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Saison 2015/2016
10. Spieltag - So., 08.11.2015, 14:30 Uhr
SpVgg Greuther Fürth - FC Forstern
0:1 (0:1)
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Mit hängenden Köpfen ging die Bayernliga-Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth am Sonntag vom Platz, denn erneut gab es nichts zu holen für die Mannschaft von Trainer Kevin Schmidt. Das Wort „unglücklich“ beschreibt die Niederlage nur unzureichend, weil das Kleeblatt dieses Spiel eigentlich hätte gewinnen müssen. Eigentlich, denn zum Siegen braucht es Tore, nicht nur Dominanz und Chancen.

Die Einstellung, der Einsatz, der Kampf und der Wille hatten von der ersten Sekunde an gestimmt. Es dauerte auch nicht lange, ehe Lara Schmidt den ersten Warnschuss auf das Tor des bis dahin ungeschlagenen Tabellenführers FC Forstern abgab. Nach wenigen gespielten Sekunden zielte die Fürtherin aus 20 Metern Distanz knapp zu hoch. Auch in der Folge blieb das Kleeblatt am Drücker. Ein Schuss von Schroll wurde geblockt und nach einer Hereingabe von Laura Felbinger war Torhüterin Christina Kneißl den nötigen Sekundenbruchteil vor der einschussbereiten Francesca Hau am Ball.

Dann kam der Gast zur ersten Gelegenheit. Julia Deißenböck schlug einen Ball diagonal über das Feld und erreichte Stefanie Kothieringer. Diese hob den Ball aus spitzem Winkel über die sich vergeblich streckende Sandra Klug in die Maschen des Fürther Tornetzes (10.). Wieder musste die SpVgg einem Rückstand hinterher laufen. Geschockt war das Kleeblatt allerdings nicht. Beinahe im Minutentakt erspielte sich die SpVgg Torchancen.

Nach einem Freistoß war es erneut Sabrina Schroll, deren Schuss von einer Verteidigerin geblockt wurde. Auf den zweiten Ball lauerte Carina Nastvogel, die das Leder von der linken Strafraumecke aber einen Meter rechts am Tor vorbei setzte. Eine Zeigerumdrehung später segelte Francesca Hau unter einer Schmidt-Flanke durch. Schroll war mitgelaufen und schloss ab, doch erneut parierte Kneißl (15.).

Von Forstern war nicht viel zu sehen und erst in der 25. Minute tauchten die Gäste wieder vor dem Fürther Tor auf. Da allerdings musste man ganz tief durchatmen, denn der Schuss der FC-Angreiferin donnerte an die Unterkante der Latte, von dort auf die Torlinie, noch einmal an die Latte und erst dann konnte Klug die Kugel unter sich begraben und die Gefahr bannen. Allerdings hatten manche Zuschauer den Ball bereits hinter der Linie vermutet, der Assistent teilte diese Ansicht aber nicht und hatte einen guten Blick auf das Geschehen.

Wütend rannte die Spielvereinigung weiter an und Forstern tat sich schwer, den Angriffen stand zu halten. Immer wieder kam Fürth zum Abschluss, doch zunächst ging Haus Freistoß einen Meter über das Tor, dann zielte Felbinger vom Strafraum links vorbei. So ging es dann – für die Gäste mehr als schmeichelhaft – mit 0:1 in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Die Fürtherinnen hatten das Spiel völlig unter Kontrolle und beherrschten den Gegner nach Belieben. Wieder scheiterten Schmidt, Schroll und Kolleginnen beim Abschluss. Von den Gästen war im zweiten Durchgang nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Forstern war so in der Defensive eingeschnürt, dass der Ball kaum über die Mittellinie kam. Und wenn doch, dann kam er postwendend wieder in die Hälfte des FC Forstern zurück.

Nach einer Stunde zielte Lara Schmidt aus spitzem Winkel auf das Gehäuse von Kneißl, verfehlte den „langen Winkel“ aber erneut nur um Zentimeter. Zwei Minuten später segelten Schroll und Schmidt denkbar knapp ein einer Freistoßflanke vorbei, so dass der Ball erneut nur im Toraus endete. Dann hielt Kneißl ihr Team weiterhin in Führung, als sie zunächst per Fußabwehr gegen Lara Schmidt parierte (70.) und auch den Schlenzer der eingewechselten Vanessa Faßold, die frei vor der Keeperin aufgetaucht war, mit der nach oben schnellenden Linken zur Ecke lenkte.

Auch die letzte – sogenannte – „Hundertprozentige“ vereitelte die Torhüterin. Held hatte einen Freistoß in den Strafraum getreten. Andrea Walter köpfte das Leder auf das Tor, doch Kneißl drehte den Ball mit den Nähten an den Fingerspitzen ihrer Torwarthandschuhe noch um den Pfosten. Die nachfolgende Ecke brachte noch einmal eine große Chance, doch am Ende konnte die Abwehr klären.

„Das war frustrierend.“, sagte Spielführerin Andrea Walter nach dem Spiel. „Das war heute ein Spiel auf ein Tor. Wir haben gut gespielt, haben dagegen gehalten und gekämpft. Leider konnten wir uns dafür nicht belohnen, da hat uns heute das Glück gefehlt. Aber das Spiel war eine klare Verbesserung. Wir haben uns Chancen erarbeitet und haben uns nicht versteckt obwohl der Gegner auch hart und robust gespielt hat. Darauf können wir aufbauen.“

Trainer Kevin Schmidt zeigte sich nach dem Spiel auch enttäuscht darüber, dass sich seine Mannschaft nicht für ihre Mühen belohnen konnte. Wie seine Spielführerin zieht aber auch er viel Positives aus dem Spiel: „Wir haben wieder das gespielt, was uns zu Saisonbeginn stark gemacht hat: gut kombiniert und schnell Fußball gespielt. Noch dazu haben wir robust dagegen gehalten und uns in jeden Zweikampf geworfen. Ich bin mit der Leistung zufrieden und das Glück, das uns gegen Forstern gefehlt hat, erarbeiten wir uns in Thenried zurück.“

Andreas Goldmann

SpVgg Greuther Fürth: Klug – Vornehm, Held, S. Walter, Delatron (64. Kohout) – Felbinger, A. Walter – Schmidt, Hau, Nastvogel (59. Faßold) – Schroll (71. S. Lang) - Trainer: Kevin Schmidt
FC Forstern: Kneißl – Ruckdeschel, Schedo, Mittermaier, Richter (74. Grimm) – Altenweger, Deißenböck – Kopp (46. Schwaiger), Stimmer, Kothieringer (49. Kreißl) – Obermeier (76. Bauhaus)
Tore: 0:1 Kothieringer (10.)
Schiedsrichter: Marc Bauer
Gelbe Karten: Delatron, S.Lang
Gelbe Karten (Gast): Richter
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