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Saison 2014/2015
2. Spieltag - So., 14.09.2014, 15:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SV Thenried
2:0 (1:0)
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Nach der Auswärtsniederlage zum Saisonstart beim 1. FFC Hof waren die Frauen der SpVgg Greuther Fürth auf Wiedergutmachung in der Bayernliga aus. Die ersten drei Punkte sollten her und das sollte auf eigenem Platz – auf dem Kunstrasen des neuen Trainingsgeländes – gelingen. Der Gegner, der geschlagen werden wollte war der SV Thenried.

Die Partie begann recht hektisch und zerfahren. Keiner der beiden Mannschaften wollten konsequente und zielstrebige Aktionen gelingen. Zwar hatten die Fürtherinnen ein kleines Plus was Spielanteile anging, trotzdem merkte man der Fürstenhöfer-Elf eine große Nervosität an. Die Tatsache, dass der Trainer früh zu wechseln gezwungen war, half auch nicht unbedingt, um Struktur ins Spiel zu bekommen. Zu viel versuchte sich das Kleeblatt mit lang geschlagenen Bällen in die Spitzen, was Thenried allerdings relativ leicht verteidigen konnte.

Erst gegen Ende des ersten Durchgangs fanden die Fürtherinnen ins Spiel. Nach einer guten halben Stunde war es Katharina Vornehm, die geschickt von Christina Maier in Szene gesetzt, in den Strafraum ein gedrungen war. Die aus dem Tor eilende Yvonne Münch konnte die Angreiferin aber so effektiv stören, dass die Aktion verpuffte. Zwei Zeigerumdrehungen später hätte eigentlich die Führung der Fürtherinnen fallen müssen: Anna-Maria Buckel hatte den Ball aus der eigenen Hälfte lang nach vorne geschlagen, Christina Maier erlief sich das Leder auf der rechten Seite und schließlich legte die Stürmerin von der Grundlinie zurück in die Mitte. Allerdings verpassten dort sowohl Sabrina Schroll, als auch Katharina Vornehm am zweiten Pfosten die Kugel und so war auch diese Großchance vergeben (33.).

Anschließend setzte sich auf der anderen Seite Torjägerin Franziska Hutter in Szene: Nach einer zu kurzen Abwehr von Andrea Walter kam die Thenrieder Stürmerin an den Ball, zielte aus 18 Metern Distanz allerdings deutlich zu hoch. Das bessere Ende der ersten 45 Minuten sollten schließlich aber doch die Fürtherinnen haben. Denn bereits in der Nachspielzeit war es erneut Mittelfeldstrategin Anna-Maria Buckel, die Christina Maier gesehen hatte. Ein präziser Ball in die Schnittstelle der Verteidigung und Jasmin Schreiner hatte das Nachsehen. Es gelang der Verteidigerin zwar noch Maier zu stören, sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch auch im Fallen gelang es der Fürtherin den Ball noch von der Strafraumkante auf das Tor zu bringen. In einem Bogen hob sie das Leder über Münch und schließlich schlug die Kugel zur Führung im langen Eck ein (45.).

Nach dem Seitenwechsel waren die Fürtherinnen – wohl auch beflügelt durch das Führungstor – deutlich besser in der Partie. Auch wenn die wirklichen Chancen weiter zunächst Mangelware bleiben sollten, so ließ die SpVgg keinen Zweifel daran, dass sie hier und heute als Sieger vom Platz gehen wollte. Der Zugriff im Mittelfeld gelang immer besser und so musste die Abwehr um Andrea Walter und Daniela Held nur mehr selten eingreifen. Die Fürtherinnen schafften es dann mehr und mehr auch nach vorne zu arbeiten.

Eine sehenswerte Einzelaktion lieferte Katharina Vornehm zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff. Eigentlich hatte Yvonne Dengscherz den Ball bereits für Thenried gesichert, die Fürther Flügelspielerin setzte Dengscherz allerdings zwanzig Meter vor dem Thenrieder Tor unter Druck. Mit hohem Einsatz war die Fürtherin in den Zweikampf gegangen und konnte der Verteidigerin den Ball abluchsen. Ungehindert drang Vornehm anschließend in den Strafraum ein und ihrem satten Rechtsschuss aus 13 Metern konnte Torhüterin Münch nichts entgegensetzen. Damit stand es beruhigend 2:0 für die SpVgg. „Das war ein absolut unbeschreibliches Gefühl, es ging einfach alles so schnell und ich war einfach nur glücklich als das Ding im Tor war!“, freute sich Vornehm nach ihrem ersten Pflichtspieltreffer im Kleeblatt-Trikot.

