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Saison 2014/2015
8. Spieltag - So., 26.10.2014, 15:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FC Moosburg
2:3 (0:3)
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Wieder einmal muss sich die SpVgg Greuther Fürth mit einer Niederlage abfinden. Wieder einmal hatte diese ihre Gründe in der 1. Halbzeit. Wieder einmal hatte man den Gegner im 2. Durchgang an die Wand gespielt, doch wieder einmal hat es am Ende nicht mehr gereicht.

Dabei hatte sich das Spiel der Fürtherinnen stark verbessert, wenn man als Vergleich die Partie beim SC Regensburg heranzieht. Zwar war es der FC Moosburg, der sich gleich in der 2. Minute erstmals gefährlich zeigte – nach einem Freistoß hatten sich Sandra Klug im Tor und Katharina Franke gegenseitig behindert und der Ball landete bei Lisa Mair, die per Kopf abschloss –, doch am Ende konnte Klug sicher entschärfen. Nach einer knappen Viertelstunde war es schließlich Sabrina Schroll, die als erste Fürtherin ihr Glück versuchte: Nachdem Lara Schmidt schön auf den rechten Flügel gespielt und sich Stefanie Schwarz das Leder erlaufen hatte, legte sie auf Katharina Franke ab. Diese flankte auf Schroll, deren Kopfball aber über das Gehäuse flog (14.).

Auf der anderen Seite lief es nicht besser und Annika Lindhorst schoss aus 40 Metern Entfernung per Freistoß ebenfalls über den Querbalken (17.). Es war ein offenes Spiel und so ließ die nächste Chance der Fürtherinnen nicht lange auf sich warten. In der 20. Minute hatte Klug den Ball heraus geschlagen und Schroll bediente die aufgerückte Außenverteidigerin Julia Gerber, deren Versuch aus spitzem Winkel von Torhüterin Kink aber zur Ecke geklärt werden konnte. Den Rückschlag musste die SpVgg dann in der 26. Minute hinnehmen. Im Zurücklaufen bekam Stefanie Schwarz den Ball an den Oberarm „Der Ball ist gegen meinen Oberarm gegangen. Aber wie soll ich denn den Arm da weg tun? Der ist da angewachsen und war am Körper angelegt.“, schimpfte Schwarz nach dem Spiel noch immer. Dennoch gab es Freistoß. Lindhorst spielte überraschend auf den – aus ihrer Sicht rechten Pfosten hinaus, wo Mair und Julia Gerber standen. Die Fürtherin war offensichtlich überrascht und plötzlich zappelte die Kugel im Netz.

Unbeeindruckt versuchte das Kleeblatt sofort wieder gleich zu ziehen, doch Christina Maiers Schuss aus 18 Metern landete genau in den Armen der Keeperin (28.). Nur eine weitere Minute später war Maier die Vorbereiterin. Schroll hatte zunächst von rechts geflankt. Der Ball wurde abgeblockt und Maier legte im zweiten Versuch quer auf den zweiten Pfosten, wo Lara Schmidt angeflogen kam, aber an der Kugel vorbei grätschte. Statt des zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleiches, setzten allerdings die Gäste noch einen drauf: Nach einem Querpass hatte Lisa Mair den Ball plötzlich kurz vor dem Strafraum auf halblinker Position. Ihre Freiheiten – im Umkreis einiger Meter befand sich keine Fürtherin – nutzte sie und hob das Leder zum 0:2 ins lange Eck (31.).

Dieser Treffer zeigte schließlich Wirkung beim Kleeblatt und Moosburg gewann nun etwas die Initiative. Einen Angriff von der linken Seite konnte Klug nur abklatschen, doch Stephanie Müller zielte im Nachschuss über das Fürther Tor. Zwei Minuten später rollte der nächste Angriff, diesmal über die rechte Angriffsseite, von wo aus Sonja Reiter nach innen legte. Maßgenau landete der Ball bei Stephanie Müller, die in die Schnittstelle gestartet war. Die Angreiferin stand nun alleine vor Sandra Klug. Die Fürther Torsteherin hatte erneut das Nachsehen und musste das Spielgerät ein drittes Mal aus dem Netz holen (36.).

Auch wenn dieses Tor wie eine Vorentscheidung aussah, wollten sich einige Fürtherinnen nicht damit abfinden. Christina Maier bekam den Ball im Mittelfeld und machte sich auf der linken Seite auf den Weg. Sie umspielte Bassl und drang von links in den Strafraum ein. Die Keeperin kam entgegen und verkürzte den Winkel, Maier schloss dennoch ab und traf…leider nur den Pfosten (40.). So ging es mit einem mehr als unglücklichen und deutlich zu hohen 0:3-Rückstand in die Kabine.

