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Saison 1978/1979
5. Spieltag - Sa., 26.08.1978, 15:30 Uhr
Wormatia Worms - SpVgg Fürth
4:1 (1:0)

Am Fürther Laubenweg wachsen die Bäume noch lange nicht in den Himmel. Mit einem 4:1-Sieg stoppte Wormatia Worms den Höhenflug der SpVgg Fürth und holte die ein bisschen überheblich gewordenen Kleeblättler nachhaltig in die rauhe Wirklichkeit zurück.
Gewiß fehlte Kapitän Bernhard Bergmann an allen Ecken und Enden. Er saß mit einer Muskelverletzung in Worms auf der Bank und erlebte kopfschüttelnd den Untergang seiner Mannschaft. Schmerzlich vermisst wurde aber auch Helmut Klump, der zwar unauffälligste, aber auch deckungstreueste Fürther Abwehrspieler.
In der Fürther Abwehr behielt nur Peter Löwer klaren Kopf. Vier Tore in einem Spiel hat er seit Jahren nicht mehr kassieren müssen. Es ist ausschließlich sein Verdienst, daß es nicht noch mehr wurden. Ansonsten herrschte ein heilloses Durcheinander. Wolfgang Lausen schaffte es als Libero zu keinem Zeitpunkt, die Deckung zu ordnen. Er hatte viel zu sehr mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten zu tun, als daß er sich noch um andere kümmern konnte.
Grabmeier, auf Seubert angesetzt, ließ sich beim Führungstreffer vom Wormser Mittelstürmer wie ein Anfänger verladen. Rütten deckte viel zu ungenau. So konnte der elegante, technisch beschlagene Däne Poulsen groß aufspielen und war zusammen mit Offensivverteidiger Zahn sowie Neuzugang Bihn (er war vorübergehend auch bei Fürth im Gespräch), gegen den Geyer wiederholt schlecht aussah, bester Wormate.
Erstmals in diesem Jahr stand Siegfried Grimm nach seiner langwierigen Achillessehnenverletzung wieder in der Mannschaft. Es war sein Pech, den Einstand 1978 ausgerechnet in einem Spiel zu begehen, in dem auf Fürther Seite kaum etwas lief. Trainer Hannes Baldauf hatte auf die Erfahrung der Mittelfeldspieler Heinlein, Pankotsch und Grimm gebaut - vergeblich, wie sich herausstellte.
So konnte nicht verwundern, daß bei dem desolaten Zustand der hinteren Reihen es den Angriffsspitzen weitgehend an Unterstützung mangelte. Bezeichnend, dass eine halbe Stunde verging, ehe der erste harte Schuss - er kam von Pankotsch - auf Zanders Tor abgefeuert wurde. Nach weiteren zehn Minuten prüfte Pankotsch den Wormser Schlussmann nochmals und kurz vor der Pause spielte der frühere Homburger Heinlein prächtig frei, doch landete dessen Schuss in der dritten Etage. Eine weitere Bedrohung des heimischen Gehäuses gab es erst kurz vor Schluss, doch da hatten die Wormser die Punkte längst eingefahren.
Wilhelmi, Neuzugang aus Kaiserslautern jagte, den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte zum 2:0 (54.), was Lausen vollends kopflos machte, denn gleich darauf verlor er den Ball an Bihn, der nur noch einzuschießen brauchte. Beim 4:0 (74.), von Zahn nach raffiniertem Absatzkick Seuberts erzielt, sah die Fürther Abwehr, zwischen Erstaunen und Ergriffenheit schwankend, tatenlos zu. Beinahe hätte sie noch Beifall gespendet.
Als Heubeck auf das Feld kam, wurde es ein bisschen lebhafter im Fürther Angriff. Aber erst als in der Wormer Abwehr im Gefühl des sicheren Sieges die Konzentration nachließ, kam Kirschner zu einem Gegentreffer, immerhin bereits sein sechstes Tor in dieser Saison.
An der Niederlage des Kleeblatts gibt es nichts zu beschönigen. Es war kein „Pech" dabei, der Wind beeinträchtigte das Spiel ebenfalls nicht. Worms spielte zwar mit viel Einsatz, jedoch durchaus fair. Dazu leitete der Schiedsrichter ausgezeichnet. Und wenn der Rasen des Wormser Stadions holprig ist, so haben darunter auch die Techniker der Wormatia zu leiden.
„Es war eines von jenen Spielen, wo dem Gegner beinahe alles glückt, der eigenen Mannschaft fast nichts", suchte Baldauf die schwache Leistung der Kleeblätter zu erklären. Verständlich, daß der „Schinderhannes" sich für Samstag, wenn die Offenbacher Kickers im Ronhof erscheinen, einen gesunden Bergmann wünscht und dies auch begründet: „Wir sind zu einem halben FC Bergmann geworden."
Natürlich wird die überaus mäßige Vorstellung von Worms auch Konsequenzen nach sich ziehen. Baldauf kündigte dies bereits an. Er ließ aber auch keinen Zweifel an der nächsten Zukunft aufkommen: „Wir werden diese Niederlage wegstecken, auch wenn sie sehr deutlich ausgefallen ist."

Wormatia Worms: Zander - Günther, Seelmann, Lubanski, Zahn - Raubold, Wilhelmi, Dier - Bihn, Seubert, Poulsen - Trainer: Eckhard Krautzun
SpVgg Fürth: Löwer - Grabmeier, Geyer, Lausen, Rütten - Pankotsch (56. Schäfer), Heinlein, Grimm - Bulut (72. Heubeck), Kirschner, Lambie - Trainer: Hannes Baldauf
Tore: 1:0 Seubert (25.), 2:0 Wilhelmi (54.), 3:0 Bihn (56.), 4:0 Zahn (74.), 4:1 Kirschner (81.)
Schiedsrichter: Hellwig (Niestetal)
Zuschauer: 4000
Gelbe Karten: Raubold
Gelbe Karten (Gast): Geyer
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