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Saison 2014/2015
11. Spieltag - So., 23.11.2014, 15:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SpVg Eicha
2:2 (0:0)
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Sehr engagiert begann die – ausnahmsweise von U17-Trainer Peter Münz gecoachte – Mannschaft auf dem Kunstrasen des Fürther Trainingszentrums auch das Spiel. Bereits in der zweiten Minute zeigten die Kleeblatt-Frauen, dass sie „da“ waren. Ein langer Ball in die Spitze brachte gleich die erste Torchance, die allerdings noch nichts einbrachte. Die ersten zwanzig Minuten sollte sich auch am Bild nicht viel ändern. Die SpVgg zeigte, wer die Heimmannschaft war und Katharina Franke prüfte einmal die Torhüterin per Fernschuss – Leipold blieb jedoch Siegerin. Besonders über die rechte Seite – über Stefanie Schwarz – ging viel, hier fanden die „Trächerinnen“ zunächst keine Mittel.

Nach etwa einer halben Stunde aber ließ der Fürther Offensivdrang etwas nach, weil auch Eicha immer besser in die Partie fand. So neutralisierten sich beide Teams mehr oder weniger, doch immer wieder setzten die Fürtherinnen kleine Stiche. Kathrin Fink setzte sich auch einmal schön auf ihrer linken Seite durch, schoss dem Torwart allerdings nur in die Arme (39.). Die Gäste kamen in der gesamten ersten Halbzeit lediglich zu einer nennenswerten Torchance, als Julia Brückner einen Freistoß direkt auf das von Isabell Rokitte gehütete Tor trat, die Keeperin allerdings Siegerin blieb.

So hatte die SpVgg die erste Halbzeit deutlich beherrscht und hätte kurz vor der Pause noch die Chance gehabt in Führung zu gehen, doch einen von Sabrina Schroll direkt flach auf das Tor geschossenen Freistoß konnte Leipold im Gästetor gerade noch zur Ecke lenken (44.).  Überhaupt war Sabrina Schroll ein Aktivposten im Fürther Spiel, allerdings fehlte ihr die Genauigkeit, um daraus auch Kapital zu schlagen.

Kaum hatte die zweite Halbzeit begonnen, musste die SpVgg allerdings einen Rückschlag hinnehmen. Julia Fellisch schlug einen Freistoß in den Fürther Strafraum, der Ball landete bei Lisa Hümmer und diese hatte keine Mühen, zur völlig überraschenden Führung der Gäste einzuschießen. Dieser Treffer stellte das Spiel völlig auf den Kopf und die SpVgg zeigte sich zunächst etwas geschockt. Die Gäste kamen nun zu den besseren Chancen und so verpasste zunächst Nina Häublein (49.) und anschließend Julia Brückner (57.) und Romina Kuffner (61.).

Nur langsam befreiten sich die Fürtherinnen wieder vom Druck der Gäste. Diese kämpften verbissen und übertrieben es teilweise etwas mit der Härte, so musste Julia Gerber nach einer guten Stunde länger behandelt werden, nachdem sie brutal gefoult worden war. Langsam kam das Kleeblatt nun aber wieder besser ins Spiel und schaffte es, das Geschehen mehr und mehr zu bestimmen. Nach einem Freistoß von Held war es wieder Schroll, die zum Kopfball kam, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte (67.). Nun schnürten die Fürtherinnen den Gegner wieder in dessen Hälfte ein.

Anschließend aber Glück für die SpVgg, als Daniela Held eine Gegenspielerin auf Höhe der Mittellinie zu Fall gebracht hatte. Schiedsrichter Holz erkannte jedoch zum Glück nicht auf Notbremse und beließ es bei einer gelben Karte.

Zehn Minuten vor Schluss tauschte Peter Münz das Personal und schickte gleich drei frische Spielerinnen auf den Platz. Es sollte aber noch fünf weitere Minuten dauern, ehe die SpVgg zum verdienten Ausgleich kam. Daniela Held schickte Laura Felbinger mittels Freistoß auf die Reise. Die quirlige Fürtherin war instinktiv in die Gasse zwischen den beiden Innenverteidigerinnen gelaufen und hatte so den Ball erreicht. Auf Höhe der Strafraumkante – die Torhüterin kam ihr bereits entgegen – machte Felbinger den Fuß lang und lupfte das Leder über die Torhüterin in die Maschen (85.).

Die Freude sollte allerdings nur kurz währen, denn ganze zwei Minuten später die erneute kalte Dusche für die Kleeblatt-Elf: Auf Höhe des Strafraums hatte Eicha einen Freistoß zugesprochen bekommen. Im anschließenden Durcheinander im Strafraum gelang es den Fürtherinnen nicht, den Ball zu klären und Nina Häublein brachte die „Trächerinnen“ erneut in Front.

Die Fürtherinnen riskierten nun alles. In der 90. Minute kamen sie zu einer Ecke. Der Ball landete bei Schroll, deren Schuss allerdings von einer Verteidigerin gerade noch von der Linie gekratzt werden konnte. Doch noch war die Partie nicht zu Ende. Noch einmal bekam das Kleeblatt eine Chance. Nina Kohout führte einen Freistoß von der linken Seite aus. Alles was die Fürtherinnen aufzubieten hatte, war im Gästestrafraum versammelt. Der Ball war lang unterwegs und fand schließlich den blonden Kopf von Carina Nastvogel. „Ich habe gesehen, dass noch eine Mitspielerin vor mir war, habe gerufen sie solle weg bleiben, bin hochgesprungen und hab ihn genau erwischt und drin war er“, beschrieb die Angreiferin ihren Treffer nach dem Spiel. „Erst konnte ich es gar nicht glauben, mein erstes Kopfballtor, dann hab ich mich nur noch riesig gefreut.“

„Wenn wir wieder verloren hätten wäre das total unverdient gewesen“, stellte auch Stefanie Schwarz fest. „Wir haben heute wirklich 90 Minuten alles gegeben, gekämpft und gearbeitet und uns damit wirklich mindestens diesen Punkt verdient. Als Carina das Tor gemacht hat, hab ich auf der Ersatzbank gefeiert, als wären wir gerade Weltmeister geworden.“, beschrieb die Flügelspielerin ihre Erleichterung nach dem hochverdienten Ausgleich.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Rokitte – S. Walter (66. Kohout), A. Walter, Held, Gerber – Franke – Schwarz (79. Vornehm), Fink (79. Schmidt) – Felbinger – Schroll, Maier (79. Nastvogel) - Trainer: Peter Münz
SpVg Eicha: Leipold – Schrüfer, Kuffner (88. Ittner), Sollmann, Brückner, Sommer, Eberth, Häublein, Hümmer, Hoch, Fellisch - Trainer: Steffen Pluta
Tore: 0:1 Hümmer (47.), 1:1 Felbinger (85.), 1:2 Häublein (87.), 2:2 Nastvogel (90.)
Schiedsrichter: Magnus Holz
Zuschauer: 50
Gelbe Karten: S. Walter, Held
Gelbe Karten (Gast): Sommer, Brückner, Hümmer
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