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Saison 2014/2015
21. Spieltag - Sa., 23.05.2015, 18:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FC Karsbach
5:0 (2:0)
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Mit einem zu keiner Zeit gefährdeten 5:0-Sieg im letzten Heimspiel der Saison 2014/15 biegt die Bayernligamannschaft der SpVgg Greuther Fürth auf die Zielgerade ein. Der letzte Gegner der laufenden Spielzeit wird die SpVg Eicha sein, die das Kleeblatt am kommenden Samstag um 17:00 Uhr empfangen wird.

Im Spiel gegen den bereits abgestiegenen FC Karsbach ließ die SpVgg keinen Zweifel, wer das Sagen auf dem Kunstrasenplatz des Profi-Trainingszentrums hatte. Lara Schmidt war es, die bereits in der zweiten Minute den ersten Warnschuss auf das von Denise Nehls gehütete Karsbacher Gehäuse abgab. Die Keeperin konnte hier jedoch noch schlimmeres verhindern und den Schuss von Schmidt abwehren. Bereits fünf Minuten später aber war Nehls machtlos: Daniela Held hatte den Ball nach vorne geschlagen und Laura Felbinger machte sich mit der Kugel auf und davon. Aus zentraler Position, etwa 18 Meter vor dem Tor zog sie ab und Nehls streckte sich vergeblich, das Kleeblatt war in Führung gegangen (7.).

Auch weiterhin fand Karsbach nicht ins Spiel und musste sich in der Folge bei ihrer Torhüterin bedanken, dass das Spiel nicht bereits nach kurzer Zeit entschieden war. Nur eine Minute nachdem sie die Führung erzielt hatte, scheiterte Felbinger an Nehls und auch in der elften Minute blieb die Keeperin Siegerin. Stefanie Delatron hatte den Ball schön an der Linie entlang in den Lauf von Lara Schmidt gelegt, diese hatte geflankt und Lena Bieber gefunden, deren Kopfball aber Beute der Torhüterin wurde. Die SpVgg nahm sich nun etwas Zeit um zu verschnaufen, ohne aber den Gegner auch nur ansatzweise in die Nähe des eigenen Strafraums kommen zu lassen.

Nach gut 20 Minuten drückte das Kleeblatt dann wieder mit Macht nach vorne. Zunächst hatte sich Anna Buckel auf der linken Seite schön durchgesetzt und ließ gleich drei Gegenspielerinnen staunend und mit verknoteten Beinen hinter sich. Überlegt spielte sie von der Grundlinie auf Schmidt zurück, deren Schuss aus zehn Metern aber zu schwach war, um Denise Nehls in Verlegenheit zu bringen (24.). Fünf Minuten später dann eine mehr als 100%ige Chance: Anna Buckel hatte einen Eckball auf den zweiten Pfosten geschlagen, wo Christina Maier den Ball erreichte und in die Mitte, auf Höhe des Fünfmeterraumes hob. Dort war Andrea Walter in Position gelaufen, doch sie traf nur die Keeperin. Walter reagierte beim Abpraller am schnellsten und versuchte sich erneut, doch wieder konnte Nehls abwehren. So stand es weiter nur 1:0 und auch nur eine Minute später blieb Nehls Siegerin, diesmal parierte sie den Schuss von Anna Buckel, nach deren schönem Alleingang durch die Mitte (30.).

Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe der Ball auch einmal den Weg in den Fürther Strafraum finden sollte. Nach einem Freistoß segelte er allerdings harmlos in den Strafraum, wo Christine Endres keine Mühe hatte. Die Antwort der Fürtherinnen folgte auf dem Fuße: Nach einer schönen Ballstafette im Mittelfeld tauchte Christina Maier mit dem Ball erstmals gefährlich vor dem Karsbacher Tor auf. Von der Strafraumkante aus zog sie ab und feuerte die Kugel an Nehls vorbei zum 2:0 ins Netz (36.). Die Verhältnisse waren gerade gerückt und nichts deute im Verlauf der letzten Minuten bis zur Pause mehr darauf hin, dass Karsbach hier etwas mitnehmen könnte. Der Ball war fast durchgehend im Besitz der Fürstenhöfer-Elf und hätte diese ihre Chancen genutzt, wäre bereits alles klar gewesen, einzig Denise Nehls hatte etwas dagegen gehabt.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb alles beim Alten und schnell setzten die Fürtherinnen den nächsten Wirkungstreffer. Schmidt war im Abseits gewesen und es gab logischerweise Freistoß für Karsbach. Diesen spielte Nehls allerdings direkt in die Füße von Laura Felbinger. Diese spielte auf Christina Maier und die Stürmerin bediente die rechts anlaufende, in der Pause eingewechselte, Carina Nastvogel. Die Karsbacher Abwehr war aufgerückt und völlig offen und so hatte Nastvogel kaum Mühe, den Ball links an Nehls vorbei in die lange Ecke zu schieben (50.).

