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Saison 2013/2014
20. Spieltag - So., 18.05.2014, 14:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SV Frauenbiburg
2:1 (1:1)

Mit einem 2:1-(1:1)-Sieg auf dem heimischen Hans-Lohnert-Sportplatz konnte das Bayernliga-Team der SpVgg Greuther Fürth den SV Frauenbiburg schlagen, die damit auch gleichzeitig die Tabellenführung an den FC Ingolstadt verloren haben.

Dabei sah es am Anfang zunächst gar nicht gut aus, für die Frauen von Trainer Toni Winkler. Die Frauenbiburgerinnen – die für ihre überragende Offensivabteilung bekannt sind – legte zu Beginn druckvoll los und die SpVgg tat sich hinten schwer die Ordnung zu finden. So musste Torhüterin Christine Endres gleich mehrfach eingreifen. Zwar waren die Chancen der Gäste aus Niederbayern nicht wirklich zwingend, doch deren Präsenz im Fürther Strafraum war deutlich höher, als auf der anderen Seite. Folgerichtig fiel in dieser Phase dann aber die Führung für die Tabellenführerinnen: Anja Riebesecker hatte sich auf der Seite durchgespielt und drang – von Sabrina Wittmann verfolgt – in den Strafraum ein. Der Winkel wurde etwas spitz und Wittmann entschied sich nicht in den Zweikampf zu gehen, um keinen Strafstoß zu riskieren. Für die Angreiferin war der Winkel aber nicht spitz genug und so konnte sie an Endres vorbei ins lange Eck einschießen (18.).

Diese Führung war aber gleichzeitig die Initialzündung für das Fürther Team, das sich nun – nach kurzem Schütteln – mehr und mehr ins Spiel fand. So kamen in kurzer Folge zunächst Sophie Lang, später Sabrina Schroll zu einigen Gelegenheiten – noch ohne wirklich Gefahr auszustrahlen. Einmal allerdings musste Torhüterin Kraust schon viel riskieren, um noch vor Lang an den Ball zu kommen – mit dem besseren Ende für die Keeperin. Im gleichen Zuge wie sich der Angriff belebte, fand sich auch die Abwehr immer besser und konnte die Frauenbiburgerinnen immer wieder schon vor dem Strafraum stoppen.

In der 27. Minute war man wieder auf Augenhöhe. Sophie Lang war auf der linken Angriffsseite in den Gästestrafraum eingedrungen und von Andrea Schmeisser von den Beinen geholt worden. Schiedsrichter Hauck entschied auf Strafstoß und Anna-Maria Buckel verwandelte sicher zum Ausgleich. In der Folge war das Spiel recht ausgeglichen, vielleicht mit leichten Vorteilen auf Seiten der Fürtherinnen. Die Außenverteidigerinnen Wittmann und Felbinger hatten die schnellen Angreiferinnen gut unter Kontrolle und Kohout und Walter konnten die lang in Richtung Fürther Strafraum geschlagenen Bälle immer wieder abwehren.

Vor der Pause hatten die Frauenbiburgerinnen noch einmal Glück, denn als Moosmeier in den Strafraum durchgebrochen war, wurde sie von Krust zu Boden gebracht. In diesem Fall hatte der Unparteiische den Kontakt nicht als Foulspiel gewertet und so blieb die Pfeife stumm.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Beide Mannschaften suchten ihr Heil in der Offensive, aber jeweils auch darauf bedacht, die Deckung nicht zu vernachlässigen. So kam es immer wieder zu Möglichkeiten, die aber von den Abwehrreihen meistens entschärft werden konnten. So ging es bis zur 70. Minute, dann sollte sich das Bild noch einmal wandeln.

Ein Angriff der Frauenbiburgerinnen landete im Toraus. Den folgenden Abstoß schlug Andrea Walter nach vorne. Kurz nach der Mittellinie war die eingewechselte Christina Maier an den Ball gekommen, sie ging ein paar Schritte und passte dann in die Schnittstelle zwischen den beiden Innenverteidigerinnen. Perfekt gestartet war Sophie Lang, die ebenfalls durch diese Lücke stürmte, den Ball annahm und an der Torhüterin vorbei ins Tor schieben konnte (70.).  Plötzlich lag Frauenbiburg zurück und musste nun seinerseits mehr tun. Hierbei konnte sich auch Christine Endres auszeichnen, die einige Situationen entschärfte und besonders, als sie einen Kopfball nach einer Ecke gerade noch mit den Fingerspitzen über die Querlatte lenken konnte.

Diese Angriffsbemühungen der Gäste eröffneten aber auch der Kleeblatt-Elf Räume. Zunächst war Maier gefährlich im Strafraum. Sie ging zum Kopfball hoch, wurde aber im gleichen Moment von Torhüterin Krust abgeräumt, die das Leder herausboxen wollte. Die Fäuste der Keeperin landeten in Maiers Gesicht, da die Keeperin aber auch den Ball spielte, ließ der Schiedsrichter weiter laufen.

Auch die eingewechselte Lara Schmidt konnte sich einmal schön in Szene setzen. Sie hatte sich einen halbhohen Ball auf Höhe der Mittellinie selbst per Kopf in den Lauf gelegt und zum Sprint angesetzt. Gleich zwei Gegenspielerinnen konnten nur hinterher winken, doch als Schmidt im Strafraum angekommen war, hatte sie sich den Ball eine Idee zu weit vorgelegt und so konnte Krust klären.

Gleichzeitig erwehrte sich die Fürther Hintermannschaft den Angriffen der doch so torgefährlichen Niederbayerinnen. Wittmann hatte ihre Seite aber ebenso im Griff, wie Felbinger die ihre und so fand kaum eine Flanke den Weg in den Strafraum. Und falls doch einmal ein Angriff durchkam, war spätestens bei der stark parierenden Christine Endres Endstation. Die letzte Gelegenheit sollten dann sogar noch einmal die Fürtherinnen haben. Die für Lang eingewechselte Julia Gerber war links durchgebrochen und auf das Tor zugelaufen. Krust eilte ihr entgegen, räumte die Fürtherin vor dem Strafraum rustikal ab und klärte die Situation.

So blieb es bei einem nicht unverdienten Sieg über den SV Frauenbiburg, der erst seine zweite Saisonniederlage hatte hinnehmen müssen. Die Fürtherinnen dürfen sich zu Recht darüber freuen, dem Spitzenreiter ein Bein gestellt zu haben und selbst auf Platz 3 vorgerückt zu sein. Die Saison ist um ein positives Highlight reicher.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Endres - Wittmann, Kohout, Walter, Felbinger - Franke - Schwarz (60. L. Schmidt), Moosmeier - Buckel - Schroll (56. Maier), S. Lang (90. Geber) - Trainer: Toni Winkler
SV Frauenbiburg: Kraust - Hufsky (75. Kammermayer), Hofmann, Schmeisser (63. Neubauer), Riebesecker, Eder, Mittrop, L. Fellinger (63. Wiesmeier), Höllrigl, Wagenhuber, Harbich (81. S. Fellinger) - Trainer: Stefan Lexa
Tore: 0:1 Riebesecker (18.), 1:1 Buckel (27., Foulelfmeter), 2:1 S. Lang (70.)
Schiedsrichter: Adrian Hauck
Gelbe Karten: Felbinger
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