam der Pfiff zu Recht. Beierlorzer nahm aber diesen Strafstoß auf die allzu leichte Schulter und schoss aus dem Stand über das Tor. Damit kann man eigentlich das Spiel schon abhaken, denn in der zweiten Halbzeit wurde lediglich noch Sommerfußball geboten. Die einen (Frankfurt) konnten nicht, die anderen (Fürth) wollten nicht. So verließen die 1280 Zuschauer gelangweilt das Stadion. Ein Fernschuss von Renato Levy (63.) war die einzige FSV-Möglichkeit. Die Platzherren machten es besser, ließen aber den Einsatz vermissen. Hüfner (54.) zwang Torwart Kresic zum Nachfassen, Manndecker Dieter Probst (62.) beendete eine Soloeinlage - er spielte vier Frankfurter aus - mit einem Schuss über das Tor. Und Ristovski (66.) verstolperte freistehend eine Flanke von Türr.
Die beste Möglichkeit hatte aber Ralf Weidhaus sieben Minuten vor dem Abpfiff. Er stand völlig frei im FSV-Strafraum, hatte genügend Zeit, sich den Ball zurechtzulegen, schoss die Vorlage von Müller aber über das Tor. So blieb es beim verdienten Erfolg, der aber höher hätte ausfallen müssen. Schon am kommenden Freitag (18.30 Uhr) gastieren die Ronhofer bei einem weiteren Kellerkind, diesmal bei den Amateuren der Eintracht Frankfurt. Gegen den FSV trat die SpVgg Fürth ohne einige Stammspieler an. Dumpert fehlte sowieso, Güttler auch. Dazu kamen diesmal noch Plößner, der in der vergangenen Woche am Knie operiert worden war und auf Krücken läuft, aber auch Holger Seitz, der ebenso wie Plößner mit Meniskusproblemen zu kämpfen hat.
Dritte Neuverpflichtung der SpVgg Greuther Fürth ist übrigens Muhamed Preljevic. Der 31jährige Verteidiger kommt von Hertha Zehlendorf in Berlin. Zuvor spielte er in Halle und bei Dinamo Zagreb (200 Spiele). Für Jugoslawien hat er ein Länderspiel bestritten.
SpVgg Fürth: Menger - Hüfner - Sosnitza, Probst - Lotter, Beierlorzer (78. T. Seitz), Weidhaus, Fuchs (58. Schneider), Ristovski (81. Graf) - Müller, Türr - Trainer: Bertram Beierlorzer
FSV Frankfurt: Kresic - Rasiejewski - Kabaca - Dahl - Miloloza, Akbas, Tatarenko, Levy, Addo - Ouedraogo, Rüppel - Trainer: Niko Semlitsch
Tore: 1:0 Ristovski (20.), 2:0 Lotter (34.)
Schiedsrichter: Lippus (Schörzingen)
Zuschauer: 1280
Besondere Vorkommnisse: Beierlorzer schießt Foulelfmeter über das Tor (45.)
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