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Saison 1988/1989
14. Spieltag - Sa., 29.10.1988, 15:00 Uhr
SpVgg Jahn Forchheim - SpVgg Fürth
2:2 (1:2)
Die SpVgg Fürth bleibt in der Landesliga Mitte zwar unangefochtener Tabellenzweiter, verliert aber im Titelrennen mit Plattling immer mehr an Boden. 2:2 endete das Gastspiel der Ronhofer bei Jahn Forchheim. Damit beträgt der Rückstand auf Plattling bereits zwei Punkte.
Das Kleeblatt bleibt dennoch die einzige Mannschaft der Liga ohne Niederlage. Fünf Unentschieden drücken aber die Erfolgsbilanz. Zurzeit spielt das Team unter Form. Das wurde auch in Forchheim deutlich.
Dabei hatte die Begegnung durchaus hoffnungsvoll begonnen. In der ersten Halbzeit diktierten die Ronhof er klar das Geschehen und gingen nach Toren von Hüttner (14.) und Ebner (38.) in Führung. Forchheim gelang eine Minute nach dem ersten Treffer der Ausgleich.
Zur Pause hatten die rund 1000 Zuschauer durchaus den Eindruck, dass Fürth die Begegnung sicher nach Hause schaukeln würde. Doch das Bild änderte sich schlagartig nach dem Wechsel. Aus unerklärlichen Gründen ließen sich die Fürther die Spielweise der plötzlich stark aufkommenden Forchheimer aufdrücken und sahen sich meist nur noch in der Defensive. Jetzt wurde mit harten Bandagen gekämpft, wobei vor allem die Gastgeber durch enorme Härte versuchten, den Gegner einzuschüchtern.
Schiedsrichter Tabbert, vor der Pause ohne Fehler, hatte nun alle Hände voll zu tun, schickte vier Spieler zur Abkühlung auf Zeit vom Platz, verlor aber selbst immer mehr die Übersicht, so dass zusätzliche Hektik aufkam. Groß war der Jubel der Jahn-Spieler in der 73. Minute, als Ullrich mit einem Heber den 2:2-Ausgleich besorgte.
An beiden Toren war Schlussmann Kastner nicht unschuldig. Auch er hatte keineswegs seinen besten Tag, sprang beim 1:1 durch Draheim (15.) nach einem Eckball ins Leere. Beim 2:2 schließlich stand er zu weit vor seinem Tor.
Die Hiobsbotschaft wurde schon vor der Begegnung bekannt. Wie sich erst jetzt herausstellte, hat sich Sendner im Heimspiel vor einer Woche gegen Ansbach einen Wadenbein-Anbruch zugezogen. Nach Kohler und Glintschert, der in der Mannschaft an allen Ecken und Enden fehlt, ist er nun der dritte Dauerverletzte im Kleeblatt-Kader.
Vor allem Zettl setzte in der ersten Halbzeit die Akzente im Angriff. In der 17. Minute hatte er ebenso Pech wie in der 28. Minute. Danach glänzte er durch eine Kopfball-Vorlage auf den enttäuschenden Hüttner (32.). Die Schlusspunkte der ersten 45 Minuten setzte Ebner mit einem verunglückten Versuch (35.) und schließlich dem Tor zum 1:2, als sein Schuss von der Forchheimer Mauer, unhaltbar für den eigenen Torwart, abgefälscht wurde.
Nach der Pause kam enorme Härte auf. Zunächst musste Ebner für zehn Minuten vom Platz (49.), als er mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf ging. Drei Minuten später folgte der Forchheimer Roithmeier ebenfalls mit einer Zeitstrafe.
Einer der nun seltenen Fürther Angriffe hätte in der 63. Minute fast die Führung gebracht. Verteidiger Hammerand zielte bei einem Abwehrversuch an die eigene Latte.
Nachdem der Forchheimer Ullrich freistehend im Fürther Strafraum wegen Abseits zurückgepfiffen wurde, wurde sein Mitspieler Walz nach einem Foul, das an eine Tätlichkeit grenzte, ebenfalls mit einer Zeitstrafe belegt.
Nach dem 2:2 blieb es bei einigen unschönen Szenen, in denen vor allem SpVgg-Torwart Kastner hart attackiert wurde, ohne dass der Schiedsrichter eingriff. Dieser hatte aber auch den Mut, zwei Schwalben auf beiden Seiten jeweils mit der Gelben Karte zu ahnden. Den unrühmlichen Schlusspunkt setzte schließlich Finze, mit dem die Ronhofer zu Saisonbeginn verhandelt haben, mit einem Foul. Auch er musste dann für zehn Minuten den Platz verlassen.
Letztlich müssen die Ronhofer mit der Punkteteilung zufrieden sein. Gerade nach dem 2:2 lag der Forchheimer Siegtreffer in der Luft. Bedenklich stimmt, dass sich die Mannschaft von Trainer Paul Hesselbach nach der Pause so arg hat in die Defensive zwingen lassen. Einige Spieler laufen ihrer Normalform hinterher. So erwischte Torwart Kastner, sonst die Zuverlässigkeit in Person, einen schlechten Tag. Hüttner, Neidhart und vor allem Schöll brachten an diesem Nachmittag so gut wie keine nennenswerte Aktion zustande. Für Hüttner spricht allerdings das Tor zur 1:0-Führung.
 
SpVgg Jahn Forchheim: Krebs - Beierlorzer - Hammerand, Kossak - Roithmeier (64. Schuster), Förster, Ullrich, Finze, Draheim - Mönius, Walz (80. Roppelt) - Trainer: Herbert Wiatkowski
SpVgg Fürth: Kastner - Pickel - Lunz, Hütter - Neidhart, Hüttner (75. Wedel), Studtrucker, Schöll, Hermann - Ebner, Zettl - Trainer: Paul Hesselbach
Tore: 0:1 Hüttner (14.), 1:1 Draheim (15.), 1:2 Ebner (38.), 2:2 Ullrich (73.)
Schiedsrichter: Tabbert (Ahornberg)
Zuschauer: 1000
Zeitstrafen: Roithmeier, Walz, Finze
Zeitstrafen (Gast): Ebner
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