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Saison 2015/2016
Freundschaftsspiel - So., 16.08.2015, 17:00 Uhr
VfL Waldkraiburg - SpVgg Greuther Fürth
0:9 (0:2)

Zum Abschluss des dreitägigen Trainingslagers in Waldkraiburg stand für die Bayernligamannschaft der SpVgg Greuther Fürth ein Testspiel gegen die Bezirksligamannschaft des VfL Waldkraiburg an, auf dessen Sportgelände das Kleeblatt auch trainiert hatte. Nach zunächst schwacher Torausbeute in den ersten 45 Minuten sorgten sieben Treffer im zweiten Durchgang für ein deutliches Ergebnis.

Auch wenn das Kleeblatt vom Anstoß weg das Kommando auf dem Platz hatte, tat sich die Fürther Elf gegen die von Matthias Brandlmaier gecoachte Heimmannschaft zunächst schwer. Doch nicht nur die nach vier anstrengenden Trainingseinheiten in drei Tagen entsprechende Erschöpfung der Fürtherinnen war daran schuld, sondern auch die Defensive des VfL funktionierte zunächst ganz gut. Nach acht Minuten stellten die Verteidigerinnen Sabrina Schroll ins Abseits, so dass sie mit dem schönen Zuspiel von Sophie Lang nicht viel anfangen konnte.

Auch fünf Minuten später stand die Deckung und konnte nach einem schönen Zuspiel von Carina Nastvogel auf Lena Bieber, deren Schussversuch von der Strafraumkante abblocken. Dann war es Torhüterin Noomie Hentschel, die die nächste große Chance der Fürtherinnen zunichte machte: Bieber hatte von links auf Lang durchgesteckt, diese setzte Schroll ein, deren Schuss Hentschel allerdings abwehren konnte. Den Abpraller schnappte sich Nastvogel, die aus spitzem Winkel noch einmal den Abschluss suchte und Hentschel tunnelte. Die Torhüterin konnte den Ball aber dennoch unter Kontrolle bekommen (16.) und so stand es weiterhin 0:0.

Nach einer guten halben Stunde zeigte das Kleeblatt dann, was es im Trainingslager und die Woche davor eingeübt hatte. Mit einem schönen Spielzug – ausgehend von Münderleins erstem Ballkontakt – über das gesamte Feld, landete der Ball auf dem linken Flügel, wo sich Lena Bieber im Doppelpass mit Christina Maier in den Waldkraiburger Strafraum tankte und schließlich von links ins lange Eck zur Führung einschieben konnte (32.).

Nur sieben Minuten später hätte es bereits erneut im VfL-Tor einschlagen können, doch Maiers Direktabnahme nach Flanke von Nastvogel, krachte nur gegen den Querbalken. Mehr Erfolg hatte die Stürmerin schließlich kurz vor der Pause, als sie die Torhüterin, die einen Rückpass bekommen hatte, anlief und in ihren Klärungsversuch warf. Im Abdrehen wurde Maier angeschossen und von ihr prallte das Leder schließlich zum zweiten Mal ins Tor (45.). Beinahe hätte das Kleeblatt noch einmal erhöhen können, doch Lena Bieber scheiterte unmittelbar vor dem Pausenpfiff noch zweimal aus kürzester Distanz an der Torhüterin.

In der Pause wechselte der VfL schließlich viermal aus und verlor dadurch etwas die bis dahin noch gut funktionierende Ordnung. Die Fürtherinnen, die personell unverändert aus der Kabine kamen, nutzten dies gleich drei Minuten nach Wiederanpfiff in Person von Sabrina Schroll. Sie erkämpfte sich das Leder und brachte die Kugel auf das Tor der Gastgeberinnen. Hentschel hatte nichts zu halten und so stand es 3:0. Anschließend brachte auch Kevin Schmidt seine komplette Bank aufs Feld und sechs frische Spielerinnen setzten den VfL durch engagiertes Pressing immer mehr unter Druck.

Bereits eine Minute nach diesem Wechsel brach Maier durch und scheiterte aus etwa 20 Metern völlig unbedrängt an der Torhüterin, der sie direkt in die Arme geschossen hatte (51.). Wie schon im ersten Durchgang, fand der VfL Waldkraiburg nach vorne so gut wie gar nicht statt. Die seltenen Vorstöße wurden stets relativ frühzeitig durch die Fürther Viererkette abgewiesen. Münderlein bekam den Ball nun zwar öfter als im ersten Durchgang, allerdings lag dies daran, dass stecken gebliebene Fürther Angriffe gerne zu Übungszwecken „von ganz hinten“ wieder neu aufgebaut wurden.

Es war etwas mehr als eine Stunde auf der Uhr, als die eingewechselte Anna Buckel zum 4:0 traf. Vornehm hatte den Ball rechts nach vorne gebracht und Maier bedient, die mit dem Rücken an der Strafraumkante stehend, den Ball auf Felbinger ablegte. Diese hatte gesehen, dass Buckel gestartet war und spielte das Leder präzise in den Lauf der Fürtherin, die anschließend keine Mühe hatte, zu verwandeln (61.).

