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Saison 1988/1989
13. Spieltag - So., 23.10.1988, 15:00 Uhr
SpVgg Fürth - SpVgg Ansbach
1:0 (0:0)
Dem Anspruch einer Spitzenmannschaft wurde die SpVgg Fürth im Landesliga-Derby gegen die SpVgg Ansbach in keiner Phase des Spiels gerecht. Mit einem mühsamen 1:0-Arbeitssieg hielt sie Kontakt zum Spitzenreiter SpVgg Plattling, dies war allerdings auch schon der einzige positive Gesichtspunkt aus Ronhofer Sicht. Breitwandfußball, kein Spiel ohne Ball, mühsam quälten sich die Platzherren über die 90 Minuten. Der einzige im Fürther Weiß-Grün, der Drang und Sturm zeigte, war ein Hund mit dem Kleeblatt-Schal um den Hals, der kurz vor dem Schlusspfiff das Spielfeld stürmte und den Ronhofern offensichtlich zeigen wollte, wo es lang geht.
Die Kleeblättler waren mit ihren Gedanken offensichtlich noch in den Kabinen, als die Ansbacher schonungslos Abwehrschwächen der Platzherren aufdeckten. Der erste Warnschuss kam bereits nach zwei Minuten, als Libero Pickel ein kapitaler Abspielfehler unterlief. Der schnelle Othmer nutzte die Chance, zog allein davon, aber auch den Ball am rechten Torpfosten vorbei. Wenig gelernt hatten die Gastgeber von diesem Warnschuss. Eine Minute später machte die SpVgg-Abwehr erneut den Freischwimmerschein. Wolfram und Rank scheiterten freistehend wenige Meter vor dem Kleeblatt-Tor, den Nachschuss jagte Othmer vehement an die Latte. Die Fürther kamen in der Folge überhaupt nicht auf Touren und fanden keine Mittel gegen die schnellen Ansbacher Konter. Hektik und Überhärten auf beiden Seiten sorgten für ein zerfahrenes Spiel, bei dem die Gäste die gefälligeren und gefährlicheren Angriffe vortrugen.
Als der Ansbacher Metz nach einem groben Foul für Zeit vom Feld musste, bot sich den Gastgebern die erste Torchance. Zettl setzte einen Distanzschuss knapp neben den Pfosten. Zettl war im Übrigen einziger gefährlicher Stürmer der SpVgg vor der Pause. Er fackelte nicht lange und zog schnell ab. Ansonsten war von der SpVgg nichts zu sehen. Sie wirkte behäbig, versteifte sich auf langsamen Breitwandfußball und ließ ihre Spitzen in der Luft hängen. Kaum einmal sah man schnelle Vorstöße, kaum einmal rückte das Mittelfeld energisch nach und setzte die Gästeabwehr unter Druck. Abspielfehler wurden am laufenden Band produziert und so den Gästen das Spiel leicht gemacht. Hinzu kam, dass Hütter mit dem agilen Rank ebenso große Mühe hatte wie Sendner mit dem schnellen Othmer.
In der 25. Minute gab es erst wieder eine gute Chance für die Ronhofer, als Neidhart eine weite Flanke schlug, Hermann den Ball jedoch am Tor vorbeijagte. Fast im Gegenzug wurde Weiß herrlich freigespielt. Der setzte sich energisch durch, zielte jedoch über die Latte. Die darauf folgende Ecke köpfte der immer wieder gefährlich nach vorn stoßende Eisenberger knapp neben das Tor. Stimmung kam erst in der 35. Minute auf, als die Gastgeber endlich einmal für Druck sorgten und über Schöll einen schnellen Angriff vortrugen. Die Flanke von links jagte Ebner vehement aus fünf Metern an die Lattenunterkante. Eine Minute später hatte Zettl den Führungstreffer auf dem Fuß, als er von Hermann freigespielt wurde. Mit seinem Schuss scheiterte er aber am Ansbacher Schlussmann Koch. In der 40. Minute eilte der schnelle Rank wieder einmal Hütter davon, jagte den Ball jedoch nur ans Außennetz.
Für Aufregung sorgte kurz vor dem Halbzeitpfiff erneut Libero Pickel, als er den Ball im Mittelfeld verlor und damit Rank freie Bahn bot. Der Ansbacher Torjäger zog zwar allein auf Kastner zu, wurde aber beim Abschluss noch von einem Abwehrspieler gebremst. Der indiskutablen Leistung der "Kleeblättler" folgten beim Kabinengang entsprechende Worte. „Bleibt gleich drin", waren noch die zahmsten.
Die Enttäuschung der Fans schien einiges bewirkt zu haben. Gleich nach Wiederanpfiff setzte sich Schöll energisch auf dem linken Flügel durch. Ebner hatte keine Probleme den Ball freistehend zum Führungstreffer einzuköpfen. Der Torschütze lebte durch das Erfolgserlebnis sichtlich auf, sorgte jetzt für mehr Druck im Fürther Angriff und für gefährliche Situationen. In der 53. Minute scheiterte Zettl mit viel Pech bei einem Kopfball aus kürzester Distanz. Ansbachs Schlussmann Koch stand goldrichtig. Die Fürther Initiativen verflachten aber, als Ebner nach einem bösen Foul an Eisenberger für zehn Minuten vom Platz musste.
Die Ansbacher bekamen das Heft wieder in die Hand, zumal sich die Platzherren nur noch auf die Abwehr versteiften und mit Zettl lediglich einen Mann in der Offensive beließen. Die größte Fürther Chance zum 2:0 vergab wenige Minuten zuvor Sendner, der sich rechts durchsetzte, jedoch nicht den direkten Weg zum Erfolg suchte, sondern weit zurückspielte. Ebner war einen Schritt zu schnell und verpasste knapp die Rückgabe.
Die Schlussphase war wieder durch gravierende Abspielfehler der Ronhofer gekennzeichnet, hinzu kamen deutliche technische Mängel. So ließ Ebner freistehend den Ball unter der Sohle durchrutschen, Zettl zog bei zwei Soli knapp am Gästetor vorbei.
Am Ende reichte es so nur zu einem glücklichen 1:0-Arbeitssieg, der in den Schlussminuten nochmals kräftig in Gefahr geriet. In der 84. Minute rettete Schöll in letzter Minute vor Othmer. Weiß köpfte in der 88. Minute freistehend knapp am SpVgg-Tor vorbei und in der letzten Schlussminute verfehlte Othmer mit einem Distanzschuss knapp das Ziel.
Fazit des Derbys: Positiv sind lediglich die beiden erkämpften Punkte, die indiskutable Leistung lässt für die Zukunft allerdings einiges befürchten.
 
SpVgg Fürth: Kastner - Pickel - Lunz, Hütter, Neidhart - Sendner (75. Dow), Schöll, Hermann, Hüttner (46. Studtrucker) - Zettl, Ebner - Trainer: Paul Hesselbach
SpVgg Ansbach: Koch - Eisenberger - Heining, Schober (75. Wurm), Schmidt - Wolfram (73. Fröhlich), Beck, Weiß, Metz - Rank, Othmer - Trainer: Wolfgang Bartusch
Tore: 1:0 Ebner (46.)
Schiedsrichter: Eckl (Landshut)
Zuschauer: 1217
Zeitstrafen: Ebner
Zeitstrafen (Gast): Metz
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