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Saison 2015/2016
Freundschaftsspiel - Mi., 12.08.2015, 19:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - SV 67 Weinberg
3:1 (0:1)

Die Frauen der SpVgg Greuther Fürth gewannen am Mittwochabend ein Testspiel gegen den Zweitligisten SV 67 Weinberg mit 3:1 (0:1). Den favorisierten Gästen gelang auf dem Kunstrasen des SpVgg-Trainingszentrums in der ersten Hälfte zunächst die Führung, doch im zweiten Durchgang schlugen die Fürtherinnen zurück, drehten das Ergebnis und schickten den Zweitligisten mit 3:1 nach Hause.

Das Kleeblatt kam zunächst gut in die Partie und konnte auch den Ballbesitz ausgeglichen gestalten, doch genau wie die Gäste auf der anderen Seite, kamen auch die Fürtherinnen in den ersten Minuten nicht vor das Tor von Anke Gülpers. Nach der Anfangsviertelstunde änderte Weinberg die Taktik und agierte nun im Angriff mit Pressing. Das Team von Trainer Kevin Schmidt reagierte darauf zu ängstlich und konnte sich nicht mehr wirklich aus der eigenen Hälfte befreien. Viel zu oft wurden die Bälle blind nach vorne geschlagen und auch die Grundordnung war erst einmal dahin.

Nina Heisel hatte als erste die Führung für Weinberg auf dem Fuß, doch Valerie Münderlein im Fürther Tor konnte sich auszeichnen und den Ball parieren. Ein weiterer Fernschuss durch Anne Hopfengärtner ging knapp über das Tor der Heimelf. Gerade als Weinberg erneut anfing umzustellen, klingelte es schließlich doch im Tor der Fürtherinnen. Weinberg stellte im Spielaufbau gut zu und das Heimteam wollte sich spielerisch befreien. Dabei geriet ein Zuspiel von Torhüterin Valerie Münderlein auf Daniela Held etwas zu kurz, so dass Lili Tiefel dazwischen gehen und den Ball abfangen konnte. Ihr Schuss ging unter Benutzung von Latte und Pfosten schließlich hinter die Linie und Weinberg lag – zu diesem Zeitpunkt – verdient in Führung. Bis zur Halbzeitpause passierte dann nicht mehr viel und somit blieb es beim 0:1.

In der Pause wechselte das Kleeblatt viermal und der Trainer stellte seine taktische Grundausrichtung um. Dies sollte sich in der Folge als gute Entscheidung erweisen, denn die Heimelf agierte jetzt viel weiter vorne und lief Weinberg sehr früh an. Desweiteren kämpfte sich das Team energischer in die Zweikämpfe und zeigte deutlich weniger Respekt vor den Gästen.

Lara Schmidt gab schließlich den ersten Fürther Warnschuss ab, der Winkel war allerdings recht spitz und zudem traf sie auch den Ball nicht optimal. Diese Aktion allerdings war der Beginn einer extrem guten Phase für die in Weiß und Grün spielenden Fürtherinnen. Mutig und mit erstarktem Selbstbewusstsein schob sich die Mannschaft Stück für Stück nach vorne und der SVW tat sich nun seinerseits immer schwerer, aus der eigenen Hälfte zu kommen.

Nach genau einer Stunde fiel dann folgerichtig der Ausgleich: Lara Schmidt überlupfte die Gästeabwehr, Andrea Walter lief ein und durchbrach die Abwehrkette. Erst überköpfte sie die aus ihrem Tor kommende Gülpers, ehe sie – mit voller Entschlossenheit nachsetzend – den Ball über die Linie drücken konnte. Der Ausgleich tat der Heimelf sichtlich gut und es wurde nun noch aggressiver gegen Ball und Gegner gearbeitet.

Trainer Schmidt war mit dieser Phase des Spiels sehr zufrieden: „Was die Mannschaft da gezeigt hat, sah schon sehr gut aus und geht in die Richtung in die wir wollen. Ganz wichtig war auch, dass wir selbst agiert und nicht mehr nur reagiert haben.“

Das Kleeblatt versuchte nun immer öfter die langsam müde werdenden Gäste zu stören und zu Fehler zu zwingen, was auch ein ums andere Mal gelang. Nach einem Einwurf verlagerte Weinberg das Spiel und wie bei der Führung des SVW geriet auch dieses Mal ein Pass zu kurz. Tina Gulden konnte dazwischen gehen und zog nach innen. Christina Maier machte ihr den Platz frei, startete selbst und wurde anschließend von Gulden perfekt in Szene gesetzt. Das ließ sich Maier nicht nehmen und vollstreckte eiskalt aus 18 Metern oben links gegen ihren ehemaligen Verein.

Nun ging es hin und her. Weinberg wollte unbedingt zurück ins Spiel finden und sich nicht mit einer Niederlage abfinden, doch die Hintermannschaft der Fürtherinnen stand gut und ließ nichts Zwingendes mehr zu. Nach einem Eckball hatte der Zweitligist aber dennoch die Chance auf den Ausgleich, für die Hereingabe fand sich dann allerdings keine Abnehmerin in der Mitte und so konnte das Kleeblatt klären. Die deutlicheren Chancen hatten ohnehin die Fürtherinnen. Zunächst lief Anna Buckel alleine auf Gülpers zu, die Buckels Schuss jedoch sehr gut parieren konnte, danach war es Lena Bieber die sich versuchte. Ihr gelang allerdings kein Abschluss, denn die Ballmitnahme war zu ungenau.

Trotzdem sollte Bieber es dann noch besser machen. Mit der letzten Aktion des Spiels konnte sie auf 3:1 erhöhen. Einen tollen Pass von Sophie Lang durch die Schnittstelle konnte Bieber erlaufen und ihr folgender Schuss ins lange Eck war für die Gästekeeperin nicht zu halten.

Kleeblatt-Trainer Kevin Schmidt zum Spiel: „Wir haben in der ersten Halbzeit einfach zu viel Angst gehabt. Klar spielt Weinberg zwei Ligen über uns, aber wir können aus solchen Spielen nur lernen. In der zweiten Halbzeit waren wir mutig und aggressiv. Die Mädels haben gut gegen den Ball gearbeitet und hatten dann auch das Zentrum fest im Griff. Es hat uns natürlich in die Karten gespielt, dass die Gäste müde wurden, aber wir haben es geschafft an uns zu glauben und bis zum Schluss Vollgas zu geben. Es ist immer schön gegen eine Mannschaft zu gewinnen die höher spielt als einer selbst. Aber wir wissen auch, dass wir am Boden bleiben müssen. Wir kriegen für das Spiel leider keine Punkte in der Liga und müssen uns kontinuierlich steigern. Unter dem Strich war es aber ein schöner Abend für alle Beteiligten.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Münderlein (46. Klug) - Vornehm (46. S. Walter), Kohout, Delatron (65. Pfann), Held - A. Walter (70. Lang) - Bieber (46. Buckel), Gulden - Schmidt, Schroll (46. Maier), Nastvogel (65. Costanzo) - Trainer: Kevin Schmidt
SV 67 Weinberg: Gülpers - M. Grimm, A. Grimm, Haberäcker, Hofmann, Kellermann, Hopfengärtner, Heisel, Rößler, Tiefel, Obermeier - Trainer: Christina Schellenberg
Tore: 0:1 Tiefel (30.), 1:1 A. Walter (58.), 2:1 Maier (69.), 3:1 Bieber (90.)
Schiedsrichter: Karl-Heinz Kratz
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