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Saison 1988/1989
16. Spieltag - Sa., 12.11.1988, 14:30 Uhr
SG Quelle Fürth - SpVgg Fürth
0:4 (0:0)
Im Fußball der Kleeblattstadt bleibt die SpVgg Fürth unangefochtene Nummer eins. Im ersten Punktspielderby überhaupt setzten sich die Ronhofer mit 4:0 Toren bei der SG Quelle durch und unterstrichen damit die noch große Kluft zwischen beiden Vereinen. Immerhin liegt die Spielvereinigung auf dem zweiten Tabellenplatz der Landesliga Mitte, während die Dambacher als Aufsteiger um den Klassenverbleib zittern müssen.
Die Mannen um Trainer Paul Hesselbach sind der große Gewinner des Spieltages. Bei der SG Quelle haben sie im Titelrennen diesmal theoretisch vier Punkte gutgemacht, nachdem Spitzenreiter SpVgg Plattling in Ansbach überraschend mit 1:3 Toren verloren hat. Der Vorsprung des Ersten auf die Fürther schmolz damit auf nur zwei Punkte zusammen. Das Meisterschaftsrennen ist damit wieder völlig offen.
„Vermutlich müssen wir dafür büßen, dass die Ronhofer vor einer Woche 0:2 gegen den ASV Zirndorf verloren haben", fürchtete Rudolf Flohr von der SG Quelle vor dieser Fürther Derby-Premiere in der Punktspielrunde. Seine Vorahnungen wurden vor 1100 Zuschauern - ein Rekord - erst in der zweiten Halbzeit wahr, als das Gästeteam mit vier herrlich herausgespielten Toren für klare Verhältnisse sorgte. Andreas Sendner, schon in der 38. Minute für den verletzten Andreas Schöll eingewechselt, köpfte in der 56. Minute eine genaue Vorlage von Harald Ebner zum 0:1 ein.
Entschieden war die Begegnung in der 70. Minute, als den Ronhofern innerhalb von nur einer Minute zwei weitere Treffer gelangen. Sichtlich erleichtert war Martin Hermann (69.) nach seinem Kopfballtor zum 0:2. Endlich klappte es bei ihm wieder einmal. Die Flanke kam auch diesmal von der rechten Seite. Gregor Neidhart hatte seinen Mitspieler bedient. Nur wenige Sekunden später stand es 0:3. Diesmal sah Ebner, dass SG-Torwart Joachim Müller zu weit vor dem Tor stand. Der Heber passte genau. Zettl sprang zwar noch in den Ball, doch dieser hatte schon längst die Torlinie passiert.
18 Minuten nach seiner Einwechslung für Zettl gelang schließlich Hüttner mit einem weiteren Kopfballtor der Endstand. Die Flanke kam diesmal von Hermann und von der linken Seite.
Nach der Pause hatte die SG dem SpVgg-Angriffsschwung nur wenig entgegenzusetzen. Im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten hatten die Dambacher aber zwei klare Einschussmöglichkeiten. Zunächst spielte Georg Ulrich seinen Kollegen Rolf Kraft frei (48.). Während Norbert Hütter zu Unrecht Abseits reklamierte, lief Kraft allein auf Torwart Roland Kastner zu. Der Schlussmann hatte die besseren Nerven und wehrte ab. Diese Aktion hätte die Quelle-Führung bringen müssen.
Drei Minuten nach dem 0:1 hatte außerdem Jürgen Eckardt (59.) den Ausgleich auf dem Fuß. Wieder wehrte Kastner mit einer Glanzparade ab. Nach einer Zeitstrafe für Verteidiger Rainer Gerlitz (65.) und den beiden weiteren Gegentoren, fanden sich die Dambacher mit der Niederlage ab.
Schon in der ersten Halbzeit waren die Ronhofer die klar dominierende Mannschaft und verschafften sich deutliche Feldvorteile. Offensichtlich wurde da die derzeitige Misere der Elf von Trainer Hesselbach, nämlich die mangelnde Chancenauswertung.
Zu Beginn überwog die Hektik auf beiden Seiten. Die Platzherren hatten zudem zu viel Respekt vor dem Gegner, so dass auch ihnen nur wenig gelang. Höhepunkt der fairen Begegnung war vor der Pause die Auswechslung von Schöll (38.), der sich eine schmerzhafte Knöchelverletzung zuzog und vom Platz getragen werden musste.
Fazit der Partie: Der klare Erfolg der Kleeblättler geht in Ordnung, auch wenn die vier Tore die Schwächen der ersten Halbzeit nicht überdecken können. Die Nerven spielten in dieser Phase wohl die wichtigste Rolle. Die Hektik ließ erst nach dem 0:1 nach. Die SG, die zu sehr auf Sicherheit bedacht war, sollte diesen doppelten Punktverlust als normal ansehen. Die notwendigen Punkte zum Klassenverbleib wird das Team gegen unmittelbare Konkurrenten im Rennen gegen den Abstieg holen müssen.
In der Vorrunde steht die Elf allerdings vor einer Durststrecke, werden ihr noch zwei dicke Brocken vorgesetzt, Am nächsten Wochenende ist sie zu Gast in Miltach, dann folgt das Heimspiel gegen Vilshofen. Zu beneiden sind die Dambacher also ebenso wenig wie der ASV Zirndorf der es immer eine Woche vorher mit den Quelle-Gegnern zu tun hat.
Der Spielvereinigung sollte das 4:0 und die Tatsache, dass Plattling ebenfalls Schwächen zeigt, neuen Auftrieb geben. Der Gewinn der Meisterschaft und damit der direkte Aufstieg in die Bayernliga sind wieder realisierbar.
 
SG Quelle Fürth: J. Müller - Herrmann - Gerlitz, Gahlert - Rosenzweig, Höfler, P. Müller (62. Baumann), Ulrich, Seidenath (80. Maluga) - Kraft, Eckardt - Trainer: Erich Tauchmann
SpVgg Fürth: Kastner - Studtrucker - Lunz, Hütter - Neidhart, Schöll (38. Sendner), Pickel, Wedel, Hermann - Ebner, Zettl (71. Hüttner) - Trainer: Paul Hesselbach
Tore: 0:1 Sendner (56.), 0:2 Hermann (69.), 0:3 Ebner (70.), 0:4 Hüttner (89.)
Schiedsrichter: Reiß (Arzberg)
Zuschauer: 1100
Zeitstrafen: Gerlitz (65.)
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