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Saison 2014/2015
4. Spieltag - So., 28.09.2014, 15:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FC Stern München
0:0
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„Nach dem Spiel bin ich mit dem Punkt zufrieden“, hielt Trainer Kenan Koc nach der Partie fest. Dazu hatte er auch Grund, denn beide Mannschaften hatten mit viel Elan und beherztem Spiel den Zuschauern eine packende und offene Partie geliefert. Ohne großes Abtasten ging es auch gleich schwungvoll los.

Bereits nach sechs Minuten hatten die Münchnerinnen die erste Gelegenheit durch Merve Kantar, die ihr Visier aber deutlich zu hoch eingestellt hatte und am Ende keine Gefahr darstellte. Die Fürtherinnen antworteten wenig später. Christina Maier hatte sich auf der linken Seite das Leder erobert und in die Mitte zu Anna Buckel gespielt, deren Schuss aus etwa 18 Metern allerdings sichere Beute von Pitter im Münchner Tor wurde (8.). Zwei Minuten später konnten die Gäste einen von Daniela Held getretenen Freistoß nur mit Mühe zur Ecke klären. Damit hatten die Fürtherinnen die erste Anfangsoffensive der Gäste gekonnt beantwortet und sich vom größten Druck befreien können.

In der Folge war es das Kleeblatt, das den Ton auf dem Feld angab. Nicht nur was die Chancen anging, sondern auch die Spielanteile. Nach einem schönen Doppelpass mit Maier bediente Jennifer Costanzo erneut Buckel, die diesmal knapp rechts drüber zielte (16.). Die Gäste verlagerten sich nun auf Konterspiel und entwickelten hierbei auch durchaus Gefahrenmomente. Kantar hatte Tamara Schneider auf der linken Seite lang geschickt, Stefanie Schwarz sah nur noch die Fersen der flinken Flügelspielerin und auch Andrea Walter konnte nur noch störend eingreifen, den Torschuss jedoch nicht verhindern. Diesen – abgegeben aus spitzem Winkel – konnte die Münchnerin allerdings nur am Gehäuse vorbei setzen. Unmittelbar vorher hatten die Fürtherinnen in Person von Maier noch zwei Gelegenheiten gehabt, zunächst hielt Pitter den Schuss der Stürmerin (25.), dann nutzte die Keeperin ihren Vorteil mit den Händen zum Ball gehen zu können, um der Angreiferin den Ball quasi von der Stirn zu pflücken (26.).

Die Mehrzahl der Chancen waren weiterhin auf Seiten der Fürtherinnen, so scheiterte Walter nach einem erneuten Freistoß – die Gäste stellten sich hier vor dem eigenen Strafraum etwas ungeschickt an – per Kopfball an Pitter (35.). Doch auch die Münchnerinnen machten ihre Sache zum Glück nicht besser, so scheiterte Strauß kurz vor der Halbzeitpause per Freistoß an der eigenen Ungenauigkeit.

Nach dem Seitenwechsel – zur Pause war Sabrina Walter für Jennifer Costanzo gekommen – war es wieder der FC Stern, der zunächst auf die Führung drängte. In dieser Phase musste sich die SpVgg mit Mann – beziehungsweise Frau – und Maus verteidigen. Hellen Nottebrock zielte in der 53. nur knapp über die Querlatte, nachdem sie von Strauß per Eckball bedient worden war. Zehn Minuten später wurde es noch einmal brisant, als die auffällige Schneider durch einen langen Diagonalball bedient worden war. Sabrina Walter konnte sich ihr gerade noch in den Weg werfen und den Schuss soweit entschärfen, dass Sandra Klug im Fürther Tor keine Mühe hatte, das Leder zu sichern.

Nun hatten die Fürtherinnen das Spiel auch wieder weitgehend unter Kontrolle und hätten durch Stefanie Schwarz in der 78. Minute sogar in Führung gehen können. Von links kam der Ball mustergültig in den Lauf der Fürtherin, diese traf die Kugel aber nicht richtig und so ging der Ball rechts am Tor vorbei. Unmittelbar vorher hatte die in diesem Spiel blass gebliebene Münchner Torjägerin Nora Bohaimid das Feld bereits entnervt verlassen müssen. Nach einem rüden Foul an Katharina Vornehm sah sie zunächst die gelbe Karte und wurde direkt anschließend von Harald Schwaiger gegen Marlies Hagenbach ausgetauscht.

In der Endphase entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung. Tatsächlich kamen auch beide Teams zu ihren Möglichkeiten. Die besseren vergaben die Gäste: Drei Minuten vor dem Ende war es ein Freistoß, den Andrea Walter per Kopf unglücklich verlängert hatte. Evelyn Maß schnappte sich die Kugel auf der rechten Seite des Kleeblatt-Strafraumes. Anna Buckel wollte retten, kam jedoch zu spät und so standen sich Maß und Klug Aug in Aug gegenüber. Die Fürther Keeperin verkürzte den ohnehin schon spitzen Winkel geschickt und konnte den Versuch der Münchnerin ans Außennetz lenken.

Aufregung dann noch in den letzten Momenten der Partie: wieder hatte Schneider einen langen Ball nach vorne gefeuert, diesmal auf Hagenbach. Diese drang in den Strafraum ein und Nina Kohout warf sich mit hohem Risiko in den Weg. Sie klärte die Situation, brachte allerdings auch die Stürmerin zu Fall und die Gäste aus der Landeshauptstadt hatten vehement einen Strafstoß gefordert, den ihnen der besonnen leitende Schiedsrichter Venus versagte. Bereits vorher hätten die Fürtherinnen gerne einen Handelfmeter für sich gehabt, doch auch hier blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm.

So endete diese packende Begegnung mit einem leistungsgerechten Remis, mit dem wohl beide Seiten leben können. Auch wenn Trainer Koc noch Verbesserungspotential in seiner Mannschaft sieht, mit diesem Punkt konnte er gut leben. „Wir haben die Bälle manchmal etwas zu leichtfertig verloren, aber die Münchner waren ein starker Gegner und körperlich präsenter als wir, also geht das Unentschieden in Ordnung.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug - Schwarz, A. Walter, Held, Felbinger - Franke (80. Schroll), Vornehm - Schmidt (73. Kohout), Buckel, Costanzo (46. S. Walter) - Maier - Trainer: Kenan Koc
FC Stern München: Pitter - Shala, Sekiraqa, Schleupner, Scherber - Maß, Nottebrock - Kantar (59. Wittmann), Schneider - Strauß (86. Engelhardt), Bohaimid (75. Hagenbach) - Trainer: Harald Schwaiger
Schiedsrichter: Niels Venus
Zuschauer: 80
Gelbe Karten (Gast): Bohaimid, Wittmann
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