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Saison 2015/2016
6. Spieltag - So., 11.10.2015, 12:45 Uhr
FC Stern München - SpVgg Greuther Fürth
3:2 (1:1)

Am vergangenen Sonntag musste unsere Bayernliga-Frauenmannschaft die zweite Saisonniederlage, ausgerechnet beim bisherigen Schlusslicht FC Stern München hinnehmen. Die Gastgeberinnen hatten nach der 13:3-Niederlage vom vergangenen Wochenende etwas gut zu machen und da kam die Partie gegen das Kleeblatt wohl gerade recht, denn woran könnte man sich besser aufrichten, wenn nicht an einem Sieg gegen den Tabellenführer.

So oder ähnlich mochten die Gedanken von Trainer Toby Erthle gewesen sein, als er seine Elf auf den Rasen schickte, besser den Kunstrasen. Einen kleinen – aber selbstverständlich erlaubten – Kniff hatte man sich bei den Münchnerinnen nämlich ausgedacht und den sehr eigentümlichen Kunstrasenplatz auf der Sportanlage vorgezogen. Dieser war von seinen Abmessungen her relativ klein, was das Spiel der Fürtherinnen – wie sich rausstellen sollte – ziemlich erschwerte. Auch mit der gewöhnungsbedürftigen Oberfläche kamen die Fürtherinnen nicht so gut zurecht, wie die diesen Heimvorteil nutzenden „Sterne“.

Die Fürtherinnen waren noch gar nicht richtig auf dem Platz, da nutzte Emma Hult einen Fehler der SpVgg, um zur frühen Führung einzunetzen (2.). Das Kleeblatt brauchte allerdings nicht lange, um sich von dieser kalten Dusche zu erholen. In der achten Minute trat Daniela Held einen Freistoß in den Münchner Strafraum und dort schraubte sich Sabrina Schroll in die Höhe, um die Kugel mit dem Kopf in die Maschen zu wuchten. Der erste Bayernliga-Treffer der Fürther Stürmerin seit Ende März und damit hoffentlich das Ende einer langen Durststrecke.

Auch wenn die SpVgg das Kommando auf dem Platz übernahm und besonders über die Flügel für Druck sorgte, kam dabei verhältnismäßig wenig heraus. Die Münchnerinnen waren in den Zweikämpfen oftmals geschickter und machten die – dank des kleinen Spielfeldes ohnehin recht begrenzten – Räume eng, was Gift für das Fürther Spiel war. Hinzu kamen immer wieder Abspielfehler, durch das Kurzpassspiel der Fürtherinnen, das die Münchnerinnen gekonnt erschwerten. So ergaben sich auf Fürther Seite viele, aber nicht entscheidend gefährliche Möglichkeiten, doch auch die Gastgeberinnen kamen besonders mit langen Bällen immer wieder gefährlich vor den von Sandra Klug gehüteten Fürther Kasten.

Nach dem Seitenwechsel waren es dann wieder die Oberbayerinnen, die den ersten Wirkungstreffer setzten. Wieder waren gerade erst zwei Minuten gespielt und Klug musste erneut das Leder aus dem Netz holen, das Emma Hult nun schon zum zweiten Mal eingeschossen hatte. Das Kleeblatt versuchte erneut die passende Antwort zu präsentieren. Einen Angriffsversuch von Francesca Hau konnte die Münchnerin Luca Puncochar nur mittels Foul stoppen und weil sie letzter „Mann“ war, zückte Schiedsrichter Schmidt folgerichtig die rote Karte (48.). Der folgende Freistoß klatschte an die Querlatte.

„Anstelle der roten Karte wäre es mir lieber gewesen, France hätte das 2:2 gemacht.“, so Trainer Kevin Schmidt nach der Partie. „Der Platzverweis hat mich nicht gepasst, weil das bei der betroffenen Mannschaft immer noch extra Kräfte frei macht, besonders auf einem kleinen Platz.“

Auch in Überzahl agierten die Fürtherinnen seltsam gehemmt und ideenlos. Mit zunehmender Spieldauer riskierte das Kleeblatt mehr. Da es nicht gelang, die Fehler restlos auszumerzen, bot sich erneut Emma Hult die Gelegenheit, den entscheidenden Treffer zu setzen. Sie nahm eine weitere Fürther Einladung an und ließ sich nicht zweimal bitte, um zum dritten Mal einzuschießen.

Zwar konnte Sophie Lang noch einmal auf der rechten Seite durch gehen und den Ball in die Mitte bringen, wo Christina Maier das Leder an Torhüterin Steinmüller vorbei ins Netz bugsieren konnte, doch dieses Tor war nur noch Ergebniskorrektur. An der Niederlage vermochte dieses Tor nicht mehr zu rütteln. Auch über die blutleere und lethargische Spielweise, wie einige Spielerinnen selbstkritisch anmerkten, konnte dieser Anschlusstreffer nicht hinwegtäuschen. Einer der wenigen Lichtblicke war die Rückkehr von Andrea Walter, die nach ihrer im Pokalspiel gegen Reitsch erlittenen Bänderverletzung erstmals wieder auf dem Bayernliga-Parkett stand, nachdem sie tags zuvor bereits bei der U23 wieder erste Spielminuten absolviert hatte.

Andreas Goldmann

FC Stern München: Steinmüller – Kristöfl, Kux, Possmayer, Maas, Puncochar, Lechner, Hult, Schleupner, Rohe, Eckhofer
SpVgg Greuther Fürth: Klug – Vornehm, Kohout (62. S. Walter), Held, Delatron – Hau (75. S. Lang), Felbinger – Schmidt, Maier – Schroll, Faßold (53. A. Walter) - Trainer: Kevin Schmidt
Tore: 1:0 Hult (2.), 1:1 Schroll (8.), 2:1 Hult (47.), 3:1 Hult (86.), 3:2 Maier (90.)
Schiedsrichter: Ronny Schmidt
Zuschauer: 50
Gelbe Karten (Gast): Kohout
Rote Karten: Puncochar (48., Notbremse)
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