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Saison 1978/1979
33. Spieltag - Fr., 04.05.1979, 17:30 Uhr
SpVgg Fürth - Freiburger FC
3:1 (0:0)
Der Preis für den gestrigen 3:1(0:0)-5ieg der SpVgg Fürth über den Freiburger FC war viel zu hoch: Kapitän Bernhard Bergmann wurde vom Platz gestellt und Florian Hinterberger mit ausgekugeltem Schultergelenk vom Feld getragen.
Was viele befürchtet hatten, nicht zuletzt Trailer Hannes Baldauf, trat ein: der Freiburger FC war nicht etwa darauf bedacht, den Fürthern ein Spiel zu liefern, sondern suchte nach seinem Debakel von Ingolstadt das Heil allein im Zerstören der Fürther Aktionen.
Das ist die auf fremden Plätzen übliche Taktik spielerisch unterlegenen Mannschaften. Soweit" so gut. Was jedoch zu rügen bleibt, ist die nicht selten das Maß des Erlaubten beträchtlich überschreitende Härte, mit der die Freiburger zu Werke, gingen. Die Platzverweise für Freiburger Spieler in Offenbach, in Ingolstadt und jetzt in Fürth, wo es in der 90. Minute Vorstopper Steinwarz nach einem Revanche-Foul an Ritschel erwischte, sprechen für sich.
Baldauf muß dies geahnt haben: „Macht euch darauf gefaßt, daß die Freiburger treten, laßt euch nicht provozieren, vermeidet Revanche-Eouls." Doch der Fürther Trainer predigte umsonst. Die Kleeblättler nahmen ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit die rauhe Gangart des Gegners an, zahlten mit gleicher Münze zurück. Daß es ausgerechnet Bergmann traf, der sich von dem kleinen Bührer aus der Fassung bringen ließ, ist unverständlich. Wenn schon die rote Karte für einen Fürther Spieler, dann für Manfred Ritschel, der seine Profi-Erfahrung, die ihn in Zweikämpfen gestern meist erfolgreich bleiben ließ, in einer Art anwandte, wie sie verurteilt werden muß.
Die SpVgg Fürth tat sich unerhört schwer. Die Kombinationen wollten anfangs nicht in Fluß kommen. Obendrein ließ der zunächst viel zu großzügig leitende Schiedsrichter Röder aus Offenbach viele Freiburger Derbheiten ungeahndet durchgehen und lud die meist mit ,der gesamten Mannschaft ihren Strafraum mit Zähnen und Klauen verteidigenden Breisgauer zum Einsteigen förmlich ein. Als Röder endlich die Zügel straffer zog, war es bereits zu spät. Hinzu kam, daß Torjäger Kirschner bis zur Pause mit dem rechten Fuß nur den Pfosten (28. Minute) und mit einem Kopfball lediglich die Latte traf (36.).
Als nach dem Wechsel Freiburgs Spielführer Bente, inzwischen 36 Jahre alt, neuerdings mehr durch Mätzchen als durch Spielkunst auffallend, den durchgebrochenen Heubeck im Strafraum legte, jagte Kirschner den Strafstoß zum 1:0 ins Netz. Gleichzeitig — es war die 53. Minute — verließ der indisponierte Heinlein das Feld. Sein Nachfolger Schäfer war in dieser knochenharten Partie von Beginn an fehl am Platze. Er verwirkte völlig überflüssig einen Freistoß, den, Bente trat, Marek köpfte völlig ungehindert zum 1:1.
Nach raffinierter Ritschel-Flanke gelang Kirschner, allerdings unter Mithilfe der verwirrten, Freiburger Abwehr, der 25. Saisontreffer zum 2:1. Als Pankotsch bald darauf ein Zuspiel Rüttens mit Kopfstoß zum 3:1 nutzte, schien alles gelaufen. Doch schon eine Minute später kam Bergmanns Kurzschlußhandlung. Kurz vor Schluß mußte Geyer für den verletzten Hinterberger noch auf das Feld.
Die Spielvereinigung Fürth hat mit diesem Erfolg ihren vierten Tabellenplatz verteidigt. 17:3 Punkte aus den letzten zehn Spielen, sind eine imponierende Bilanz. Allerdings konnte nicht verborgen bleiben: dieses Gewinnenmüssen um jeden Preis ist an den Spielern nicht spurlos vorübergegangen. Nervosität hat sich eingeschlichen. Manches, was bisher rein spielerisch leicht erschien, wirkt nunmehr verkrampft.
SpVgg Fürth: Löwer - Grabmeier, Klump, Bergmann, Rütten - Pankotsch, Heinlein (53. Schäfer), Hinterberger (85. Geyer) - Ritschel, Kirschner, Heubeck - Trainer: Hannes Baldauf
Freiburger FC: Birkenmeier - Vogtmann, Steinwarz, Bruder, Hug - Schulz, Stobeck, Mießmer, Bente - Marek, Bührer - Trainer: Milovan Beljin
Tore: 1:0 Kirschner (53., Foulelfmeter), 1:1 Marek (56.), 2:1 Kirschner (63.), 3:1 Pankotsch (70.)
Schiedsrichter: Röder (Offenbach)
Zuschauer: 4799
Rote Karten: Bergmann (71.)
Rote Karten (Gast): Steinwarz (90.)
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