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Saison 1995/1996
33. Spieltag - So., 02.06.1996, 15:00 Uhr
VfR Mannheim - SpVgg Fürth
2:0 (1:0)
Mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck musste die SpVgg Fürth die Heimreise vom letzten Auswärtsspiel der Regionalliga-Saison beim VfR Mannheim antreten. Nach einer insgesamt guten Leistung mussten sich die Spieler von Trainer Bertram Beierlorzer diese Niederlage selbst zuschreiben, denn sie vergaßen bei einer Vielzahl von Chancen das Toreschießen. Gegen eine Spitzenmannschaft wie Mannheim, die sich mit diesem Sieg endgültig für die deutsche Amateurmeisterschaft qualifizierte, muss man vor dem Tor zielsicherer agieren, wenn man am Ende nicht mit leeren Händen dastehen will.

Von Spielbeginn an entwickelte sich zwischen den beiden Traditionsvereinen ein sehr gutes Regionalliga-Spiel. Es war deutlich zu erkennen, dass hier zwei Mannschaften der spielerisch besseren Art aufeinander trafen. Zwar hatte VfR-Torjäger Dakic nach nur sieben Minuten die erste große Chance für die Gastgeber, auf der anderen Seite blieben die Gäste aber auch mit Distanzschüssen von Lotter, Beierlorzer und Müller gefährlich. Nach diesem interessanten Spielbeginn dauerte es nicht lange, bis der erste Treffer fiel. SpVgg-Vorstopper Probst ging gegen Dakic nicht energisch genug zur Sache, so dass dieser auf Malz spielen konnte, der freistehend Gästetorwart Menger mit einem schönen Schlenzer keine Abwehrchance ließ.

Diesen Gegentreffer beantworteten die Kleeblätter mit einer Verstärkung ihrer Angriffsbemühungen. Somit hätte in der 43. Minute der Ausgleich fallen müssen, als Müller aus drei Metern Entfernung den Ball aber nicht an VfR-Torwart Hock vorbei, brachte. Diesen Ausgleich hätten sich die Gäste zur Pause redlich verdient gehabt. So war es aber nicht verwunderlich, dass ihr Trainer Beierlorzer den vergebenen Chancen nachtrauerte: "Wir spielen gut, nützen aber einfach unsere Chancen nicht." Dieses Bild sollte sich auch in den zweiten 45 Minuten fortsetzen. Fürth suchte gegen die heimstarken Mannheimer weiter sein Heil in der Offensive, und die 500 Zuschauer kamen deshalb voll auf ihre Kosten. Da aber abermals Müller für die SpVgg und Hohmann für den VfR beste Chancen nicht nutzen konnten, half Schiedsrichter Steuder auf Mannheimer Seite nach. Nach einem Laufduell zwischen Dakic und Hüfner kamen beide Spieler im Strafraum zu Fall, und der Unparteiische entschied zur Überraschung aller auf Elfmeter.

"Hier habe ich kein Foul gesehen. Der Schiedsrichter hat heute sehr unglücklich gepfiffen", war auch Bertram Beierlorzer ratlos. Warum SpVgg-Vorstopper Probst aber noch vor der Ausführung so "deutliche" Worte Richtung Schiedsrichter richtete, dass ihn dieser vom Platz stellte, konnte auch Beierlorzer nicht verstehen. "Ich hätte nicht gedacht, dass uns so eine Undiszipliniertheit noch einmal passiert." So aber bedeutete der von Dakic verwandelte Elfer zum 2:0 die Vorentscheidung, denn in Überzahl ließen sich die routinierten Mannheimer nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Zwar bemühten sich die Franken noch einmal um eine Ergebnisverbesserung, mehr als ein Schuss von Fuchs über das VfR-Tor kam aber nicht mehr heraus. Letztendlich hatten es sich die Kleeblätter selbst zuzuschreiben, dass sie ihre Leistung nicht mit einem verdienten Erfolg krönten. "Gegen eine Mannschaft wie Mannheim muss man seine Chancen verwerten, wenn man als Sieger vom Platz gehen will", traf Beierlorzer den Nagel auf den Kopf.

Sein Gegenüber Günther Birkle war natürlich mit dem Spielergebnis zufrieden, auch wenn er bei seiner Mannschaft das gleiche Problem der Chancenverwertung zu bemängeln hatte: "Aufgrund der ersten Halbzeit hätten wir einen Sieg mit einem Tor Unterschied verdient." Während sich die Gastgeber aus Mannheim nun vor dem letzten Spiel in Vestenbergsgreuth den zweiten Tabellenplatz und die damit verbundene Teilnahme an der deutschen Amateurmeisterschaft gesichert haben, beenden die Fürther die Saison im Mittelfeld. Im nächsten Jahr werden sich wohl die fusionierte SpVgg Greuther Fürth und der VfR Mannheim zusammen mit dem Absteiger 1. FC Nürnberg um die beiden Aufstiegsplätze streiten. Für Spannung wird somit in der nächsten Saison im Frankenland wie auch in Nordbaden gesorgt sein.
VfR Mannheim: Hock - Fellhauer - König, Ebner - Strube, Sommer (80. Hilbert), Hohmann, Lutz (80. Özel), Malz - Karamehmedovic (76. Janz), Dakic - Trainer: Günther Birkle
SpVgg Fürth: Menger - Hüfner - Sosnitza, Probst - Lotter, Beierlorzer, Fuchs, H. Seitz, Weidhaus (80. Dumpert) - Müller, Türr - Trainer: Bertram Beierlorzer
Tore: 1:0 Malz (15.), 2:0 Dakic (66., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Steudter (Wiesbaden)
Zuschauer: 500
Rote Karten (Gast): Probst (66.)
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