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Saison 1988/1989
17. Spieltag - So., 20.11.1988, 14:30 Uhr
SpVgg Fürth - TSV Kareth-Lappersdorf
1:1 (1:0)
Bitter enttäuscht verließen die meisten der knapp 900 Zuschauer den Ronhof. Was sie beim 1:1 zwischen dem Landesliga-Zweiten SpVgg Fürth und dem TSV Kareth-Lappersdorf an diesem nasskalten Sonntag zu sehen bekamen, war zumindest in der zweiten Halbzeit Fußball zum Abgewöhnen. Geändert hat sich in der Tabelle für die Ronhofer durch diese Blamage allerdings nicht viel. Sie bleiben unbedrängt auf Rang zwei. Der Rückstand auf Spitzenreiter SpVgg Plattling vergrößerte sich allerdings auf drei Punkte.
Die Kleeblättler haben zur Zeit eine ganze Menge Probleme. Die Abwehr um Torwart Kastner und Libero Studtrucker steht keineswegs hundertprozentig und die Stürmer haben Sendepause. Gegen Kareth kam hinzu, dass die meisten Fürther Akteure unter Form spielten. Spaß machte dieser Pflichtsieg, der zur halben Niederlage wurde, wohl niemandem, den Spielern nicht und den Zuschauern schon gar nicht.
Versöhnlich stimmen konnten nur die ersten 45 Minuten, die klar von den Gastgebern beherrscht wurden. Die Überlegenheit gegen die äußerst zurückhaltenden Oberpfälzer wurde schnell zum 1:0 genutzt. Hüttner wagte in der 10. Minute einen Aufsetzer auf halbrechter Position ins kurze Eck. TSV-Torwart Büglmeier ließ den Ball kläglich durch die Hände ins Tor gleiten. Der nasse Boden wird zu diesem Treffer einiges beigetragen haben.
Die Ronhofer blieben weiterhin Herr im Hause und hatten genügend Chancen, um den Vorsprung auf drei oder gar vier Tore auszubauen. Doch Hüttners Glück beim 1:0 wiederholte sich nicht. In der 17. Minute standen sich Hüttner und Ebner im Wege und setzte Hermann den Nachschuss in den grauen Himmel. Neidhart machte es drei Minuten später nicht besser. Ein Kunststück vollbrachte wenig später Lunz, als der Karether Torwart, der keinen sicheren Eindruck hinterließ, bei einem Eckball ins Leere griff, und der dahinter stehende Fürther Verteidiger den Ball aus kürzester Entfernung neben den Pfosten setzte. Schon zum Auftakt flog Hüttner (8.) bei einer von Pickel getretenen Ecke am Ball vorbei, köpfte Ebner in den Boden, während Zettl schließlich einen Verteidiger anschoss.
Kareth beschränkte sich auf Konter und deckte dabei die Abwehrschwächen der Kleeblättler auf. In der 11. Minute erreichte der freistehende Amann eine Vorlage nicht, in der 22. Minute lief Zeilhofer allein auf Kastner zu. Der Schlussmann warf sich in den Schuss, dennoch kullerte der Ball in Richtung leeres Tor. Zum Glück blieb das Leder im Morast des Fünf-Meter-Raumes stecken, so dass Lunz endgültig klären konnte. In der 45. Minute brachte gar Altmann den Ball im Fürther Tor unter. Der Treffer wurde aber zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt.
Nach der Pause änderte sich das Bild grundlegend, zumal die Platzherren nun weitaus lustloser an die Aufgabe herangingen und nicht mehr den Tordrang der Anfangsphase entwickelten. Hermann betätigte sich in der 52. Minute als Kunstschütze, fand zwar die Lücke in der vielbeinigen Abwehr, zielte aber knapp neben den langen Pfosten. Der Ball wäre für den Tormann unerreichbar gewesen. Nach einer Stunde jagte außerdem Zettl über das Tor.
Nun passten sich die Platzherren total dem mäßigen Gästespielniveau an. Bei so mancher Karether Abwehr war der Platz viel höher als lang, landeten auf beiden Seiten die einfachsten Vorlagen beim Gegner. Höhepunkt dieses Reserven-Gekickes war eine Aktion in der 70. Minute, als ein TSV-Verteidiger und Hüttner direkt hintereinander über den Ball schlugen. Da wollte man am liebsten gar nicht mehr hinschauen.
So kam es, wie es meist kommen muss, wenn ein Team seine besten Chancen vergibt Kareth schlug in der 82. Minute zu. Nach einer kurz abgewehrten Flanke in den Fürther Strafraum stand der eingewechselte Petz goldrichtig und schoss von der Strafraumgrenze flach zum 1:1 ein. Fürth war danach nicht mehr imstande, ein Powerplay zu entwickeln. So blieb es bei der Punkteteilung. Dem dürftigen Niveau beider Mannschaften passten sich auch die Schiedsrichter an. Der Unparteiische Maurshofer aus Dillingen verteilte in dem durchaus fairen Spiel neun Gelbe Karten (fünf für Fürth) und drei Zeitstrafen (eine Fürth). Vom Publikum musste er sich vor der Pause den Vorwurf gefallen lassen, auf Zuruf durch die Spieler zu pfeifen. Nicht besser machte es sein Linienrichter. Er zeigte einmal Aus an, obwohl der Ball von der Stange der Eckfahne ins Spielfeld zurücksprang.
 
SpVgg Fürth: Kastner - Studtrucker - Lunz, Hütter - Neidhart, Hüttner, Pickel, Dow (65. Wedel), Hermann - Ebner, Zettl (68. Sendner) - Trainer: Paul Hesselbach
TSV Kareth-Lappersdorf: Büglmeier - Schuderer - Höfler, Fehr - Frimberger, Altmann (75. Petz), Zeilhofer, Amann, Eibl (14. Achter) - Bortner, Danner - Trainer: Josef Schuderer
Tore: 1:0 Hüttner (10.), 1:1 Petz (82.)
Schiedsrichter: Maurshofer (Dillingen)
Zuschauer: 900
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