Etwas glücklicher aus Fürther Sicht kam das 5:0 zustande, denn Christina Maier hatte sich auf der rechten Seite zunächst festgelaufen und das Leder verloren. Lara Schmidt holte die Kugel allerdings umgehend zurück und gab Maier eine zweite Chance. Die Stürmerin flankte in die Mitte wo Buckel mit langem Bein in den Ball sprang und ihn humorlos in die Maschen bugsierte (65.).

Nun schien sich der VfL Waldkraiburg aufzugeben, denn in schneller Folge erhöhte die SpVgg auf 8:0. Zunächst war es in der 70. Minute Christina Maier, die nach schönem Querpass von Tina Gulden ihr zweites Tor erzielte, zwei Minuten später traf Andrea Walter aus der Distanz nach einer entschlossenen Einzelaktion und gleich nach dem Wiederanstoß flankte Lara Schmidt auf Maier, die aus vier Metern zum dritten Mal einnetzte.

Kampflos geschlagen geben wollte sich der VfL dann aber doch nicht und sammelte sich wieder. Nun gelangen auch auf deren Seite einige Angriffe, die allerdings am Ende zu unpräzise abgeschlossen wurden und das Tor von Münderlein verfehlten. Waldkraiburg drängte auf den Ehrentreffer und das Kleeblatt nutzte die sich bietenden Räume. Acht Minuten vor dem Ende spielte Felbinger einen Ball aus der Mitte in das linke Halbfeld. Maier war losgelaufen, umkurvte die Außenverteidigerin und zog nach innen. Mit Selbstvertrauen suchte sie den Abschluss. Die inzwischen eingewechselte Julia Schwaiger im Tor des VfL konnte dem Schuss nichts entgegen setzen und so stand es 9:0 für die SpVgg.

Doch Waldkraiburg gab sich noch immer nicht auf und hätte dann beinahe doch noch den Ehrentreffer erzielt. Theresa Perzlmaier hatte Stefanie Delatron auf der linken Fürther Abwehrseite düpiert und von der Grundlinie auf Elena Knollhuber abgelegt. Ihren Schuss konnte Katharina Vornehm abblocken. Marianne Müller schnappte sich die Kugel und zog von halblinks ab, vergab aber die beste Waldkraiburger Chance, da sie deutlich rechts vorbei zielte.

„Wir konnten im Abschlussspiel ein paar der Spielzüge, die wir im Trainingslager geübt hatten, bereits mehrfach einfließen lassen. Allerdings hat man dann doch die Anstrengung der letzten Tage gemerkt. Trotzdem haben wir das Spiel positiv gestalten können und konnten so am Ende mit einem guten Gefühl nach Hause fahren.“, resümierte Lena Bieber nach der Partie.

Auch die beiden Trainer fanden lobende Worte. Trainingslager-Organisator und VfL-Trainer Matthias Brandlmaier lobte die SpVgg: „Wir sind auf jeden Fall stolz, dass wir gegen so eine tolle Mannschaft spielen konnten und wünschen der SpVgg für die neue Saison viel Glück und natürlich den Aufstieg.“

Kleeblatt-Coach Kevin Schmidt fand auch viele positive Ansätze: „Im Spiel gegen den VFL haben wir uns viel vorgenommen. Es ging vor allem darum, trotz der harten Woche an unsere Grenzen zu gehen und alles hinter uns zu lassen. Der Matchplan für das Spiel war nicht einfach. Aber das Team hat ihn super umgesetzt. Alle haben sich reingehängt und eine super Leistung gezeigt. Im Torabschluss waren wir stellenweise noch zu unkonzentriert und leichtfertig, da müssen wir einfach mehr Konstanz reinkriegen. Aber wir können auf jeden Fall mit einem guten Gefühl nach Hause fahren.“

Andreas Goldmann

VfL Waldkraiburg: Hentschel (75. Schwaiger) – Weißenberger – Diakourakis (46. Stanka), Asal (46. Feichtgruber) – Wenzl (70. Hucul), Knollhuber – Kerscher (75. Pleyer), Müller, Perzlmaier (46. Winterer) – Hucul (46. Landgraf, 75. Perzlmaier), Grübl
SpVgg Greuther Fürth: Münderlein – Vornehm, Held (50. Kohout), S. Walter, Delatron – Costanzo (50. Felbinger), Lang (50. A. Walter) – Nastvogel (50. Schmidt), Bieber (50. Gulden) – Schroll (50. Buckel), Maier - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 0:1 Bieber (32.), 0:2 Maier (45.), 0:3 Schroll (48.), 0:4 Buckel (61.), 0:5 Buckel (65.), 0:6 Maier (70.), 0:7 A. Walter (72.), 0:8 Maier (73.), 0:9 Maier (82.)
Spielort: Jahnstadion Waldkraiburg, Stadionstr., 84478 Waldkraiburg
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