Endgültig entschieden war die Partie dann nach 53 Minuten. Andrea Walter legte den Ball schön in den Lauf der zentral gestarteten Lara Schmidt. Die Flügelspielerin ging mit Tempo durch die Abwehr und hatte nur noch die Keeperin vor sich. Aus 14 Metern ließ Schmidt ihr aber keine Chance und erhöhte auf 4:0. Zehn Minuten später hätte Schmidt sogar noch einen drauf legen können. Maier hatte sich rechts zur Grundlinie durchgetankt und auf Schmidt zurück gelegt. Den Schuss konnte Nehls noch mit den Händen an die Latte lenken und die Abwehr konnte schließlich klären.

Maier und Schmidt waren auch die Akteure der nächsten nennenswerten Möglichkeit, diesmal war Schmidt die Vorbereiterin. Sie hatte Maier bedient, die sich gegen Daniela Siedler durchsetzen konnte. Vom Elfmeterpunkt schob Maier anschließend die Kugel rechts in die Ecke und es stand 5:0 (72.). Das sollte es dann beinahe gewesen sein. Fast, denn es sollte noch zweimal „scheppern“. Zunächst hatte Denise Nehls den Ball direkt auf Christina Maier gespielt. Die Stürmerin reagierte schnell und hob die Kugel über die Torhüterin, allerdings knallte das Spielgerät gegen den linken Torpfosten (75.). Im Gegenzug  kam auch der FC Karsbach noch einmal zu einer Möglichkeit, nun zwei-, dreimal Freiheiten nutzend, die die Fürtherinnen nun boten. Pauline Kleinhenz hatte sich gegen Vanessa Faßold durchgesetzt und nach innen gelegt, die dort postierte Stürmerin jedoch verfehlte das Fürther Tor um etwa einen Meter.

Und noch einmal prüften die Fürtherinnen die Festigkeit des Aluminiumgestänges, denn in der Schlussminute traf auch Daniela Held mit einem Schuss aus gut 20 Metern nur den linken Pfosten. Allein die drei Treffer an Latte und Pfosten waren noch einmal ein Beleg dafür, dass der Sieg der Fürtherinnen auf jeden Fall verdient gewesen war. Auch in dieser Höhe war das 5:0 ein gerechtes Ergebnis und der FC Karsbach hätte sich nicht beschweren dürfen, wäre dieses Ergebnis noch höher ausgefallen. Das Pech der Fürtherinnen und eine glänzend haltende Denise Nehls waren die Gründe dafür, dass es bei nur fünf Toren geblieben war.

Offensiv fanden die Gäste zudem kaum statt und die Bemühungen selbst ins Spiel zu kommen, endete für den Tabellenletzten in der Regel spätestens im defensiven Mittelfeld der Fürtherinnen, in jedem Fall aber an der – oft weit aufgerückten – Abwehrreihe um Nina Kohout und Andrea Walter. Mit diesem Erfolg dürfte sich die SpVgg endgültig einen Platz im vorderen Mittelfeld der Bayernligatabelle gesichert haben und hat am kommenden Wochenende in Eicha noch einmal die Gelegenheit, diesen Platz zu festigen und die Saison zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen.

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Endres – Delatron, A. Walter, Kohout, Langer (73. Gerber) – Held – Schmidt, Felbinger (62. Faßold) – Buckel – Maier, Bieber (46. Nastvogel) - Trainer: Oliver Fürstenhöfer
FC Karsbach: Nehls – Rehm, Siedler, Brandenstein, Bauer(58. Hildenbeutel) – Stegmann – Müller, Kleinhenz – Rosenberger (68. Blum), Kneitz – Franz - Trainer: Daniela Siedler
Tore: 1:0 Felbinger (7.), 2:0 Maier (36.), 3:0 Nastvogel (50.), 4:0 Schmidt (53.), 5:0 Maier (72.)
Schiedsrichter: Janine Klemm
Zuschauer: 50
Gelbe Karten (Gast): Brandenstein
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