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Saison 1988/1989
3. Spieltag - Sa., 13.08.1988, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - Jahn Regensburg
2:1 (2:0)
Zur Pause wurde am Samstag im Ronhof die SpVgg Fürth, gegen den SSV Jahn Regensburg hochverdient mit 2:0 führend, mit viel Beifall bedacht; am Ende jedoch, nach dem mit Hängen, Würgen und einer Portion Glück über die Zeit geretteten 2:1-Vorsprung, regte sich kaum noch eine Hand unter den 1725 Zuschauern, von denen ein beträchtlicher Teil bereits vorzeitig abgewandert war.
Der Unterschied in der Leistung der Kleeblatt-Mannschaft zwischen der ersten und der zweiten Halbzeit war zu krass. Lief der Ball vor allem in den ersten 35 Minuten flüssig und elegant durch die Fürther Reihen, so kam alsbald nach Seitenwechsel Sand ins Getriebe. Es wurde getändelt, die Bälle erreichten nicht mehr den eigenen Mann, Missverständnisse taten sich auf. Der SSV Jahn, bis zur Pause eine recht bescheidene Rolle spielend, bäumte sich auf, als er merkte, wie anfällig die Kleeblättler wurden. So musste man sich unwillkürlich fragen, spielten die Ronhofer in den ersten 45 Minuten über ihre Verhältnisse? Oder ließen die Kräfte nach längstens einer Stunde so eklatant nach, dass kein Spielfluss mehr zustande kommen konnte? Jedenfalls löste dieser eklatante Abfall beim Publikum Bestürzung aus. Der Beifall, der 45 Minuten lang auf die Weiß-Grünen herabgeprasselt war, verebbte im zweiten Durchgang gar bald. Da hatte auch die flammende Pausenrede des Präsidenten Peter Eggen („Feuern Sie unsere Mannschaft an, sie dankt es Ihnen mit Toren") nichts mehr retten können. Hochstimmung verwandelte sich in Frust.
Sicherlich ist Oliver Zettl kein brillanter Fußballer und derzeit von seiner Bestform offenbar ein Stück entfernt. Dessen ungeachtet ist er nach wie vor der torgefährlichste Mann. Und im Fußball zählen nun mal die Tore, sonst nichts. Man kann sich nur sehr schwer vorstellen, dass er sich auf der Bank verbessern wird. Viele Landesligavereine würden ihn mit Handkuss nehmen.
Einen besseren Einstand, als ihn am Samstag im Ronhof die Kleeblättler hatten, gibt es nicht: Nach 30 Sekunden lag der Ball im Regensburger Gehäuse. Nach dem Anstoß hob Hermann den Ball vors Tor, Ebner verlängerte mit dem Kopf zu Sendner, und nach dessen Schrägschuss streckte sich Homeier vergeblich. Gegen die konsternierten Regensburger starteten die Fürther in der dritten Minute einen prachtvollen Angriff, doch Hüttner schoss frei vor dem Tor in die Wolken. Das musste das 2:0 sein, diese Chance durfte man nicht auslassen. Die drückende Fürther Überlegenheit fand in der 13. Minute ihren Niederschlag mit dem zweiten Treffer, ein bildschöner Flugkopfball von Hüttner nach Flanke von Ebner. Dann beinahe der Anschlusstreffer von Hemmerich, als der sonst so zuverlässige Glintschert den Ball vertändelt hatte, doch strich das Leder knapp am Fürther Gehäuse vorbei ins Aus. Dann vergaben Ebner und Hermann in aussichtsreicher Position. In der 37. Minute schien das 3:0 fällig, als Schwabenbauer den durchgebrochenen Ebner mit der Hand zu Boden riss, doch schoss Hermann den Strafstoß so lässig, dass der ausgezeichnete Homeier ohne große Mühe parieren konnte.
Zum Wiederanstoß brachte Jahn-Trainer Alfred Kohlhäufl mit Strutz (für Mendl) und Fiederer (für Pitzl) zwei neue Spieler. Mit ihnen kam Schwung in die Mannschaft von der Ratisbona. Als gar der talentierte Hemmerich in der 52. Minute per Kopfball auf 2:1 verkürzte, witterten die Männer des Schwimm- und Sportvereins Jahn Morgenluft. Während die Einheimischen immer mehr abbauten, wurden die Gäste offensiv und drängten. Die heimische Abwehr hatte Schwerarbeit zu leisten. Auch als in der 57. Minute Winkler für zehn Minuten vom Platz musste, hielt die Überlegenheit der Regensburger an. Hemmerich schoss nur knapp über die Latte, dann rettete Kastner gegen den durchgebrochenen Dzepina. Bei einem Gegenstoß scheiterte Ebner an Torhüter Homeier, der ihm den Ball vom Fuß holte. Als Zettl kurz vor Schluss vom nicht überzeugenden Schiedsrichter Walther aus Thüngersheim eine Zeitstrafe erhielt, retteten die dezimierten Fürther den äußerst glücklichen Sieg gerade noch über die Zeit.
Immerhin blieben die Fürther nach diesem 2:1 über den SSV Jahn Regensburg, der mit zum Favoritenkreis gezählt werden muss, an der Spitze der Tabelle der Landesliga Mitte.
SpVgg Fürth: Kastner - Glintschert - Lunz, Hütter - Neidhart (74. Wedel), Pickel, Hermann - Sendner, Schöll (54. Zettl), Hüttner - Ebner - Trainer: Paul Hesselbach
Jahn Regensburg: Homeier - Mendl (46. Strutz) - Kirsch, Dzepina, Poschenrieder - Schwabenbauer, Biebel, Müllerbauer, Winkler - Pitzl (46. Fiederer), Hemmerich - Trainer: Alfred Kohlhäufl
Tore: 1:0 Sendner (1.), 2:0 Hüttner (13.), 2:1 Hemmerich (52.)
Schiedsrichter: Walther (Würzburg)
Zuschauer: 1725
Besondere Vorkommnisse: Homeier hält Foulelfmeter von Hermann (37.)
Zeitstrafen: Zettl
Zeitstrafen (Gast): Winkler (57.)
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