Mit gehöriger Wut im Bauch kam die SpVgg auf den Platz zurück und war sofort wieder präsent. Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff flankte Lara Schmidt von links in den Fünfmeterraum, wo Torhüterin Christina Kink den Ball gerade noch von Carina Nastvogels blondem Köpfchen pflücken konnte. Zwei Minuten später war Kink erneut Endstation, als sie einen Kopfball von Maier fing. Schließlich sollte es aber doch noch gelingen, eine der bereits sehr guten Chancen zu nutzen. Laura Felbinger hatte einen Ball aus der Abwehr heraus geschlagen. Nastvogel verlängerte auf Christina Maier und diese setzte sich gleich gegen zwei Verteidigerinnen durch, umkurvte die Keeperin und ließ anschließend ihrem aufgestauten Frust freie Bahn, als sie das Spielgerät entschlossen in die Maschen hämmerte (53.).

Dieses Tor gab dem Kleeblatt weiter Auftrieb und vier Minuten später machte sich Stefanie Schwarz auf in den Strafraum. Kink stürmte aus dem Kasten und holte die Fürtherin unfair von den Beinen. Auch wenn sie sich dabei selbst verletzt hatte, konnte Schiedsrichter Nikolai Presl nicht anders, als auf Strafstoß und gelbe Karte zu entscheiden. Auch über einen Platzverweis hätte man diskutieren können, diese Karte ließ Preßl aber stecken. Spielführerin Katharina Franke übernahm die Verantwortung und stellte den 2:3-Anschluss her.

Mit Macht drängten die Fürtherinnen nun auf den Ausgleich, der hochverdient gewesen wäre. Die starke Maier bediente in der 66. Minute Lara Schmidt, doch diese legte sich den Ball einen Schritt zu weit vor, so dass Kink erneut eingreifen konnte. Zwei Minuten später hatte sich Schwarz auf der rechten Seite den Ball erlaufen und von der Grundlinie herein geflankt. Maier kam mit dem Kopf dran, der Versuch wurde allerdings abgeblockt und Franke scheiterte aus 22 Metern mit dem Nachschuss an der Torhüterin. Eine letzte große Chance bot sich dann noch einmal Christina Maier, die den Ball aus dem Mittelfeld durchgesteckt bekam. Diesmal kam der Ball nicht genau genug und so konnte Kink das Leder gerade noch aus der Gefahrenzone schlagen.

So blieb es bei diesem unbefriedigenden 2:3 aus Sicht der Fürtherinnen. Der Aufsteiger Moosburg konnte sich über glücklich eingefahrene Punkte freuen, während die Fürtherinnen erneut mit leeren Händen da standen. Zwei Abwehrfehler waren es diesmal, die – wie konnte es anders gewesen sein – in der ersten Halbzeit den Sieg gekostet hatten. „Es ist zum kotzen!“ fand Stefanie Schwarz deutliche Worte um ihren Frust auszudrücken und dürfte damit das ausgesprochen haben, was auch ihre Mannschaftskolleginnen gedacht hatten. Auch Stürmerin Christina Maier zeigte sich unzufrieden und resümierte am Ende „Wenn man sich so anstrengt und gut spielt, ist es bitter, wenn dann solche Tore fallen. Aber wir hatten ja noch einige echt gute Chancen und haben die leider auch nicht gemacht.“

Es gilt nun die Köpfe nicht hängen zu lassen und auf der Leistung aufzubauen, die das Team gegen Moosburg gezeigt hat und die Pause zu nutzen, um mit voll geladenen Akkus in zwei Wochen gegen den ETSV Würzburg endlich das ersehnte Erfolgserlebnis einzufahren.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug - Gerber, A. Walter, Held, Felbinger - Franke - Schwarz (67. Vornehm), Schmidt - Costanzo (34. Nastvogel) - Schroll (75. Kohout), Maier - Trainer: Kenan Koc
FC Moosburg: Kink - Spitaler (54. Floß), Bassl, Lindhorst, Irl (71. Rehmann) - F. Fischer - Reiter (80. Ruschig), E. Fischer, Klandt (83. Schottel) - Müller, Mair - Trainer: Udo Seidl
Tore: 0:1 Mair (26.), 0:2 Mair (31.), 0:3 Müller (36.), 1:3 Maier (53.), 2:3 Franke (57., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Nikolai Presl
Zuschauer: 80
Gelbe Karten: A. Walter
Gelbe Karten (Gast): Kink, F. Fischer
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