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Saison 2014/2015
14. Spieltag - Sa., 04.04.2015, 16:00 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SpVgg Kaufbeuren
4:0 (0:0)
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Mit einem zu keiner Zeit gefährdeten Erfolg über den Tabellenvorletzten, die SpVgg Kaufbeuren hat die Fürstenhöfer-Elf drei eingeplante Punkte eingefahren. Auf dem Papier war die Situation bereits vor dem Spiel eigentlich klar gewesen, denn die Tendenzen der beiden Mannschaften hatten eine eindeutige Sprache gesprochen. Auf dem Platz zeigte sich dann aber, dass auch die Allgäuerinnen durchaus in der Lage waren, den Fürtherinnen ihre Aufgabe schwer zu machen.

Im ersten Durchgang brauchte es schon eine Menge Geduld. Zwar kam man ganz gut ins Spiel, die klaren Chancen waren aber zunächst Mangelware, denn immer wieder gelang es der Vielbeinigen Abwehr vor Torhüterin Anna Wellmann, den Ball noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu schlagen oder wenigstens den Laufweg der Fürtherinnen zuzustellen, so dass das Tor relativ ungefährdet war. Erst nach einer halben Stunde wurde es das erste Mal brandgefährlich: Laura Felbinger hatte eine Ecke von der linken Seite direkt auf das Tor gezogen und Wellmann konnte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken.

Nur eine Minute später war nach einer schnellen Seitenverlagerung Lara Schmidt auf und davon und zog schließlich von der Strafraumkante ab, leider zielte sie allerdings einen Meter zu hoch. Oliver Fürstenhöfer war mit dem Spiel seiner Mannschaft weitgehend zufrieden, als der Schiedsrichter zur Halbzeit geladen hatte. „Die machen das doch ganz gut“, äußerte er sich, als es aus der Kabine wieder zurück auf den Kunstrasen ging.

Wie schon im ersten Durchgang lag die Hoheit bei der Heimmannschaft. Kaufbeuren kam bereits im ersten Durchgang nur selten zu Vorstößen, in der zweiten Hälfte allerdings sahen sie den Strafraum der Fürtherinnen so gut wie gar nicht mehr aus der Nähe. Die Abwehr um Katharina Vornehm und Nina Kohout unterband Gefahren bereits im Ansatz.

Stürmerin Christina Maier war es, die Wellmann im zweiten Durchgang ein erstes Mal prüfte: Nach einer Flanke der frisch eingewechselten Anna Buckel zog sie von der Strafraumkante ab, Wellmann konnte aber halten (55.). Zwei Minuten später war es die ebenfalls eingewechselte Lena Bieber, die eine große Chance ausließ: Nach einer Flanke von der linken Seite war sie völlig frei vor Wellmann, die Keeperin konnte den Schuss der Fürtherin aus 12 Metern aber irgendwie noch zur Ecke parieren (57.). Damit war die Gefahr noch nicht gebannt, denn nach längerem Gewühle im Kaufbeurer Strafraum kam Stefanie Delatron aus der zweiten Reihe zum Abschluss, verpasste das Gehäuse aber knapp.

Ständig rollten nun die Angriffe des Kleeblatts, denen die Allgäuerinnen immer weniger Gegenwehr entgegen stellen konnten. Nur Wellmann verhinderte Schlimmeres, so auch in der 64. Minute, als sie einen Drehschuss von Buckel unter sich begraben konnte. Dann aber sollte sich die Geduld der Weiß-Grünen endlich auszahlen: Andrea Walter – die dritte eingewechselte Spielerin – hatte sich durchgesetzt und Christina Maier bedient. Diese drang von der rechten Seite in den Strafraum ein und feuerte das Leder nach 66 Minuten zur Führung ins lange Eck, Torhüterin Wellmann war diesmal ohne Chance.

Dieser Führungstreffer löste schließlich auch die letzten Blockaden in den Köpfen der Fürtherinnen, wie Lara Schmidt nach dem Spiel feststellte. Schmidt war es auch, die nur zwei Minuten nach der Führung erhöhte. Sie selbst hatte sich halbrechts im Mittelfeld durchgesetzt und lief alleine auf die bedauernswerte Anna Wellmann zu. Schmidt zielte auf das linke Eck und die Torhüterin warf sich vergeblich nach dem Leder. Es klapperte, als der Ball an den linken Torpfosten knallte. „Am Anfang dachte ich, der springt wieder raus, aber ich war natürlich froh, dass er doch rein gegangen ist“, freute sich die Torschützin nach dem Treffer.

Damit war Kaufbeuren besiegt und das Spiel entschieden. Allerdings waren noch beinahe 20 Minuten zu spielen. In dieser Zeit ließ das Kleeblatt aber keine Zweifel mehr aufkommen und spielte weiter nach vorne. Belohnt wurde das ein drittes Mal in der 83. Minute, als Christina Maier sich für die Torvorlage durch Andrea Walter revanchierte. Diesmal legte Maier den Ball punktgenau in Walters Lauf. Diese war von links quer in den Strafraum gestartet und Maier hatte genau in die Schnittstelle serviert. Walter spitzelte das Leder schließlich an Wellmann vorbei und stellte auf 3:0. „Das war einfach ein megagenialer Ball von Chrissi. Dann konnte ich meine Schnelligkeit ausspielen und dachte mir nur noch ‚jetzt bloß nicht am Tor vorbei schießen‘, hat ja aber gut geklappt.“, so Walter nach dem Spiel.

Den Schlussstrich unter das Spiel zog schließlich Abwehrspielerin Nina Kohout, als sie drei Minuten vor dem Ende der Partie Wellmann mittels direkt verwandelten Freistoß überwinden konnte. Andrea Walter fasste das Spiel schließlich noch einmal zusammen: „Wir mussten den Gegner in der ersten Halbzeit erst müde spielen. Da haben uns die zwingenden Aktionen noch gefehlt. Aber wir haben die Ruhe bewahrt und es im zweiten Durchgang besser gemacht, uns Chancen erspielt und die dann auch eiskalt genutzt.“

Mit dem zweiten Sieg in Folge hat die SpVgg wohl wieder in die Erfolgsspur zurück gefunden. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist nun auf beruhigende 13 Zähler angewachsen und der Blick darf nun wieder nach vorne, noch wichtiger aber die Köpfe der Spielerinnen wieder nach oben gehen. Endlich gelingt es der Elf von Oliver Fürstenhöfer wieder, sich für die eigenen Leistungen zu belohnen. 7:1 Tore und sieben Punkte aus drei Spielen sprechen eine eindeutige Sprache.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Faßold (53. Buckel), Kohout, Vornehm, Delatron – Franke – Schmidt, Gerber (63. A. Walter) – Felbinger (78. Langer) – Maier, Nastvogel (46. Bieber) - Trainer: Oliver Fürstenhöfer
SpVgg Kaufbeuren: Wellmann – Reggel, Knestel, Höfler, Quaisser – Meichelböck (72. Hildenbrand), Hansmann – Benzschawel, Weißenbach (55. De Oliveira da Silva), Schneider – Hackl - Trainer: Tibor Mesaros
Tore: 1:0 Maier (66.), 2:0 Schmidt (68.), 3:0 Walter (83.), 4:0 Kohut (87.)
Schiedsrichter: Markus Eymold
Zuschauer: 34
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