Nach diesem Tor wollte den Gästen noch weniger gelingen als zuvor. Die Fürtherinnen hatten das Spiel nun fest in den Händen und sollten es auch nicht mehr abgeben. Nach vorne fiel den Gästen zu wenig ein, um die Kleeblatt-Defensive unter Druck setzen zu können. Stattdessen erspielten sich die Fürtherinnen noch Gelegenheiten, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Drei Minuten nach dem 2:0 hatte Christina Maier nach einer Ecke genau in die Arme der Keeperin geköpft (58.).

Wenn es einmal gefährlicher wurde, dann waren es zumeist eigene Fehler, wie in der 71. Spielminute, als Sabrina Schroll den Ball unnötigerweise am Anstoßpunkt verlor. Über drei oder vier Stationen spielte sich Thenried in den Fürther Strafraum, am Ende war es aber Jessica Köppl, die aus gut 14 Metern halb linker Position über das Fürther Tor schoss. Schroll sollte dann aber die nächste Fürther Gelegenheit haben, nach einem Freistoß von Held zog sie nach rechts, zirkelte den Ball allerdings am Gehäuse vorbei (75.). Nur zwei Minuten später dann wohl die größte Chance für die Fürtherinnen, die Führung auszubauen, denn einen Eckball hatte Anna-Maria Buckel von der linken Seite herein gebracht. Das Spielgerät segelte an Freund und Feind vorbei und knallte deutlich hörbar an den rechten Innenpfosten (77.). Eine weitere Zeigerumdrehung danach war es noch einmal Schroll, die nach einer Kombination über mehrere Positionen nur das Außennetz traf.

In den letzten zehn Minuten war weiter die SpVgg die beherrschende Mannschaft. Thenried gelang es zu keinem Zeitpunkt die Führung in Gefahr zu bringen, in der gesamten zweiten Halbzeit musste Fürths Torhüterin Isabell Rokitte gar nur ein einziges Mal eingreifen. Sonst segelten die Bälle entweder weit am Ziel vorbei oder waren so leichte Beute, dass man von ernsthaftem Eingreifen nicht reden kann. Franziska Hutter war im zweiten Durchgang komplett abgemeldet gewesen und so blieb es bei einem verdienten 2:0-Heimsieg.

Anna-Maria Buckel fasste den ersten Heimsieg am Ende so zusammen: „Ich glaube, dass uns das Tor dass wir kurz vor der Halbzeit quasi aus dem nichts geschossen haben gut getan hat und wir deshalb ein bisschen ruhiger geworden sind und uns dann auch getraut haben Fußball zu spielen.“  Auch Katharina Vornehm schlägt in die gleiche Kerbe und hält fest, dass sich die SpVgg am Anfang richtig schwergetan hat: „Wir haben nicht in die Zweikämpfe gefunden und haben dem Gegner so das schnelle Umschaltspiel ermöglicht. In der zweiten Hälfte hat das besser funktioniert und wir hatten gleich mehr Spielanteile.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Rokitte - Schwarz, A. Walter, Held, Felbinger - Franke - Costanzo (46. Schmidt/90. Kohout), Vornehm (88. S. Walter) - Buckel - S. Lang (26. Schroll), Maier - Trainer: Oliver Fürstenhöfer
SV Thenried: Münch - O. Köppl, J. Köppl, Haberl, Ma. Jaich, Hutter, Heigl (62. Betz), Mi. Jaich, Dengscherz, Schreiner, Pflanzer (66. Heindl) - Trainer: Herbert Wendl
Tore: 1:0 Maier (45.), 2:0 Vornehm (55.)
Schiedsrichter: Kathrin Heck
Zuschauer: 50
Gelbe Karten: Franke
Spielort: Kunstrasen
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