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Saison 2015/2016
8. Spieltag - So., 25.10.2015, 14:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - ETSV Würzburg II
0:0

Mit dem ETSV Würzburg stand der direkte Tabellennachbar der Bayernliga auf dem Hans-Lohnert-Sportplatz, getrennt von der SpVgg Greuther Fürth nur durch ein einziges Gegentor, das der ETSV mehr bekommen hatte. Ähnlich ausgeglichen wie in der Tabelle endete auch das Spiel – jedenfalls vom Ergebnis her, denn vom Spielverlauf hätte die SpVgg einen Sieg verdient gehabt.

Es dauerte ungefähr drei Minuten, in denen die Gäste forsch aufspielend in der Fürther Hälfte auftauchten, bis das Kleeblatt die Partie im Griff hatte. Vanessa Faßold konnte in der 7. Minute nur durch ein Foul am Torabschluss gehindert werden und Daniela Held trat den ersten Freistoß von der linken Strafraumkante. Torhüterin Melina Eckert war allerdings nicht wirklich gefordert und konnte das Leder herunter pflücken.

Auch in der Folge rollten immer wieder die Angriffe der SpVgg auf das Würzburger Tor zu. In der 15. Minute scheiterte Felbinger mit einem Schuss von der Strafraumkante. Vorher hatte sich Schroll schön auf der rechten Seite durchgesetzt und in die Mitte auf Felbinger gepasst. Deren Flachschuss verfehlte das Tor aber knapp. Die Fürther hielten den Druck aufrecht und ließen die Eisenbahnerinnen nicht zur Entfaltung kommen. Die torgefährliche Anna-Lena Issing war in der Fürther Abwehr gut aufgehoben und bekam auch keinerlei Zuspiele, mit denen sie etwas hätte anfangen können.

Nach vorne spielte nur das Kleeblatt, wurde aber im Strafraum nicht zwingend genug, um Eckert wirklich in Verlegenheit zu bringen. Stefanie Delatron 

 setzte sich nach einem sehenswerten Diagonalpass von Daniela Held in der 31. Minute alleine auf der linken Seite gegen drei Würzburgerinnen durch, zog an der Grundlinie nach innen und schlenzte den Ball auf das Tor, doch wieder hielt die Torhüterin. Im Gegenzug kamen die Gäste das allererste Mal zum Torabschluss, doch Issings Versuch segelte harmlos und etliche Meter über das Gehäuse.

Kurz vor der Pause war es dann noch einmal Lara Schmidt, die nach einer schönen – von Francesca Hau initiierten – Kombination in letzter Sekunde von Teubert am Schuss gehindert wurde (40.). Haushoch überlegen, aber unbelohnt ging es für die Mannschaft von Kevin Schmidt in die Kabine. „Wir waren von der ersten Sekunde an da, haben uns eine Chance nach der anderen erspielt, haben jeden Zweikampf angenommen und einfach nichts anbrennen lassen. Wir haben einfach mal wieder einfachen Fußball gespielt, miteinander geredet und der Wille war auch zu spüren.“, resümierte Vanessa Faßold.

Die Pause war zu Ende, da hätte die SpVgg endlich in Führung liegen können. Lara Schmidt hatte einen Freistoß auf das Tor geschossen. Mit einem krachenden „Peng“ donnerte die Kugel allerdings nur an den Pfosten (47.).  Nur eine Minute später hob Francesca Hau das Spielgerät von Höhe des Elfmeterpunktes über den Querbalken. Dann waren es die Gäste, die sich erstmals richtig gefährlich vor dem Fürther Tor zeigten.

Helena Moratin – die vor einigen Jahren im Kleeblatt-Dress gespielt hatte – hatte den Ball auf den rechten Flügel gelegt, von wo aus Issing in den Strafraum flankte. Dort aber kam Seeger zu spät, um die Kugel über die Linie zu drücken (51.). Ein Tor in dieser Situation hätte den Spielverlauf allerdings vollkommen auf den Kopf gestellt, war doch das Kleeblatt Herr im Hause. Diese Möglichkeit aber, sollte die einzige Würzburger Torchance in Halbzeit zwei bleiben, denn die hervorragend agierende Fürther Abwehr konnte die ETSV-Angriffe meist schon kurz nach der Mittellinie abwehren. Die Offensivabteilung der Fürtherinnen lief immer wieder unermüdlich an. Den nächsten Versuch gönnte sich erneut Hau, deren 18-Meter-Schuss um drei Meter links vorbei ging (53.).

Mit viel Einsatz erkämpfte sich in der 65. Minute Sabrina Schroll im Mittelfeld den Ball. Der direkte Weg zum Tor war verstellt, so wich die Stürmerin auf den rechten Flügel aus, spielte aber sofort einen No-Look-Pass genau in den Lauf der gestarteten und pfeilschnellen Katharina Vornehm. Diese erreichte den Ball noch vor der Grundlinie und flankte. Leider landete der Ball allerdings auf dem Tornetz und erreichte die gut postierte Francesca Hau nicht.

Eine letzte große Möglichkeit verdientermaßen in Führung zu gehen, verpasste Fürth in der 72. Minute. Held hatte erneut einen Freistoß in den Strafraum gebracht. Dort köpften gleich mehrere Spielerinnen beider Mannschaften den Ball hin und her, ehe Hau sich die Ruhe nahm und gleichermaßen überlegt, wie gezielt auf die eingewechselte Nastvogel köpfte. Diese verpasste das Gehäuse nur um wenige, allzu wenige Zentimeter.

„Ich bin mit der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben zufrieden. Wir haben heute vieles Richtig und einige Fortschritte gemacht.“, befand Trainer Kevin Schmidt nach dem Spiel. „Mir war wichtig, dass wir gespielt haben, dass wir die Konter hervorragend unterbunden haben und ein gutes Spiel abgeliefert haben. Mit dem Ergebnis aber bin ich natürlich nicht zufrieden. Es ist schade, dass wir uns nicht belohnt haben.“

Auch Francesca Hau analysierte die Partie im Anschluss: „wir über das ganze Spiel hinweg gesehen, sehr hohen Druck auf Würzburg ausüben können und sehr gute Arbeit gegen den Ball geleistet. Somit haben wir uns früh in der gegnerischen Hälfte den Ball erobert und uns Chancen erspielt. Im Grunde haben dann nur noch die letzte Konsequenz und das nötige Glück gefehlt, um den Ball über die Linie zu drücken.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Vornehm, Kohout, Held, Delatron – Felbinger (82. Costanzo), A. Walter – Schmidt, Hau (90. S. Walter), Faßold (70. Nastvogel) – Schroll (86. N. Lang) - Trainer: Kevin Schmidt
ETSV Würzburg: Eckert – Günther, Karl, Teubert, Wurm (46. Egersdörfer) – Thomas, Ludwig (78. Keck) – Losert (61. Dietze), Teichmann (46. Moratin), Seeger – Issing - Trainer: Dieter Kölbl
Schiedsrichter: Tim Brauner
Zuschauer: 100
Gelbe Karten (Gast): Teichmann
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